Zurück
Kultur

Geheimnisse des NHM Wien: Jubiläumsgala enthüllt verborgene Schätze

22. Oktober 2025 um 10:41
Teilen:

Am 21. Oktober 2025 erstrahlte das Naturhistorische Museum Wien (NHM) im Glanz einer ganz besonderen Veranstaltung: Die Fundraising-Gala zum 150-jährigen Jubiläum des Museums zog zahlreiche Gäste an, die sich nicht nur für die Historie, sondern auch für die Zukunft des Hauses interessieren. Doch was

Am 21. Oktober 2025 erstrahlte das Naturhistorische Museum Wien (NHM) im Glanz einer ganz besonderen Veranstaltung: Die Fundraising-Gala zum 150-jährigen Jubiläum des Museums zog zahlreiche Gäste an, die sich nicht nur für die Historie, sondern auch für die Zukunft des Hauses interessieren. Doch was verbirgt sich hinter den alten Mauern des NHM, das einst von Kaiser Franz Joseph gegründet wurde? Tauchen wir ein in die faszinierende Welt der Wissenschaft und Geschichte.

Ein Blick zurück: Die Gründung des NHM Wien

Die Geschichte des Naturhistorischen Museums beginnt am 29. April 1876, als Kaiser Franz Joseph das Gründungsdokument für das k. und k. Naturhistorische Hofmuseum unterzeichnete. Dieses Dokument, heute ein wertvolles Stück im Österreichischen Staatsarchiv, markierte den Beginn einer langen Tradition des Sammelns und Forschens. Doch was bedeutet es, ein Museum zu gründen? Damals wie heute ist es ein Zeichen für den Fortschritt der Wissenschaft und das Streben nach Wissen.

Sammeln einst und jetzt: Eine kritische Rückschau

Das Jubiläum bot einen Anlass zur Reflexion über die Entwicklung der Wissenschaft und des Sammelns. In der Ausstellung „Sammeln einst und jetzt“ wird nicht nur der immense Wert der Sammlungen für die Forschung hervorgehoben, sondern auch die kritischen Aspekte beleuchtet. Warum ist das wichtig? Weil sich die Methoden der Wissenschaft im Laufe der Zeit verändert haben. Während früher alles möglichst sauber gehalten wurde, erkennt man heute den Wert von „Schmutz und Dreck“ an Fundstücken, die wertvolle Informationen über die Vergangenheit liefern können.

  • Evolutionsforschung: Wie haben sich Arten über Millionen von Jahren entwickelt?
  • Lagerstättenkunde: Welche Bodenschätze verbergen sich unter unseren Füßen?
  • Landwirtschaft und Gesundheit: Welche Erkenntnisse aus der Natur können unser Leben verbessern?

Generaldirektorin Dr. Katrin Vohland betonte in ihrer Eröffnungsrede, dass die Wissenschaft heute viel mehr aus den Fundstücken herauslesen kann als noch vor Jahrzehnten. „Es ist faszinierend, wie sich die Perspektiven auf unsere Sammlungen verändert haben und welche Geschichten sie uns heute erzählen können“, so Vohland.

Die Venus von Willendorf: Ein Star der Ausstellung

Ein Highlight der Ausstellung und der Geschichte des NHM ist die Venus von Willendorf. Diese rund 29.500 Jahre alte Figur wurde am 7. August 1908 entdeckt und gilt als eines der bedeutendsten archäologischen Funde der Welt. Doch was macht sie so besonders? Die Venus ist nicht nur ein Kunstwerk, sondern auch ein Zeugnis der frühen menschlichen Kultur und Kommunikation.

Die Figur, die nur 11 Zentimeter misst und mit roter Farbe (Rötel) bemalt ist, wurde in der Wachau gefunden. Ihre Entdeckung war ein Meilenstein für die Archäologie und lieferte Einblicke in die prähistorische Kunst und Gesellschaft. Jüngste Forschungen haben sogar die Herkunft des Materials und den Herstellungsprozess der Figur enthüllt, was auf ein weitreichendes Kommunikationsnetzwerk in Europa hindeutet.

Die Bedeutung der Venus von Willendorf

Warum ist die Venus von Willendorf so wichtig? Sie steht symbolisch für die Verbindung der Menschen über weite Distanzen hinweg und zeigt, dass es bereits in der Steinzeit kulturellen Austausch gab. Die Figur ist ein Beweis für die künstlerischen und handwerklichen Fähigkeiten unserer Vorfahren und bietet Forschern die Möglichkeit, mehr über die damalige Gesellschaft zu erfahren.

Die Jubiläumsgala: Ein Abend voller Unterstützung und Engagement

Die Fundraising-Gala war nicht nur ein Fest der Geschichte, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Zukunft des Museums. Die Einnahmen aus der Gala fließen in die Realisierung der Jubiläumsausstellung und die Erforschung der zahlreichen Fundstücke, die bei der Entdeckung der Venus ans Licht kamen.

Unter den Unterstützern des Abends waren namhafte Unternehmen und Organisationen, die sich für die Förderung der Wissenschaft und Kultur einsetzen. Dazu gehören der Verein der Freunde des NHM Wien, e-compact, MAGMAG, PKE und viele weitere. Ihre Beiträge sind entscheidend für die fortlaufende Forschung und die Pflege der Sammlungen des Museums.

Die Ausstellung „150 Jahre verborgene Schätze“

Die Ausstellung „150 Jahre verborgene Schätze. Gutes Sammeln, böses Sammeln“ wird am 28. April 2026 eröffnet und verspricht, ein Highlight des Museumsjahres zu werden. Sie thematisiert die Ambivalenz der Sammlungsobjekte, die sowohl materiell wertvoll als auch wissenschaftlich bedeutend sein können. Diese Ausstellung wird von einem Team aus Kuratoren und Wissenschaftlern gestaltet, die sich intensiv mit der Geschichte und den Objekten des Museums auseinandersetzen.

Univ. Prof. Dr. Mathias Harzhauser, DDr. Martin Krenn und Dr. Stefanie Jovanovic-Kruspel sind nur einige der Experten, die ihre Expertise in die Ausstellung einbringen. Ihre Arbeit zeigt, dass das NHM nicht nur ein Ort der Bewahrung, sondern auch der Innovation und des Fortschritts ist.

Die Zukunft des NHM Wien: Ein Ausblick

Was bringt die Zukunft für das Naturhistorische Museum Wien? Die Jubiläumsausstellung ist nur der Anfang. Das Museum plant, seine Sammlungen weiter zu erforschen und neue Erkenntnisse zu gewinnen, die unser Verständnis der Welt und unserer Geschichte vertiefen können. Die Digitalisierung der Sammlungen und der Einsatz moderner Technologien sind dabei entscheidend.

Ein fiktiver Experte für Museumstechnologie erklärte: „Die Digitalisierung ermöglicht es uns, unsere Sammlungen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und neue Formen der Interaktion zu schaffen. Wir stehen erst am Anfang einer aufregenden Reise in die Zukunft der Museen.“

Mit solchen Initiativen bleibt das NHM Wien ein wichtiger Akteur in der internationalen Museumslandschaft und ein Ort, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufeinandertreffen.

Fazit: Ein Museum im Wandel

Das 150-jährige Jubiläum des Naturhistorischen Museums Wien ist nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch eine Gelegenheit zur Reflexion und zum Ausblick in die Zukunft. Die Fundraising-Gala hat gezeigt, dass es ein starkes Interesse und Engagement für die Arbeit des Museums gibt. Mit der Unterstützung von Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft wird das NHM auch in den kommenden Jahren ein Ort der Entdeckung und des Lernens bleiben.

Für alle, die mehr über die Venus von Willendorf und die Jubiläumsausstellung erfahren möchten, bietet das Museum zahlreiche Ressourcen und Publikationen an, die tiefere Einblicke in die faszinierende Welt der Archäologie und Geschichte ermöglichen. Besuchen Sie die Veröffentlichung zur Venus von Willendorf und entdecken Sie die Geheimnisse eines der bedeutendsten Museen der Welt.

Schlagworte

#Archäologie#Ausstellung#Fundraising-Gala#Jubiläum#Naturhistorisches Museum Wien#Venus von Willendorf#Wissenschaft

Weitere Meldungen

OTS
FPÖ

Hofburg-Skandal: Einzigartiges Kulturdepot für Sicherheitszentrale gefährdet

16. März 2026
Lesen
OTS
Ableben

Alfred Noll verstorben: Österreich verliert kritischen Geist

16. März 2026
Lesen
OTS
Kunst & Kultur

Vielfältiges Konzertprogramm prägt Niederösterreichs Kulturbühnen

16. März 2026
Lesen
Alle Meldungen anzeigen