Pfeifer fordert konkrete Maßnahmen gegen Fachkräftemangel
FPÖ-Lehrlingssprecher Manuel Pfeifer wirft der Regierung vor, bei der Lehrlingsförderung nur Absichtserklärungen zu liefern.
Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) übt scharfe Kritik an der aktuellen Lehrlingspolitik der Regierung. FPÖ-Lehrlingssprecher Nationalratsabgeordneter Manuel Pfeifer warf der Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS vor, den Fachkräftemangel in Österreich nicht ernst genug zu nehmen und stattdessen nur "bloße Absichtserklärungen" zu liefern.
Pfeifer reagierte damit auf eine Aussendung des SPÖ-Lehrlingssprechers Baumann und stellte klar, dass "wohlklingende Worte allein den massiven Fachkräftemangel in Österreich nicht lösen werden". Seit Jahren herrsche in Österreich ein eklatanter Mangel an Fachkräften, der sich aufgrund der demographischen Entwicklung weiter verschärfen werde.
"Oberste Prämisse muss es daher sein, das Image der Lehre nachhaltig aufzuwerten, damit es für junge Menschen wieder erstrebenswert wird, eine Lehre zu beginnen und sich zu qualifizierten Facharbeitern ausbilden zu lassen", forderte der FPÖ-Politiker.
Der freiheitliche Lehrlingssprecher betonte die Bedeutung der dualen Ausbildung für die österreichische Wirtschaft. Die Lehre sei eine große Zukunftschance und die beste Vorbereitung auf eine mögliche Selbständigkeit. Jede offene Lehrstelle bedeute einen fehlenden Facharbeiter von morgen.
"Dem muss die schwarz-rot-pinke Regierung nun rasch mit einem effektiven Modell entgegensteuern und das für alle Lehrlinge gleich, unbürokratisch in der Umsetzung und eine echte Unterstützung für den weiteren Schritt – fertig mit der Lehre und rein in die berufliche und private Zukunft – ist", so Pfeifers Forderung.
Besonders kritisierte Pfeifer, dass die Regierung in einer Zeit akuten Fachkräftemangels und tiefgreifender Veränderungen in der Arbeitswelt keine verantwortungsvollen, mutigen und langfristigen Entscheidungen treffe. Österreichs Lehrlinge benötigten nicht nur eine solide fachliche Ausbildung, sondern auch menschliche und gesellschaftliche Stärkung.
"Sie sind das Rückgrat von morgen. Sie sollen die Pensionen sichern, die Wirtschaft tragen und den sozialen Zusammenhalt bewahren", unterstrich der FPÖ-Abgeordnete die gesellschaftliche Bedeutung der Lehrlinge.
In seiner Kritik warf Pfeifer der Regierung vor, die Lehrlinge im Stich zu lassen und dem Problem lediglich mit "bloßen Absichtserklärungen" zu begegnen. Als Beispiel führte er die im letzten Ministerrat beschlossene Ankündigung an, erst eine Fachkräftestrategie erarbeiten zu wollen.
"In Wirklichkeit werden unsere Lehrlinge von dieser Regierung im Stich gelassen", so Pfeifers harsche Einschätzung der aktuellen Situation.
Der FPÖ-Politiker verwies auch auf die schwierige Situation der österreichischen Betriebe. Tausende junge Österreicher würden eine Lehrstelle suchen und dennoch keine finden, weil viele Betriebe unter der Last der Politik von ÖVP, SPÖ und NEOS massiv leiden und teils selbst ums Überleben kämpfen müssten.
"Hohe Abgaben, Bürokratie und fehlende Planungssicherheit verhinderten Investitionen in Ausbildungsplätze", erklärte Pfeifer die strukturellen Probleme des österreichischen Ausbildungsmarktes.
Um die Situation zu verbessern, stellte die FPÖ konkrete Forderungen auf:
Sollten diese Maßnahmen nicht umgesetzt werden, warnte Pfeifer vor dramatischen Konsequenzen: "Wenn jetzt nicht gehandelt wird, verschärft sich der Fachkräftemangel dramatisch. Die Verliererkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS verspielt damit nicht nur Chancen, sondern gefährdet die Zukunft unseres Landes."
Die FPÖ positionierte sich als Alternative zur aktuellen Regierungspolitik: "Wir Freiheitliche stehen für eine starke Lehre, starke Betriebe und eine sichere Zukunft für unsere Jugend", stellte Pfeifer abschließend klar.
Die Debatte um die Lehrlingspolitik findet vor dem Hintergrund eines anhaltenden Fachkräftemangels in Österreich statt. Verschiedene Branchen, insbesondere im Handwerk und in technischen Bereichen, klagen über Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen. Gleichzeitig kämpfen viele Betriebe mit wirtschaftlichen Herausforderungen, die sich auch auf ihre Möglichkeiten zur Lehrlingsausbildung auswirken.
Die Regierung hat bereits verschiedene Initiativen zur Förderung der Lehrlingsausbildung angekündigt, die jedoch aus Sicht der Opposition nicht ausreichend sind. Die Diskussion zeigt die unterschiedlichen Ansätze der Parteien zur Lösung des Fachkräfteproblems in Österreich auf.