Die österreichische Hotellerie steht vor einer gewaltigen Herausforderung. Am 11. November 2025 kritisierte Walter Veit, Präsident der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV), dass die Regierung energieintensive Dienstleistungsunternehmen im Stich lässt, während sie Produktionsbetriebe mit 150 Milli
Die österreichische Hotellerie steht vor einer gewaltigen Herausforderung. Am 11. November 2025 kritisierte Walter Veit, Präsident der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV), dass die Regierung energieintensive Dienstleistungsunternehmen im Stich lässt, während sie Produktionsbetriebe mit 150 Millionen Euro entlastet. Diese Ungleichbehandlung bedroht den Tourismusstandort Österreich, der unter steigenden Energiekosten, Löhnen und Lebensmittelpreisen leidet.
Die Hotellerie ist eine der energieintensivsten Branchen im Dienstleistungssektor. Der Betrieb von Heizung, Warmwasser, Wäscherei, Küche und Wellnessanlagen erfordert eine hohe Grundlast an Energie. Trotz dieser Belastungen profitieren Hotels und Gastronomiebetriebe nicht von den Entlastungsmechanismen, die der Industrie zur Verfügung stehen. Walter Veit fordert, dass die Energiekosten für alle gesenkt werden müssen, um den Standort zu sichern.
Seit den 1970er Jahren ist die Energiepolitik ein zentrales Thema in Europa. Österreich hat sich frühzeitig für erneuerbare Energien eingesetzt, doch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bleibt ein Problem. In den letzten Jahren sind die Energiepreise in Österreich stärker gestiegen als im Rest des Euro-Raums, was die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes beeinträchtigt. Der aktuelle WIFO-Konjunkturbericht zeigt, dass die wirtschaftliche Stagnation mit den steigenden Energiepreisen zusammenhängt.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich ein ähnliches Bild. Beide Länder haben ebenfalls mit steigenden Energiepreisen zu kämpfen, jedoch wurden dort umfassendere Maßnahmen zur Entlastung der Dienstleistungssektoren ergriffen. In Deutschland profitieren auch Hotels von staatlichen Unterstützungen, während in der Schweiz spezielle Förderprogramme für energieintensive Branchen existieren.
Die steigenden Energiekosten haben direkte Auswirkungen auf die Bürger. Hotels müssen die erhöhten Betriebskosten oft an die Gäste weitergeben, was zu höheren Übernachtungspreisen führt. Dies könnte den Tourismus in Österreich unattraktiver machen, insbesondere für preisbewusste Reisende. Die ÖHV fordert daher nicht nur Entlastungen bei den Energiekosten, sondern auch einen Bürokratieabbau und eine Digitalisierungsoffensive, um Verfahren zu beschleunigen und Verwaltungskosten zu senken.
Der Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Österreich. Im letzten Jahr erwirtschaftete die Branche rund 30 Milliarden Euro und sicherte etwa 350.000 Arbeitsplätze. Die ÖHV, mit rund 1.700 Mitgliedern, ist die größte unabhängige Interessenvertretung der Branche. Diese Zahlen verdeutlichen die Bedeutung des Tourismus für die regionale Wertschöpfung und Beschäftigung, insbesondere in den entlegenen Tälern des Landes.
Die Zukunft des österreichischen Tourismus hängt maßgeblich von der Energiepolitik ab. Experten sind sich einig, dass eine nachhaltige und faire Energiepolitik notwendig ist, um die Wettbewerbsfähigkeit der Hotellerie zu erhalten. Die Regierung muss handeln, um die Branche zu unterstützen, denn der Tourismus ist nicht nur ein Wirtschaftszweig, sondern auch ein wichtiger Teil der österreichischen Identität und Kultur.
Die Forderungen der ÖHV nach einer Senkung der Energiekosten und einer fairen Behandlung des Tourismus sind berechtigt. Die Regierung muss Maßnahmen ergreifen, um die Hotellerie zu entlasten und den Standort Österreich zu sichern. Werden Sie aktiv und unterstützen Sie die Forderungen der ÖHV, um den Tourismus als wichtigen Wirtschaftsfaktor zu erhalten. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der ÖHV.