Die Diskussion um die Suchthilfeeinrichtung Jedmayer in Wien-Mariahilf erreicht einen neuen Höhepunkt. Die FPÖ-Mariahilf übt scharfe Kritik an der Untätigkeit von Stadt und Bezirk und fordert eine ...
Die Diskussion um die Suchthilfeeinrichtung Jedmayer in Wien-Mariahilf erreicht einen neuen Höhepunkt. Die FPÖ-Mariahilf übt scharfe Kritik an der Untätigkeit von Stadt und Bezirk und fordert eine radikale Lösung: die komplette Verlegung der Einrichtung in ein Gewerbegebiet. Während Anrainer seit Jahren unter den Auswirkungen leiden, würden Politiker nur leere Versprechungen machen, so der Vorwurf der Opposition.
Trotz vielfacher Ankündigungen und unzähliger Arbeitskreise in den letzten zehn Jahren sei kein greifbares Ergebnis in Sicht, kritisieren FPÖ-Bezirksparteiobmann Leo Lugner und Klubobmann Lukas Korp.
Korp fragte in seiner Kritik: „Die Wienerinnen und Wiener fragen sich mittlerweile zu Recht: Was wird schneller fertig – der Bau der U5 oder das versprochene Maßnahmenpaket für das Jedmayer?"
Kritisch sehen die Freiheitlichen auch die Freude der ÖVP Mariahilf: „Die Freude von Herrn Dr. Hammerer über den mittlerweile gefühlt hundertsten angekündigten Arbeitskreis und das zigste Anrainertreffen zur Suchthilfe ist genauso fehlplatziert wie das Benehmen der Patienten des Jedmayers“, konstatiert Lugner. Anrainer würden weiterhin unter der Situation leiden, während Politiker und Magistrate nur reden und ankündigen.
Auch Korp fordert endlich konkrete Maßnahmen: „Die Anrainer brauchen keine Anrainertreffen mehr. Sie brauchen eine rasche Lösung: Die Absiedelung des Suchthilfezentrums Jedmayer in ein geeignetes Gewerbegebiet.“
„Die Stadtregierung und die Bezirksvorstehung versuchen auf Zeit zu spielen – nur haben die Anrainer keine Zeit mehr“, stellt Lugner abschließend fest.