Österreichische Wissenschaftler haben neue Erkenntnisse zum Gebärmutterhalskrebs vorgestellt. Forscher der Medizinischen Universität Graz berichten über HPV-unabhängige Krebsformen und über Reservezellen am Gebärmutterhals.
Österreichische Wissenschaftler haben neue Erkenntnisse zum Gebärmutterhalskrebs vorgestellt. Forscher der Medizinischen Universität Graz berichten über HPV-unabhängige Krebsformen und über Reservezellen am Gebärmutterhals.
Die Arbeitsgruppe an der Medizinischen Universität Graz unter der Beteiligung von Univ.-Prof. Dr. Olaf Reich berichtet, dass sie HPV-unabhängige Karzinome am Gebärmutterhals beschrieben hat. In der OTS wird darauf hingewiesen, dass diese Befunde das Bild der Krebserkrankung am Gebärmutterhals erweitern und das Konzept einer dualen Krebsentstehung—also HPV-induziert und HPV-unabhängig—als wichtig für die Behandlung angesehen wird.
In der OTS wird beschrieben, dass es am Gebärmutterhals einen speziellen Zelltyp gibt, sogenannte Reservezellen, die als Reservoir für HPV dienen und als Ursprung vieler früher Krebsvorstufen genannt werden. Die Verteilung dieser Reservezellen am Gebärmutterhals sei weitaus ausgedehnter als bisher angenommen, und ihre Beforschung ist ein Schwerpunkt der Grazer Arbeitsgruppe, wie Univ.-Prof. Dr. Reich in der OTS ausführt.
Die OTS berichtet, dass die EU für einzelne Länder Europas in den nächsten Jahren wieder eine Zunahme von Gebärmutterhalskrebs erwartet. In Österreich erkranken derzeit pro Jahr knapp 500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. In der OTS heißt es außerdem, dass nach wie vor Gebärmutterhalskrebs eine häufige Krebserkrankung bei Frauen ist und dass nach wie vor alle drei Tage in Österreich eine Frau daran verstarb (Zitat aus der OTS).
Die OTS erklärt, dass die Infektion mit HPV sehr häufig ist und meist unbemerkt bleibt, da sie oft keinerlei Beschwerden verursacht. Bei einem kleinen Teil der Infizierten kann das Virus über Jahre persistieren und so das Risiko für Krebs erhöhen. Als Schutzmaßnahmen nennt die OTS rechtzeitige Impfung, Verwendung von Kondomen vor allem bei wechselnden Sexualpartnern, Meiden von Rauchen und Vorsorgeuntersuchungen.
Die OTS verweist auf das 2020 von der WHO verkündete Ziel, bis 2030 die jährliche Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs auf unter 4 Fälle pro 100.000 Frauen zu senken. In der OTS wird zudem angegeben, dass in Europa derzeit jährlich noch etwa 12 Frauen pro 100.000 an Gebärmutterhalskrebs erkranken.
Die OTS informiert, dass der multinationale und multidisziplinäre EUROGIN-Kongress vom 18. bis 21. März im Austria Center Vienna stattfindet und dass dort Themen wie Reservoir von HPV, Ursprungszellen des Gebärmutterhalskrebses sowie Fortschritte in Prävention und Diagnostik diskutiert werden. In der OTS werden zudem Informationen zum Austria Center Vienna und zu EUROGIN gegeben.