In einer Zeit, in der öffentliche Haushalte unter enormem Druck stehen, zeigt ein neuer Podcast des Österreichischen Gemeindebundes, wie Gemeinden durch kluge Verbandslösungen erhebliche Einsparungen erzielen können. Am 3. Dezember 2025 diskutierte Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl mit Wolfgang
In einer Zeit, in der öffentliche Haushalte unter enormem Druck stehen, zeigt ein neuer Podcast des Österreichischen Gemeindebundes, wie Gemeinden durch kluge Verbandslösungen erhebliche Einsparungen erzielen können. Am 3. Dezember 2025 diskutierte Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl mit Wolfgang Lindorfer, dem ehemaligen Geschäftsführer des Gemeinde-Dienstleistungsverbands Amstetten (GDA), über die Vorteile dieser Zusammenarbeit. Ein zentrales Thema war, wie Gemeinden durch den Verband jährlich bis zu Hunderttausende Euro sparen können.
Der GDA, ein Zusammenschluss von 38 Gemeinden, übernimmt zentrale Verwaltungs- und Serviceleistungen, die von der Abgabeneinhebung bis zu individuellen Dienstleistungen wie dem Kindergartentransport reichen. Diese Kooperation ermöglicht es den Gemeinden, zwischen 10 und 15 Prozent des Abgabenertrags einzusparen. In der Gemeinde Ardagger beispielsweise belaufen sich die jährlichen Einsparungen auf rund 100.000 Euro.
Ein Verband wie der GDA bietet nicht nur finanzielle Vorteile, sondern hilft auch, den Fachkräftemangel zu bewältigen. Viele Gemeinden stehen vor der Herausforderung, dass erfahrene Mitarbeiter in den Ruhestand gehen und spezialisierte Aufgaben immer komplexer werden. Der GDA bietet hier durch standardisierte, faire und rechtssichere Verfahren eine Lösung, von der sowohl die Gemeinden als auch die Bürger profitieren.
Die Idee, dass Gemeinden in Form von Verbänden zusammenarbeiten, ist nicht neu. Bereits in den 1970er Jahren begannen erste Gemeinden, sich zusammenzuschließen, um Ressourcen zu bündeln und Kosten zu senken. In den letzten Jahrzehnten hat sich dieses Modell stetig weiterentwickelt und an die wachsenden Anforderungen angepasst. Heute sind solche Verbände in Österreich und vielen anderen Ländern, wie Deutschland und der Schweiz, ein bewährtes Mittel zur Effizienzsteigerung im öffentlichen Sektor.
In Deutschland und der Schweiz sind Gemeindeverbände ebenfalls weit verbreitet. In Deutschland gibt es beispielsweise die sogenannten Zweckverbände, die ähnliche Aufgaben übernehmen wie der GDA in Österreich. In der Schweiz sind Gemeindeverbände ebenfalls ein fester Bestandteil der kommunalen Zusammenarbeit. Der Vergleich zeigt, dass Österreich mit dem GDA-Modell auf einem erfolgreichen Weg ist, der sich international bewährt hat.
Die Bürger profitieren von den Einsparungen, da diese Mittel in andere wichtige Projekte investiert werden können, wie etwa in den Ausbau der Infrastruktur oder in Bildungsprogramme. Ein Beispiel ist die verbesserte Abwicklung von Verwaltungsverfahren, die durch die Digitalisierung und Automatisierung effizienter gestaltet werden können. Dies führt zu einer schnelleren Bearbeitung von Anträgen und einer höheren Zufriedenheit der Bürger.
Statistiken zeigen, dass die Auslagerung von Verwaltungsaufgaben an Verbände wie den GDA zu einer signifikanten Entlastung der Gemeinden führt. Allein durch die Auslagerung der Grundsteuererhebung konnten 32 von 38 Gemeinden ihre Verwaltungskosten deutlich senken. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung von Verbänden in der modernen kommunalen Verwaltung.
Experten sind sich einig, dass die Bedeutung von Gemeindeverbänden in Zukunft weiter zunehmen wird. Die Digitalisierung bietet hier enorme Chancen, um Abläufe noch effizienter zu gestalten. Der GDA plant bereits, sein Angebot an Digitalisierungsleistungen auszubauen, um den Gemeinden auch in Zukunft als starker Partner zur Seite zu stehen.
Die aktuelle Podcast-Folge des Österreichischen Gemeindebundes zeigt eindrucksvoll, wie wichtig und effektiv Gemeindeverbände für die österreichische Kommunalpolitik sind. Durch die Bündelung von Ressourcen und die Nutzung moderner Technologien können Gemeinden nicht nur Kosten sparen, sondern auch ihre Servicequalität für die Bürger verbessern. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren fortsetzen wird.
Für weitere Informationen und um die vollständige Podcast-Folge zu hören, besuchen Sie die Webseite des Österreichischen Gemeindebundes: www.gemeindebund.at/podcast.