Am 26. November 2025 fand in Wien eine Pressekonferenz der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) statt, die sich mit dem Erneuerbaren-Leitungs-Ausbaugesetz (ElWG) befasste. Der freiheitliche Generalsekretär Christian Hafenecker betonte die Bereitschaft der FPÖ zu ernsthaften Verhandlungen über das
Am 26. November 2025 fand in Wien eine Pressekonferenz der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) statt, die sich mit dem Erneuerbaren-Leitungs-Ausbaugesetz (ElWG) befasste. Der freiheitliche Generalsekretär Christian Hafenecker betonte die Bereitschaft der FPÖ zu ernsthaften Verhandlungen über das Gesetz, das die Umsetzung einer EU-Richtlinie zum Ziel hat. Die FPÖ kritisiert jedoch, dass das aktuelle Gesetz in seiner Form nicht zu einer spürbaren Senkung der Strompreise führen wird.
Das ElWG ist ein zentrales Element der österreichischen Energiepolitik. Es regelt den Ausbau der Stromnetze, um den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien zu integrieren. Erneuerbare Energien sind Energiequellen, die sich auf natürliche Weise erneuern, wie Sonne, Wind und Wasser. Diese Quellen sind im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen nahezu unerschöpflich. Die EU-Richtlinie, die dem Gesetz zugrunde liegt, zielt darauf ab, die Integration erneuerbarer Energien zu fördern und die Netzstabilität zu gewährleisten.
Historisch gesehen hat Österreich bereits früh auf erneuerbare Energien gesetzt, insbesondere auf Wasserkraft. In den letzten Jahrzehnten hat das Land seine Anstrengungen verstärkt, um den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen. Dies ist Teil der Bemühungen, die Klimaziele der EU zu erreichen, die eine Reduktion der CO2-Emissionen und eine Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien vorsehen. Trotz dieser Fortschritte steht Österreich vor Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Netzstabilität und der Kosten.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz hat Österreich einen höheren Anteil an Wasserkraft, was zu einer stabileren Energieversorgung beiträgt. Deutschland setzt stark auf Wind- und Solarenergie, was zu Schwankungen in der Energieversorgung führen kann. Die Schweiz hingegen profitiert ebenfalls von einem hohen Anteil an Wasserkraft, hat jedoch mit ähnlichen Herausforderungen im Bereich der Netzstabilität zu kämpfen.
Die FPÖ argumentiert, dass das ElWG in seiner aktuellen Form die Strompreise nicht senken wird. Die Kosten für den Netzausbau und die steuerlichen Belastungen würden letztlich die Verbraucher tragen. Die Partei fordert eine umfassende Reform, die alle Kostenbestandteile der Stromrechnung berücksichtigt. Ein Beispiel für die Auswirkungen auf die Bürger ist die Erhöhung der Netzkosten, die bis 2040 als größter Kostentreiber prognostiziert wird.
Der steuerliche Anteil an der Stromrechnung in Österreich beträgt derzeit rund ein Drittel. Die Elektrizitätsabgabe ist 15-mal höher als das EU-Mindestmaß. Diese Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit einer Reform, um die Stromkosten für die Verbraucher zu senken. Die FPÖ schlägt vor, die CO2-Steuer und den Zertifikathandel abzuschaffen, um die Kosten zu reduzieren.
Die FPÖ sieht die Notwendigkeit eines Systemwechsels in der Energiepolitik. Der Fokus sollte auf einer sicheren, leistbaren und vernünftigen Energieversorgung liegen. Die Partei fordert eine Überarbeitung der Klimaziele und des Nationalen Energie- und Klimaplans, um realistische und erreichbare Ziele zu setzen. Langfristig sollte die Energiepolitik auf die Interessen der Bevölkerung ausgerichtet sein und eine stabile Versorgung zu fairen Preisen gewährleisten.
Die FPÖ hat deutlich gemacht, dass sie bereit ist, an einer Lösung mitzuwirken, die zu einer realen Entlastung der Bürger führt. Die Partei fordert eine Politik, die nicht nur auf symbolische Maßnahmen setzt, sondern echte Verbesserungen bringt. Die kommenden Verhandlungen über das ElWG bieten die Gelegenheit, die Weichen für eine nachhaltige und bürgerfreundliche Energiepolitik zu stellen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Webseite.