Am 12. Dezember 2025 wurden in Wien die ersten Ergebnisse des Joint Danube Survey 5 (JDS 5) veröffentlicht, die eine signifikante Verbesserung der mikrobiologischen Wasserqualität der Donau aufzeigen. Diese Nachricht ist nicht nur ein Meilenstein für die Umweltpolitik in Österreich, sondern auch ein
Am 12. Dezember 2025 wurden in Wien die ersten Ergebnisse des Joint Danube Survey 5 (JDS 5) veröffentlicht, die eine signifikante Verbesserung der mikrobiologischen Wasserqualität der Donau aufzeigen. Diese Nachricht ist nicht nur ein Meilenstein für die Umweltpolitik in Österreich, sondern auch ein bedeutender Fortschritt für alle Anrainerstaaten der Donau. Die Untersuchung, die im Juli begann, umfasste 108 Messstellen entlang der Donau und wurde von der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (IKSD) koordiniert.
Der Joint Danube Survey ist das weltweit größte Untersuchungsprogramm für einen großen Fluss. Seit seiner ersten Durchführung im Jahr 2001 dient es als wichtige Grundlage für die Gewässerbewirtschaftung im Donauraum. Die fünfte Auflage, JDS 5, ist ein umfassendes Programm, das chemische, biologische und mikrobiologische Parameter untersucht. Diese umfassen Nährstoffe, Schadstoffe, Schwermetalle, sowie moderne Parameter wie Mikroplastik und eDNA. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen fließen in den Donau-Bewirtschaftungsplan 2027 ein.
Die Donau war in der Vergangenheit oft von Verschmutzungen betroffen, die durch industrielle Abwässer und unzureichende Abwasserbehandlung verursacht wurden. In den letzten 25 Jahren hat sich jedoch viel verändert. Durch internationale Kooperationen und Investitionen in die Abwasserinfrastruktur konnten die mikrobiologischen Belastungen um 86 Prozent reduziert werden. Diese Entwicklung zeigt, wie wichtig grenzüberschreitende Zusammenarbeit und nachhaltige Umweltpolitik sind.
Im Vergleich zu anderen europäischen Flüssen steht die Donau heute sehr gut da. In Österreich sind die Werte dank moderner Kläranlagen stabil niedrig. In Deutschland und der Schweiz gibt es ähnliche Programme zur Überwachung der Wasserqualität, die ebenfalls positive Ergebnisse zeigen. In osteuropäischen Ländern, die früher stark verschmutzt waren, sind ebenfalls deutliche Verbesserungen zu verzeichnen.
Für die Anwohner entlang der Donau bedeutet die verbesserte Wasserqualität eine höhere Lebensqualität. Sauberes Wasser ist nicht nur für die Umwelt wichtig, sondern auch für die Gesundheit der Menschen. Die Reduzierung von fäkalen Belastungen und pathogenen Indikatoren verringert das Risiko von wasserbedingten Krankheiten. Zudem profitieren auch die lokalen Ökosysteme, was wiederum positive Auswirkungen auf die Fischerei und den Tourismus hat.
Die Studie zeigt, dass die mikrobiologische Belastung in den letzten 25 Jahren um 86 Prozent gesunken ist. Diese beeindruckende Zahl verdeutlicht den Erfolg der getroffenen Maßnahmen. Insgesamt wurden 68 Messtellen für mikrobiologische Parameter untersucht, was eine detaillierte Langzeitbeobachtung ermöglicht.
Die Ergebnisse des JDS 5 sind vielversprechend, doch die Arbeit ist noch nicht abgeschlossen. Weitere Untersuchungen zu chemischen Belastungen, hydromorphologischen Bedingungen und Mikroplastik sind geplant. Diese werden im Jahr 2026 vorliegen und in den technischen Endbericht des JDS 5 einfließen, der Anfang 2027 veröffentlicht wird. Die kontinuierliche Überwachung und Verbesserung der Wasserqualität bleibt eine zentrale Aufgabe für die Zukunft.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Donau heute besser dasteht als je zuvor. Die internationalen Bemühungen zum Schutz dieses wichtigen Flusses sind ein Vorbild für andere Regionen. Es bleibt jedoch wichtig, wachsam zu bleiben und weiterhin in die Gewässerinfrastruktur zu investieren, um die erreichten Erfolge zu sichern und auszubauen.
Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Seite des Joint Danube Survey 5.