Eine heftige Kontroverse ist um die gestrige ORF-Sendung "ZIB 2 History: 70 Jahre FPÖ - Aufstieg des Dritten Lagers" entbrannt. FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker übte am Montag scharfe Kritik an der Dokumentation.
Eine heftige Kontroverse ist um die gestrige ORF-Sendung "ZIB 2 History: 70 Jahre FPÖ - Aufstieg des Dritten Lagers" entbrannt. FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker übte am Montag scharfe Kritik an der Dokumentation und bezeichnete sie als "Skandal von der ersten bis zur letzten Minute". Er sagte, die Sendung sei ein "Selbstbekenntnis des ORF als Systempropagandafunk und Anti-FPÖ-Agitationsorgan" und bezeichnete die Sendung als "Pseudo-Dokumentation".
Hafenecker kritisierte, dass ZIB-Redakteurin Margit Laufer offenbar in der Sendung wiederholt Begriffe wie „Nationalsozialismus" oder „nationalsozialistisch" verwendet habe. Er bemängelte zudem die Auswahl der eingeladenen Beitragslieferanten und nannte in dem Zusammenhang die Chefreporterin der Wiener Zeitung "Falter" Horaczek.
Die FPÖ bemängelte außerdem, dass positive Aspekte und Verdienste der Partei in der Sendung nicht erwähnt worden seien. Hafenecker erklärte, die FPÖ habe eine zentrale Rolle gespielt, indem sie den jahrzehntelangen Proporz von SPÖ und ÖVP aufgebrochen habe; dies sei in der ORF-Sendung nicht thematisiert worden.
Hafenecker warf SPÖ und ÖVP vor, selbst Personen mit NS-Vergangenheit in ihren Reihen gehabt zu haben, und nannte dafür mehrere Beispiele. Als Beispiele nannte er unter anderem den früheren SPÖ-Landeshauptmann des Burgenlands Theodor Kery, den NS-Euthanasiearzt Heinrich Gross sowie den ehemaligen ÖVP-Politiker Karl Schleinzer. Er kritisierte, dass in ORF-Produktionen über SPÖ und ÖVP diese Fälle nach seiner Darstellung nicht in ähnlicher Weise thematisiert worden seien.
Abschließend meinte Hafenecker, die Menschen hätten die seiner Ansicht nach propagandistischen Darstellungen durchschaut und sähen nicht ein, warum sie diese mit einer von ihm als "Zwangssteuer" bezeichneten Gebühr finanzieren sollten.