Die Energiepreise in Österreich sind in den letzten Jahren zu einem brisanten Thema geworden, und das Jahr 2025 bildet da keine Ausnahme. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht von EY Österreich zeigt alarmierende Trends, die viele Haushalte in Bedrängnis bringen. Fast neun von zehn Österreicher:inne
Die Energiepreise in Österreich sind in den letzten Jahren zu einem brisanten Thema geworden, und das Jahr 2025 bildet da keine Ausnahme. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht von EY Österreich zeigt alarmierende Trends, die viele Haushalte in Bedrängnis bringen. Fast neun von zehn Österreicher:innen sparen mittlerweile Energie, um die gestiegenen Kosten zu kompensieren.
Fast jede:r zweite Österreicher:in (46 %) hat 2025 eine höhere Stromrechnung erhalten als im Vorjahr. Diese Entwicklung ist besonders besorgniserregend, da 14 Prozent der Befragten von einer deutlichen Erhöhung um mindestens 31 Prozent sprechen, während drei Prozent sogar von einer Preissteigerung um mehr als 61 Prozent berichten. Diese Zahlen verdeutlichen die drastischen Veränderungen, die viele Haushalte betreffen.
Ein wesentlicher Faktor für die gestiegenen Stromkosten sind die Netzgebühren. Laut der Studie haben 57 Prozent der Österreicher:innen eine Erhöhung auf ihren Rechnungen entdeckt. Diese Gebühren sind ein fester Bestandteil der Stromrechnung und decken die Kosten für den Transport und die Verteilung von Elektrizität ab. Sie sind unabhängig vom eigentlichen Stromverbrauch und können daher besonders belastend sein.
Nicht nur die Strompreise, sondern auch die Gaspreise sind gestiegen. Etwa jede:r Zweite (49 %) gibt an, mehr für Gas-Netzgebühren ausgegeben zu haben als im Vorjahr. Die Rückkehr zu höheren Abgaben für Erdgas und die erhöhten CO2-Abgaben tragen entscheidend zu dieser Entwicklung bei.
Die Energiepreise sind seit jeher ein wichtiger Bestandteil der Lebenshaltungskosten. In den 1970er Jahren führten die Ölkrisen zu einem drastischen Anstieg der Energiekosten weltweit. Österreich war davon nicht ausgenommen, und die damaligen Entwicklungen haben die Energiepolitik des Landes nachhaltig beeinflusst. Die jüngsten Preissteigerungen erinnern an diese Zeiten und werfen die Frage auf, wie sich die Situation weiterentwickeln wird.
Für viele Österreicher:innen bedeuten die gestiegenen Energiekosten eine erhebliche finanzielle Belastung. Haushalte mit niedrigem Einkommen sind besonders betroffen, da sie einen größeren Anteil ihres Budgets für Energie aufwenden müssen. Diese Entwicklung könnte zu einer Verschärfung der sozialen Ungleichheit führen.
Ein Energieexperte erklärt: „Die steigenden Energiepreise sind ein globales Phänomen, das durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst wird, darunter geopolitische Spannungen, Rohstoffknappheit und der Übergang zu erneuerbaren Energien.“ Diese komplexe Gemengelage macht es schwierig, kurzfristige Lösungen zu finden.
Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass Österreich nicht allein mit diesen Herausforderungen konfrontiert ist. In Deutschland und der Schweiz sind die Energiepreise ebenfalls gestiegen, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. Die politischen Maßnahmen zur Abfederung der Kosten variieren stark, was zu unterschiedlichen Belastungen für die Verbraucher führt.
Wie geht es weiter? Die Energiepolitik wird in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle spielen. Investitionen in erneuerbare Energien könnten langfristig zu einer Stabilisierung der Preise führen. Kurzfristig sind jedoch keine Entlastungen in Sicht. Die Verbraucher müssen sich auf weitere Preissteigerungen einstellen.
Die vollständigen Studienergebnisse des EY Energiebarometers 2025 stehen hier zum Download zur Verfügung.