In einer Welt, die immer vernetzter erscheint, wächst ein stilles, aber drängendes Problem: die Einsamkeit unter jungen Menschen. Am 31. Oktober 2025 strahlt der ORF eine aufrüttelnde Reportage mit dem Titel „Jung, erfolgreich, einsam. Leben zwischen Likes und Leere“ aus, die dieses Phänomen beleuch
In einer Welt, die immer vernetzter erscheint, wächst ein stilles, aber drängendes Problem: die Einsamkeit unter jungen Menschen. Am 31. Oktober 2025 strahlt der ORF eine aufrüttelnde Reportage mit dem Titel „Jung, erfolgreich, einsam. Leben zwischen Likes und Leere“ aus, die dieses Phänomen beleuchtet. Die Reportage zeigt, wie sich junge Erwachsene in einer digitalisierten Gesellschaft zunehmend isoliert fühlen und welche Auswirkungen dies auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden hat.
Die OECD-Studie, auf die sich die Reportage stützt, zeichnet ein alarmierendes Bild: Einsamkeit ist nicht mehr nur ein Problem der älteren Generation. Eine EU-weite Jugendstudie der Bertelsmann Stiftung ergab, dass 57 Prozent der 18- bis 35-Jährigen regelmäßig Einsamkeit empfinden. Diese Zahlen sind nicht nur Statistiken; sie sind ein Spiegelbild der Realität, in der viele junge Menschen leben.
Einsamkeit wird oft missverstanden. Sie ist mehr als nur das physische Alleinsein. Psychologen definieren sie als das Gefühl, dass die eigenen sozialen Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Diese Diskrepanz zwischen gewünschten und tatsächlichen sozialen Interaktionen kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen und Angststörungen.
Die digitale Welt suggeriert ständige Verbundenheit. Doch der Widerspruch zwischen „ständig online und doch allein“ wird für viele junge Menschen zur Lebensrealität. Soziale Netzwerke, die einst als Brücke zwischen Menschen dienten, können das Gefühl der Isolation sogar verstärken. Die ständige Vergleichbarkeit mit anderen und der Druck, ein perfektes Leben darzustellen, tragen dazu bei, dass sich viele unzureichend und einsam fühlen.
Die ORF-Reportage nimmt uns mit auf eine Reise durch verschiedene Länder, um die globale Dimension des Problems zu zeigen. In Frankreich beispielsweise sind fast zwei Drittel der Jugendlichen von Einsamkeit betroffen. Doch das Land zeigt auch, wie Offenheit und Kommunikation helfen können, das Problem zu bekämpfen. Junge Menschen sprechen dort offener über ihre Gefühle und suchen aktiv nach Lösungen.
Einsamkeit ist nicht nur ein individuelles Problem, sondern eine gesellschaftliche Herausforderung. Die gesundheitlichen Risiken sind erheblich. Studien zeigen, dass Einsamkeit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychische Störungen erhöht. Diese gesundheitlichen Probleme belasten nicht nur die Betroffenen, sondern auch das Gesundheitssystem.
Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass Einsamkeit ein globales Phänomen ist. In den USA beispielsweise ist das Problem ebenfalls weit verbreitet. Dort wird es als „Loneliness Epidemic“ bezeichnet. Ähnliche Entwicklungen sind in Großbritannien zu beobachten, wo die Regierung bereits einen Minister für Einsamkeit ernannt hat, um das Problem anzugehen.
Die Reportage zeigt auch, dass es Hoffnung gibt. In Frankreich werden soziale Medien genutzt, um Gemeinschaften zu bilden und Einsamkeit zu bekämpfen. In Japan helfen Mietservices, die soziale Interaktion zu fördern. Und in Schottland zeigt die bewusste Entscheidung für ein Leben in Abgeschiedenheit, dass es auch alternative Lebensmodelle gibt, die Erfüllung bringen können.
Die Zukunft ist ungewiss, aber es gibt Anzeichen dafür, dass das Bewusstsein für das Problem der Einsamkeit wächst. Initiativen, die soziale Interaktion fördern und das Stigma um Einsamkeit abbauen, könnten helfen, die Situation zu verbessern. Bildung und Aufklärung sind entscheidend, um junge Menschen zu ermutigen, offen über ihre Gefühle zu sprechen und Hilfe zu suchen.
Die ORF-Reportage ist ein wichtiger Beitrag zur Sensibilisierung für dieses Thema. Sie zeigt, dass Einsamkeit jeden betreffen kann und dass es in unserer vernetzten Welt mehr denn je notwendig ist, echte, zwischenmenschliche Beziehungen zu pflegen.