In der jüngsten Landtagssitzung in Wien hat Ingrid Korosec, Gesundheitssprecherin der Wiener Volkspartei, mit markigen Worten die Gesundheitsstrategie der FPÖ scharf kritisiert. Sie fordert ernsthafte Reformen statt leerem Wahlkampfgetöse und stellt die brisante Frage: Wie lange können wir uns diese
In der jüngsten Landtagssitzung in Wien hat Ingrid Korosec, Gesundheitssprecherin der Wiener Volkspartei, mit markigen Worten die Gesundheitsstrategie der FPÖ scharf kritisiert. Sie fordert ernsthafte Reformen statt leerem Wahlkampfgetöse und stellt die brisante Frage: Wie lange können wir uns diese politischen Spielchen noch leisten?
Korosec zieht die Reißleine: Statt immer wieder dasselbe zu wiederholen, sollten wir endlich ins Tun kommen. Diese dramatische Aussage verdeutlicht die Notlage im Wiener Gesundheitssektor. Die Herausforderungen wachsen stetig, und die FPÖ, so Korosec, setze lieber auf Empörung als auf Sachverstand.
Besonders im Fokus steht der Wiener Gesundheitsverbund, der dringend modernisiert werden muss. Korosec kritisiert die bekannten Probleme, die seit Jahren ungelöst sind, wie etwa unnötige OP-Ausfälle. Dass um 14 Uhr kein Personal mehr verfügbar sei und OP-Säle leer stehen, sei sowohl wirtschaftlich als auch menschlich nicht zumutbar.
Ein weiteres Thema, das Korosec am Herzen liegt, ist die Digitalisierung im Gesundheitswesen. Die bessere Nutzung von digitalen Angeboten, wie bei Terminvereinbarungen oder in der Verwaltung, müsse endlich umgesetzt werden. Ein Blick nach Skandinavien zeige, wie moderne Technik das Leben von Patienten erleichtern kann. Warum geht das bei uns nicht?
Ein heißes Eisen ist der Umgang mit Migration. Der Zuzug stellt das Gesundheitssystem vor große Belastungen, und Korosec warnt davor, diese Realität zu beschönigen. Integration dürfe kein Schlagwort bleiben, denn wer sich nicht integrieren wolle, habe hier nichts verloren. Sie erinnert an die erfolgreichen Integrationsbemühungen Österreichs in den 1950er- und 1960er-Jahren.
Zum Schluss streckt Korosec die Hand aus: Gesundheitspolitik darf keine Wahlkampfbühne sein, sondern muss eine Werkstatt für Lösungen werden. Ihre Botschaft ist klar: Es geht nicht um Parteifarbe, sondern um das Wohl aller Wienerinnen und Wiener.