Am 23. Januar 2026 kündigte die Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner eine bedeutende Entwicklung im österreichischen Energiemarkt an. Die EVN AG, eines der führenden Energieunternehmen des Landes, plant eine Senkung der Strompreise auf durchschnittlich 10 Cent pro Kilowattstunde ab April 2026
Am 23. Januar 2026 kündigte die Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner eine bedeutende Entwicklung im österreichischen Energiemarkt an. Die EVN AG, eines der führenden Energieunternehmen des Landes, plant eine Senkung der Strompreise auf durchschnittlich 10 Cent pro Kilowattstunde ab April 2026. Diese Entscheidung folgt der Ankündigung der Verbund AG, die bereits vor zwei Wochen ähnliche Schritte eingeleitet hatte. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Plans, der auf das im Billigstromgesetz verankerte Ziel der sozialen Verantwortung der Energieunternehmen abzielt.
Die Senkung der Strompreise ist ein direktes Ergebnis des Billigstromgesetzes, das die österreichische Regierung eingeführt hat, um die Energiekosten für Verbraucher zu senken. Dieses Gesetz verpflichtet Energieunternehmen, ihre Tarife so anzupassen, dass sie für die breite Bevölkerung erschwinglich bleiben. Die jüngste Ankündigung der EVN zeigt, dass dieses Gesetz Wirkung zeigt und die Unternehmen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
Das Billigstromgesetz ist eine gesetzliche Regelung, die darauf abzielt, die Energiepreise in Österreich zu senken. Es verpflichtet Energieunternehmen, ihre Tarife so zu gestalten, dass sie für alle Verbraucher erschwinglich sind. Das Gesetz umfasst auch verschiedene Entlastungsmaßnahmen, wie die Senkung der Elektrizitätsabgabe und des Ökostrombeitrags, um die finanzielle Belastung der Haushalte weiter zu reduzieren.
In den letzten Jahrzehnten haben sich die Energiepreise in Österreich stetig verändert. In den 1990er Jahren war der Energiemarkt stark reguliert, und die Preise waren im Vergleich zu heute relativ stabil. Mit der Liberalisierung des Energiemarktes in den frühen 2000er Jahren begann jedoch eine Phase der Preisschwankungen. Die Einführung erneuerbarer Energien und der Ausbau der Infrastruktur führten zu einem Anstieg der Kosten, der letztendlich an die Verbraucher weitergegeben wurde.
Seit 2020 hat die österreichische Regierung jedoch verstärkt Maßnahmen ergriffen, um die Energiepreise zu stabilisieren und zu senken. Das Billigstromgesetz ist ein Ergebnis dieser Bemühungen und zeigt nun erste Erfolge.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz ist Österreich mit seiner aktuellen Preissenkung Vorreiter in der Region. Während in Deutschland die Energiepreise aufgrund der Energiewende und der damit verbundenen Kosten für erneuerbare Energien hoch bleiben, hat Österreich mit seiner gezielten Gesetzgebung einen Weg gefunden, die Preise zu senken. Die Schweiz hingegen hat aufgrund ihrer geografischen Lage und ihrer Abhängigkeit von Wasserkraft relativ stabile Energiepreise.
Die Senkung der Strompreise hat direkte Auswirkungen auf die österreichischen Haushalte. Ein durchschnittlicher Haushalt kann durch die neuen Tarife der EVN Einsparungen von mehreren hundert Euro pro Jahr erwarten. Diese Entlastung ist besonders für einkommensschwache Familien von Bedeutung, die einen größeren Anteil ihres Budgets für Energiekosten aufwenden müssen.
Darüber hinaus profitieren auch Unternehmen von den gesenkten Preisen. Besonders energieintensive Industrien können durch die reduzierten Kosten ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und Investitionen in neue Technologien und Arbeitsplätze tätigen.
Die Entscheidung der EVN, den Strompreis auf 10 Cent pro Kilowattstunde zu senken, betrifft Millionen von Haushalten und Unternehmen in Österreich. Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus wird erwartet, dass diese Maßnahme die jährlichen Energiekosten um bis zu 15 % reduziert. Darüber hinaus stehen 2026 insgesamt 70 Millionen Euro über die EAG-Investitionszuschüsse für erneuerbare Energieprojekte zur Verfügung, was die langfristige Nachhaltigkeit der Energieversorgung sicherstellt.
Die jüngsten Entwicklungen im österreichischen Energiemarkt deuten darauf hin, dass die Regierung und die Energieunternehmen weiterhin bestrebt sind, die Kosten für Verbraucher zu senken. Langfristig wird erwartet, dass die Investitionen in erneuerbare Energien und die Verbesserung der Infrastruktur dazu beitragen werden, die Energiepreise stabil zu halten und gleichzeitig die Umweltbelastung zu reduzieren.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die internationalen Energiemärkte entwickeln werden, aber Österreich hat mit seinen aktuellen Maßnahmen einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen und erschwinglichen Energiezukunft gemacht.
Die Senkung der Strompreise durch die EVN ist ein bedeutender Schritt zur Entlastung der österreichischen Haushalte und Unternehmen. Durch das Zusammenspiel von politischem Rahmen und unternehmerischer Verantwortung werden faire Preise und spürbare Entlastung möglich. Die Zukunft des Energiemarktes in Österreich sieht vielversprechend aus, und die aktuellen Maßnahmen könnten als Vorbild für andere Länder dienen.
Für weiterführende Informationen zur Entwicklung der Energiepreise in Österreich und den damit verbundenen politischen Maßnahmen besuchen Sie bitte die offizielle Pressemitteilung.