Am 13. November 2025 fand an der TU Wien der 18. IFM Kongress statt, ein Event, das die aktuellen Herausforderungen und Chancen im Bereich Immobilien und Nachhaltigkeit beleuchtete. In einer Zeit, in der Österreich mit einem anhaltenden Fachkräftemangel und steigenden Anforderungen an die CO2-Einspa
Am 13. November 2025 fand an der TU Wien der 18. IFM Kongress statt, ein Event, das die aktuellen Herausforderungen und Chancen im Bereich Immobilien und Nachhaltigkeit beleuchtete. In einer Zeit, in der Österreich mit einem anhaltenden Fachkräftemangel und steigenden Anforderungen an die CO2-Einsparungen konfrontiert ist, wurde auf dem Kongress deutlich, dass innovative Lösungen und internationale Zusammenarbeit unerlässlich sind.
Marco Porak, Generaldirektor von IBM Österreich, betonte die Notwendigkeit, Arbeitsumgebungen zu schaffen, die mehr als nur physische Orte sind. Büros müssen zu Zentren der Energie, des Austauschs und der Inspiration werden. Diese Transformation zeigt sich in einer geringeren Fluktuation der Mitarbeiter und einer optimierten Nutzung der Büroflächen, was wiederum zu Kosteneinsparungen führt. In Wien, wo der Immobilienmarkt besonders umkämpft ist, sind solche Maßnahmen von entscheidender Bedeutung.
Burghauptmann Reinhold Sahl demonstrierte, wie gesetzliche Anforderungen effizient umgesetzt werden können. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Zusammenarbeit mit der TU Wien und der Stanford University wird der Ressourceneinsatz optimiert. Diese Technologie ermöglicht es, nicht nur Kosten zu senken, sondern auch die Nachhaltigkeit der Immobilien zu steigern.
Dennis Pietzka von PwC prognostizierte, dass ESG (Environmental, Social, and Governance) weiterhin eine zentrale Rolle im Immobilienwesen spielen wird. Trotz eines aktuellen „Stop-the-clock“-Ansatzes, um den Aufwand zu reduzieren, müssen Unternehmen quantitative Kennwerte auf Basis ihrer Betriebsdaten berichten. Dies stellt insbesondere für österreichische Unternehmen eine Herausforderung dar, die sich in einem zunehmend globalisierten Markt behaupten müssen.
Mit der Zunahme von Angriffen auf kritische Infrastrukturen wird die Erweiterung der Sicherheitsniveaus von Netz- und Informationssystemen (NIS 2) um Gebäudeaspekte immer wichtiger. Ein effektives Business Continuity Management ist unerlässlich, um den Betrieb auch im Krisenfall aufrechtzuerhalten. Dies betrifft nicht nur die IT-Infrastruktur, sondern auch die physischen Gebäude, die in Österreich oft als historische Denkmäler einen besonderen Schutz genießen.
Der IFM-Kongress markierte den Auftakt für die Winter School der TU Wien in Zusammenarbeit mit dem IIT-Bombay. Diese Initiative unterstreicht die Bedeutung internationaler Kooperationen im Bereich Immobilien und Nachhaltigkeit. Prof. Redlein von der TU Wien betonte, dass durch den Austausch von Wissen und Expertise nicht nur in Europa und den USA, sondern auch in Asien, bedeutende Fortschritte erzielt werden können.
Österreich hat eine lange Tradition im Bereich des nachhaltigen Bauens und der Energieeffizienz. Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz, die ebenfalls Vorreiter in diesen Bereichen sind, hat Österreich einige einzigartige Ansätze entwickelt, die auf den spezifischen klimatischen und kulturellen Bedingungen des Landes basieren. Während Deutschland verstärkt auf erneuerbare Energien setzt und die Schweiz mit innovativen Gebäudetechnologien punktet, kombiniert Österreich diese Ansätze mit einem starken Fokus auf soziale Nachhaltigkeit.
Die Maßnahmen zur Optimierung der Arbeitswelten und zur Einhaltung der ESG-Kriterien haben direkte Auswirkungen auf die Bürger. Beispielsweise führen energieeffiziente Gebäude nicht nur zu geringeren Betriebskosten, sondern auch zu einem besseren Raumklima, was die Lebensqualität der Bewohner steigert. In Städten wie Wien, wo der Wohnraum knapp und teuer ist, sind solche Verbesserungen von großer Bedeutung.
Die Zukunft des Immobilienwesens in Österreich wird stark von der Digitalisierung und der internationalen Zusammenarbeit geprägt sein. Die Integration von KI und anderen Technologien wird es ermöglichen, Gebäude effizienter zu nutzen und gleichzeitig die Umweltbelastung zu reduzieren. Die Herausforderungen des Fachkräftemangels könnten durch gezielte Bildungsinitiativen und die Förderung von Innovationen bewältigt werden. Der IFM-Kongress hat gezeigt, dass Österreich gut aufgestellt ist, um in diesen Bereichen eine führende Rolle zu spielen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der 18. IFM Kongress an der TU Wien nicht nur die aktuellen Herausforderungen im Immobiliensektor beleuchtet hat, sondern auch Wege aufgezeigt hat, wie Österreich diese meistern kann. Die Kombination aus technologischen Innovationen, internationalen Kooperationen und einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit bietet eine vielversprechende Perspektive für die Zukunft.
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