Am 18. November 2025 erinnert die Österreichische Tierärztekammer an die drängende globale Bedrohung durch Antibiotikaresistenzen. Diese Problematik betrifft nicht nur Österreich, sondern ist ein weltweites Anliegen, das dringender denn je entschlossenes Handeln erfordert. Die Bedeutung dieses Thema
Am 18. November 2025 erinnert die Österreichische Tierärztekammer an die drängende globale Bedrohung durch Antibiotikaresistenzen. Diese Problematik betrifft nicht nur Österreich, sondern ist ein weltweites Anliegen, das dringender denn je entschlossenes Handeln erfordert. Die Bedeutung dieses Themas wird durch den Europäischen Antibiotikatag unterstrichen, der jährlich auf die Risiken und Herausforderungen im Umgang mit Antibiotika aufmerksam macht.
Antibiotikaresistenzen entstehen, wenn Bakterien sich so verändern, dass sie den Wirkungen von Antibiotika widerstehen können. Dies geschieht häufig durch den unsachgemäßen oder übermäßigen Einsatz antimikrobieller Substanzen. In Österreich wird seit Jahren daran gearbeitet, den Einsatz von Antibiotika im Tierbereich verantwortungsvoll zu minimieren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt seit Langem, dass jeder unnötige Antibiotikaeinsatz das Risiko erhöht, resistente Keime zu entwickeln.
Die Geschichte der Antibiotikaresistenzen reicht zurück bis zur Entdeckung des Penicillins in den 1920er Jahren. Seitdem hat der Missbrauch und die Übernutzung von Antibiotika in der Human- und Tiermedizin zu einem Anstieg resistenter Bakterienstämme geführt. In Österreich haben strenge gesetzliche Vorgaben und ein verpflichtendes Antibiotikamonitoring im Veterinärbereich dazu beigetragen, den Verbrauch zu senken. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Wirksamkeit von Antibiotika zu erhalten.
Österreich steht im Vergleich zu seinen Nachbarn, Deutschland und der Schweiz, gut da, was die Reduktion des Antibiotikaeinsatzes im Tierbereich betrifft. In Deutschland gibt es ähnliche gesetzliche Regelungen, während die Schweiz ebenfalls strenge Kontrollen eingeführt hat. Diese länderübergreifende Zusammenarbeit ist essenziell, um die Verbreitung resistenter Keime einzudämmen.
Die Auswirkungen von Antibiotikaresistenzen sind weitreichend. Sie betreffen nicht nur die Gesundheit der Menschen, sondern auch die Wirtschaft und das Gesundheitssystem. In Österreich könnten steigende Gesundheitskosten und eine erhöhte Sterblichkeitsrate die Folge sein, wenn keine effektiven Maßnahmen ergriffen werden. Ein Beispiel ist die Zunahme von Krankenhausinfektionen durch resistente Keime, die schwer zu behandeln sind und oft zu längeren Krankenhausaufenthalten führen.
Statistiken zeigen, dass der Verbrauch von Antibiotika im Nutztierbereich in Österreich in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken ist. Dies ist ein Ergebnis der intensiven Aufklärungsarbeit und der engen Zusammenarbeit mit Landwirten und Tierhaltern. Die Österreichische Tierärztekammer berichtet, dass der Verbrauch von Antibiotika bei Nutztieren um etwa 20% in den letzten fünf Jahren zurückgegangen ist.
Die Zukunft der Antibiotikapolitik in Österreich liegt im One Health-Prinzip, das die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt als untrennbar miteinander verbunden betrachtet. Dieses Prinzip erfordert eine umfassende Zusammenarbeit aller Sektoren, um die Bedrohung durch Antibiotikaresistenzen effektiv zu bekämpfen. Experten prognostizieren, dass ein integrativer Ansatz notwendig ist, um die Wirksamkeit von Antibiotika für zukünftige Generationen zu sichern.
Der Europäische Antibiotikatag 2025 verdeutlicht die Dringlichkeit, mit der das Thema Antibiotikaresistenzen angegangen werden muss. Österreich hat bereits wichtige Schritte unternommen, doch der Weg zu einer nachhaltigen Lösung erfordert kontinuierliche Anstrengungen und internationale Zusammenarbeit. Jeder Einzelne kann durch bewussten Umgang mit Antibiotika einen Beitrag leisten. Bleiben Sie informiert und unterstützen Sie Initiativen, die sich für die Gesundheit von Mensch und Tier einsetzen.