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FPÖ fordert Rechtssicherheit für Kleinbetriebe

Petitionsrecht soll gestärkt und bürokratische Hürden abgebaut werden

18. Februar 2026 um 19:31
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Der Fall des Buschenschanks "Dreh und Drink" in Floridsdorf zeigt laut FPÖ den dringenden Reformbedarf bei den rechtlichen Rahmenbedingungen.

Die Wiener FPÖ macht sich für eine Stärkung des Petitionsrechts und mehr Rechtssicherheit für kleine Unternehmen stark. Der FPÖ-Landtagsabgeordnete Thomas Kreutzinger, Mitglied des Petitionsausschusses im Wiener Gemeinderat, nutzte seine Rede im Rathaus, um auf die wichtige Rolle des Ausschusses als Bindeglied zwischen Bürgern und Politik hinzuweisen.

Petitionsausschuss als demokratische Anlaufstelle

"Gerade bei Themen wie Stadtentwicklung, Verkehr oder wirtschaftlichen Auswirkungen zeigt sich, wie stark politische Entscheidungen in den Alltag der Menschen eingreifen. Der Ausschuss ist oft die erste demokratische Anlaufstelle für Betroffene", erklärte Kreutzinger in seiner Stellungnahme. Der Politiker betonte dabei die Bedeutung des direkten Kontakts zwischen Bevölkerung und politischen Entscheidungsträgern.

Besonders kritisch äußerte sich Kreutzinger zur Ablehnung eines freiheitlichen Antrags, der das Petitionsrecht auf Unternehmen im Eigentum der Stadt Wien ausweiten sollte. Diese Erweiterung hätte Bürgern und Gewerbetreibenden zusätzliche Möglichkeiten eröffnet, ihre Anliegen formal einzubringen und Gehör zu finden.

Fall "Dreh und Drink" als Beispiel für rechtliche Probleme

Als konkretes Beispiel für die bestehenden rechtlichen Herausforderungen führte Kreutzinger den Fall des Buschenschanks "Dreh und Drink" in Floridsdorf an. Der Betreiber dieses lokalen Betriebs hatte für seine Gäste eine kleine Infrastruktur errichtet, erhielt jedoch einen Abbruchbescheid von den Behörden.

"Es kann nicht sein, dass engagierte Kleinunternehmer um ihre Existenz fürchten müssen, nur weil rechtliche Rahmenbedingungen fehlen", kritisierte Kreutzinger die aktuelle Situation. Der Fall zeige exemplarisch auf, wie kleine Gewerbetreibende durch unklare oder fehlende Rechtsgrundlagen in ihrer Geschäftstätigkeit behindert werden.

Konkrete Forderungen der FPÖ

Die FPÖ Wien fordert als Konsequenz aus solchen Fällen umfassende gesetzliche Anpassungen. Kleine Betriebe sollen eine klare Rechtsgrundlage für notwendige betriebliche Einrichtungen erhalten. Dazu gehören insbesondere:

  • Küchenbereiche für gastronomische Betriebe
  • Lager- und Abstellflächen
  • Sanitäranlagen für Gäste und Mitarbeiter
  • Weitere betriebsnotwendige Infrastruktur

"Wir brauchen praktikable Regeln statt bürokratischer Hürden – für Planungssicherheit, für Unternehmer und für die Wienerinnen und Wiener", fasste Kreutzinger die Position seiner Partei zusammen.

Wirtschaftliche Bedeutung kleiner Betriebe

Kleine und mittlere Unternehmen bilden das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft und sind besonders in der Gastronomie und im Tourismus von großer Bedeutung. Buschenschänke wie "Dreh und Drink" tragen nicht nur zur lokalen Wirtschaft bei, sondern sind auch wichtige soziale Treffpunkte in den Wiener Bezirken.

Die rechtliche Unsicherheit, mit der sich viele Kleinbetreiber konfrontiert sehen, kann zu erheblichen wirtschaftlichen Problemen führen. Investitionen werden zurückgestellt, Erweiterungen nicht gewagt, und im schlimmsten Fall droht die Geschäftsaufgabe.

Petitionsrecht als demokratisches Instrument

Das Petitionsrecht stellt ein wichtiges demokratisches Instrument dar, das es Bürgern ermöglicht, sich direkt an die Politik zu wenden. In Wien können Bürger Petitionen zu verschiedenen kommunalpolitischen Themen einreichen, die dann im entsprechenden Ausschuss behandelt werden.

Die von der FPÖ geforderte Ausweitung auf städtische Unternehmen würde dieses Recht stärken und Bürgern mehr Möglichkeiten geben, auf die Geschäftspraktiken von Unternehmen im Eigentum der Stadt Wien Einfluss zu nehmen.

Herausforderungen für die Stadtpolitik

Die Wiener Stadtpolitik steht vor der Herausforderung, ein Gleichgewicht zwischen notwendigen Regelungen und unternehmerischer Flexibilität zu finden. Einerseits müssen Sicherheits- und Umweltstandards eingehalten werden, andererseits dürfen kleine Betriebe nicht durch übermäßige Bürokratie behindert werden.

Der Fall "Dreh und Drink" zeigt, dass hier Handlungsbedarf besteht. Eine klare und verständliche Rechtslage würde sowohl den Unternehmern als auch den Behörden helfen, schneller zu tragfähigen Lösungen zu kommen.

Ausblick und politische Reaktionen

Es bleibt abzuwarten, wie die anderen Parteien im Wiener Gemeinderat auf die Forderungen der FPÖ reagieren werden. Die Stärkung des Petitionsrechts und die Schaffung von mehr Rechtssicherheit für kleine Betriebe könnten durchaus parteiübergreifende Unterstützung finden.

Für Kleinunternehmer wie den Betreiber von "Dreh und Drink" wäre eine rasche Klärung der rechtlichen Situation von großer Bedeutung. Die Petition zum Erhalt des Buschenschanks zeigt, dass auch die Bürger bereit sind, sich für den Erhalt beliebter lokaler Betriebe einzusetzen.

Die Debatte um Rechtssicherheit für Kleinbetriebe dürfte in den kommenden Monaten ein wichtiges Thema in der Wiener Kommunalpolitik bleiben. Die Erfahrungen aus dem Fall "Dreh und Drink" könnten dabei als Referenzfall für zukünftige Entscheidungen dienen.

Schlagworte

#FPÖ#Petitionsrecht#Kleinbetriebe#Rechtssicherheit#Wien#Floridsdorf#Buschenschank#Kreutzinger#KMU#Bürokratie

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