In der aktuellen ORF-Pressestunde sorgten Aussagen über Ungarn für heftige Reaktionen seitens der FPÖ. Der Generalsekretär der Freiheitlichen Partei, Christian Hafenecker, zeigte sich entsetzt über die vermeintlich herablassende Rhetorik gegenüber dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán.ORF
In der aktuellen ORF-Pressestunde sorgten Aussagen über Ungarn für heftige Reaktionen seitens der FPÖ. Der Generalsekretär der Freiheitlichen Partei, Christian Hafenecker, zeigte sich entsetzt über die vermeintlich herablassende Rhetorik gegenüber dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán.
Während der Pressestunde wurde Ungarn als 'schwieriger Kandidat' bezeichnet, was Hafenecker als 'skandalöse Grenzüberschreitung' verurteilte. Er kritisierte, dass diese Aussagen im öffentlich-rechtlichen ORF, der durch die Haushaltsabgabe finanziert wird, gefallen sind.
ÖVP-Ministerin Susanne Plakolm geriet ebenfalls ins Visier der Kritik, als sie von 'Problemkindern' in der EU sprach. Hafenecker warf ihr vor, damit die Beziehungen zu Ungarn zu belasten und forderte, dass der ORF-Stiftungsrat sich mit der Angelegenheit befassen solle.
Die Diskussion drehte sich auch um das Einstimmigkeitsprinzip bei EU-Sanktionen gegen Russland. Es wurde spekuliert, dass Ungarn, vertreten durch Orbán, seine Vetomacht nutzen könnte, um Sanktionen zu blockieren.
Hafenecker kritisierte die EU-Politik scharf und stellte sich gegen die seiner Meinung nach zentralistische und bevormundende Haltung der EU. Er betonte, dass die FPÖ an der Seite der Bevölkerung stehe und nicht Teil des 'bedingungslosen EU-Anbetungsvereins' sei.
Der ungarische Ministerpräsident Orbán wurde von Hafenecker als Vorbild dargestellt, der die Interessen seiner Bevölkerung schützt und gegen illegale Einwanderung kämpft.
Die FPÖ sieht sich als einzige Partei, die die Interessen der österreichischen Bürger ernst nimmt und sich gegen die aktuelle EU-Politik stellt. Die Debatte um Ungarn zeigt einmal mehr die Spannungen innerhalb der EU und die unterschiedlichen Sichtweisen auf die Rolle der Mitgliedstaaten.