Die österreichische Energiebranche schlägt Alarm: Seit über einem Jahr wartet die Energiewirtschaft auf entscheidende gesetzliche Grundlagen, die den dringend benötigten Ausbau der Stromerzeugungsanlagen und Netzinfrastruktur ermöglichen sollen. Die neue Bundesregierung steht nun unter Druck, das El
Die österreichische Energiebranche schlägt Alarm: Seit über einem Jahr wartet die Energiewirtschaft auf entscheidende gesetzliche Grundlagen, die den dringend benötigten Ausbau der Stromerzeugungsanlagen und Netzinfrastruktur ermöglichen sollen. Die neue Bundesregierung steht nun unter Druck, das Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) noch vor dem Sommer zu beschließen und das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) auf den Weg zu bringen.
Michael Strugl, Präsident von Oesterreichs Energie, betont die Dringlichkeit: „Wir stecken mitten im größten Umbau des Energiesystems, den wir je erlebt haben. Jetzt kommt es darauf an, das Angebot durch mehr erneuerbare Erzeugung zu erhöhen, mehr Flexibilität durch den Bau von Speichern zu schaffen und die Netze auszubauen.“ Doch die Zeit drängt, denn ohne moderne Energierechte drohen ineffiziente Systeme und hohe Kosten für die Bevölkerung.
Benedikt Ennser, Sektionschef Energie im Wirtschaftsministerium, unterstreicht die Notwendigkeit einer schnellen Reform: „Das ElWG bringt klare Regeln für die Anforderungen unserer Zeit – mit Vorteilen für Kund:innen, Erzeuger, Versorger und Netzbetreiber.“ Die veralteten Gesetze von 2010 könnten Österreich teuer zu stehen kommen, wenn nicht bald gehandelt wird.
Die Opposition zeigt sich gesprächsbereit. Lukas Hammer von den Grünen betont die Wichtigkeit langfristiger Rahmenbedingungen, während Paul Hammerl von der FPÖ auf die Einhaltung wirtschaftlicher Prinzipien pocht. Joachim Schnabel von der ÖVP und Alois Schroll von der SPÖ signalisieren ebenfalls ihre Unterstützung, um das ElWG noch vor dem Sommer zu verabschieden.
Markus Hofer von den NEOS fordert eine Energiepolitik, die sowohl für Endkunden als auch für die Industrie verlässliche und günstige Energieversorgung sicherstellt.
Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, bringt es auf den Punkt: „Wir stehen im Energiebereich vor enormen Herausforderungen. Damit wir diese bewältigen können, brauchen wir rechtliche Klarheit.“ Die Branche fordert eine rasche Beschlussfassung der Gesetze, um die dringend nötigen Veränderungen umzusetzen.
Ob die Parlamentsparteien einen tragfähigen Kompromiss finden, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Die Zukunft der österreichischen Energieversorgung hängt von diesen Entscheidungen ab.