Am 26. November 2025 bekräftigte die FPÖ in einer Pressekonferenz in Wien ihre klare Haltung zu den bevorstehenden Verhandlungen rund um das Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG). Die Freiheitlichen, vertreten durch Generalsekretär Christian Hafenecker, betonten ihre Bereitschaft zu ernsthaften und
Am 26. November 2025 bekräftigte die FPÖ in einer Pressekonferenz in Wien ihre klare Haltung zu den bevorstehenden Verhandlungen rund um das Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG). Die Freiheitlichen, vertreten durch Generalsekretär Christian Hafenecker, betonten ihre Bereitschaft zu ernsthaften und substanzorientierten Gesprächen, lehnten jedoch symbolpolitische Ablenkungsmanöver ab. Im Mittelpunkt steht das Ziel, eine spürbare Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger in Österreich zu erreichen.
Hafenecker machte deutlich, dass die gesamte Stromrechnung sinken müsse, nicht nur der Energiepreis. Auch die Netzkosten und die steuerlichen Bestandteile sollten reduziert werden, um eine nachhaltige und messbare Entlastung zu gewährleisten. Die FPÖ fordert Maßnahmen, die in der Realität wirken und nicht bei technischen Detailkorrekturen stehenbleiben.
Das ElWG setzt eine EU-Richtlinie um, die grundsätzlich sinnvoll ist. Dennoch führt das Gesetz in seiner jetzigen Fassung nicht automatisch zu niedrigeren Strompreisen. Die FPÖ argumentiert, dass eine Entlastung nur dann funktioniert, wenn Energiepreis, Netzkosten sowie Steuern und Abgaben gemeinsam betrachtet und angepasst werden. Besonders die Netzkosten, die bis 2040 zum stärksten Kostentreiber werden dürften, und der steuerliche Anteil, der derzeit rund ein Drittel der Stromrechnung ausmacht, stehen im Fokus.
Ein Blick zu unseren Nachbarn zeigt, dass die Diskussion um Strompreise auch in Deutschland und der Schweiz geführt wird. In Deutschland sind die Strompreise aufgrund der Energiewende und der hohen EEG-Umlage ein Dauerthema. In der Schweiz hingegen wird der Strompreis stark durch die Wasserkraft geprägt, was in der Regel zu stabileren Preisen führt. Österreich könnte von beiden Ländern lernen, insbesondere wenn es um die Balance zwischen erneuerbaren Energien und Kosten für die Endverbraucher geht.
Die Diskussion um das ElWG und die Strompreise betrifft direkt die österreichischen Haushalte und Unternehmen. Eine Senkung der Stromkosten könnte die finanzielle Belastung vieler Familien erheblich reduzieren. Ein Beispiel: Eine durchschnittliche österreichische Familie könnte durch eine Reduzierung der Stromkosten um 10% jährlich mehrere hundert Euro sparen. Für Unternehmen, insbesondere im energieintensiven Bereich, könnte dies auch einen Wettbewerbsvorteil darstellen.
Aktuell setzt sich die Stromrechnung in Österreich aus verschiedenen Komponenten zusammen: dem reinen Energiepreis, den Netzkosten und den Steuern und Abgaben. Die Netzkosten machen einen erheblichen Teil aus und könnten bis 2040 weiter steigen, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die FPÖ sieht hier dringenden Handlungsbedarf, um die Kostenentwicklung in den Griff zu bekommen.
Die FPÖ fordert einen Systemwechsel in der Energiepolitik. Dabei sollen die drei Hauptkostentreiber - Energiekosten, Netzgebühren sowie Steuern und Abgaben - gezielt angegangen werden. Die Partei schlägt vor, die CO2-Steuer und den Zertifikathandel zu überdenken, um die Kosten zu senken. Zudem sollten die Ziele der Klimaneutralität realistisch angepasst werden, um die Netzkosten nicht weiter in die Höhe zu treiben.
Die FPÖ steht bereit, konstruktiv an einer Lösung zu arbeiten, die eine echte Senkung der Stromrechnung ermöglicht. Die Partei fordert die Regierung auf, ebenfalls Experten zu benennen, um gemeinsam faktenbasierte und transparente Maßnahmen zu erarbeiten. Die Strompreise müssen spürbar sinken, damit die Entlastung nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Realität ankommt.