Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm die Urlaubszeit, die viele Österreicher ans Meer, in die Berge oder an exotische Orte zieht. Doch während wir die Sonne und die Freiheit genießen, lauern unsichtbare Gefahren auf uns. Der ORF widmet sich in der neuesten Ausgabe von "Bewusst gesund" dem Thema
Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm die Urlaubszeit, die viele Österreicher ans Meer, in die Berge oder an exotische Orte zieht. Doch während wir die Sonne und die Freiheit genießen, lauern unsichtbare Gefahren auf uns. Der ORF widmet sich in der neuesten Ausgabe von "Bewusst gesund" dem Thema gefährliche Tiere im Urlaub und zeigt, wie man sich schützt.
Haie sind in den Medien oft als die großen Bösewichte dargestellt. Doch wussten Sie, dass statistisch gesehen weltweit mehr Menschen durch Begegnungen mit Kühen sterben als durch Haiangriffe? Diese überraschende Erkenntnis zeigt, dass die tatsächlichen Gefahren oft anders gelagert sind, als wir denken. Auch wenn Haie für Schlagzeilen sorgen, ist die Wahrscheinlichkeit, einem gefährlichen Tier zu begegnen, oft geringer als vermutet.
Im Mittelmeer können Quallen unangenehm werden, doch laut Experten stellen sie keine ernsthafte Gesundheitsgefahr dar. Ähnlich verhält es sich mit den wenigen giftigen Schlangen- und Spinnenarten in Österreich und den benachbarten Urlaubsländern. Solche Tiere sind so selten, dass man nicht von einer wirklichen Gefahr sprechen kann. Vielmehr sollten wir uns auf die unscheinbaren, aber gefährlichen Mücken und Zecken konzentrieren, die zahlreiche Krankheiten übertragen.
Jeff Schreiner, Direktor des "Haus des Meeres" in Wien, erklärt: "Vor allem Mücken und Zecken werden unterschätzt. Ihre kleine Größe macht sie schwer erkennbar, aber ihre Stiche können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben."
Der Sommer bringt nicht nur tierische Gefahren mit sich, sondern auch die Herausforderung, Medikamente korrekt zu handhaben. Unter der Sommersonne können viele Arzneimittel eine andere Wirkung entfalten als im Winter. Medikamente sollten stets an einem kühlen, lichtgeschützten Ort aufbewahrt werden. Doch selbst wenn sie korrekt gelagert werden, kann die Sonne ihre Wirkung verändern.
Einige Medikamente machen die Haut photosensitiv, was bedeutet, dass sie überempfindlich auf Licht reagiert. Dies kann zu Hautrötungen, Ausschlägen und Ekzemen führen. Besonders Chemotherapeutika und gängige Schmerzmittel sind davon betroffen. Verwendet man therapeutische Pflaster, wie etwa gegen Nikotinentzug, kann die Sonneneinstrahlung die Wirkstoffe schneller freisetzen, was im schlimmsten Fall zu einer Überdosierung führt. Daher sollte man bei unerwarteten Nebenwirkungen immer die Jahreszeit in Betracht ziehen.
Ein erfahrener Apotheker rät: "Es ist wichtig, die Packungsbeilagen genau zu lesen und bei Unsicherheiten Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker zu halten. Die Sommersonne kann die Wirkung von Medikamenten erheblich verändern."
Die Sommerhitze bringt auch körperliche Herausforderungen mit sich. Viele Menschen leiden unter geschwollenen Beinen, medizinisch als Ödeme bekannt. Diese entstehen durch Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe und können schmerzhaft sein. Häufige Ursachen sind Hitze und Bewegungsmangel, doch auch ernsthaftere Erkrankungen wie Lymphprobleme, Nieren- oder Herzschwäche können dahinterstecken.
Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn erklärt, dass es wichtig sei, die Ursache für geschwollene Beine zu identifizieren, um die richtige Behandlung zu finden. Regelmäßige Bewegung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und das Hochlagern der Beine können bereits helfen, die Beschwerden zu lindern.
Wer im Sommer fit bleiben möchte, kann Gartenarbeit als Workout nutzen. Der ORF-Gartenexperte Karl Ploberger zeigt, wie man durch richtig ausgeführte Gartenarbeit Rücken- und Gelenksschmerzen vermeidet und gleichzeitig die Muskeln stärkt. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft verbessert die Ausdauer, stärkt das Herz-Kreislauf-System und reduziert Stress.
Ein Gartenspezialist betont: "Gartenarbeit ist nicht nur gut für die Pflanzen, sondern auch für Körper und Geist. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, aktiv zu bleiben und gleichzeitig die Natur zu genießen."
Für viele ist der Sommer die Zeit, um Obst einzukochen. Traditionell wird dafür Zucker verwendet, doch es gibt gesunde Alternativen. Agar Agar, ein pflanzliches Geliermittel aus Rotalgen, kann Zucker ersetzen. Auch Gewürze bieten eine Möglichkeit, den Zuckeranteil zu reduzieren.
"Ein Apfelkompott mit Zimt und Nelken oder eine Erdbeermarmelade mit Apfelpektin sind köstliche Alternativen", erklärt ein Ernährungsexperte. "Diese Methoden ermöglichen es, den Zuckerkonsum zu reduzieren, ohne auf Geschmack verzichten zu müssen."
Ob im Garten, in der Küche oder auf Reisen, der Sommer bietet zahlreiche Möglichkeiten, gesund zu bleiben und Gefahren zu vermeiden. Mit den richtigen Tipps und Vorkehrungen können Sie die warme Jahreszeit in vollen Zügen genießen.