Am 10. Februar 2026 um 20.15 Uhr zeigt ORF 2 eine beeindruckende Dokumentation über Vietnams tropischen Süden. Diese Region, geprägt von üppiger Vegetation und einer reichen Tierwelt, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Der Vietnamkrieg hinterließ tiefe Narben, doch die Natur hat sich in beeind
Am 10. Februar 2026 um 20.15 Uhr zeigt ORF 2 eine beeindruckende Dokumentation über Vietnams tropischen Süden. Diese Region, geprägt von üppiger Vegetation und einer reichen Tierwelt, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Der Vietnamkrieg hinterließ tiefe Narben, doch die Natur hat sich in beeindruckender Weise regeneriert. Die Dokumentation 'Vietnams tropischer Süden – Im Reich des Wassers' von Heike Grebe nimmt uns mit auf eine Reise durch diese faszinierende Landschaft.
Während des Vietnamkriegs wurden weite Teile Südvietnams durch das Entlaubungsmittel 'Agent Orange' verwüstet. Dieses Mittel sollte den Vietcong die Tarnung im dichten Dschungel nehmen. Heute, Jahrzehnte später, hat sich die Natur ihren Raum zurückerobert. Der Nationalpark Cát Tiên ist ein Beispiel für diese beeindruckende Regeneration. Hier lebt eine der letzten Populationen der Südlichen Gelbwangen-Schopfgibbons. Diese Primatenart, die einst stark bedroht war, zeigt die Widerstandsfähigkeit der Natur.
Der Vietnamkrieg, der von 1955 bis 1975 dauerte, hatte verheerende Auswirkungen auf die Umwelt. Chemische Waffen wie 'Agent Orange' zerstörten Millionen Hektar Wald. Doch die Natur zeigte sich widerstandsfähig. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Vegetation erholt, und viele Tierarten kehren zurück. Diese Entwicklung ist nicht nur für Vietnam, sondern auch für die internationale Gemeinschaft von Interesse.
Im Vergleich zu anderen Ländern wie Deutschland oder der Schweiz zeigt Vietnam, wie sich Natur nach einem Konflikt erholen kann. Während in Europa Naturschutzgebiete oft durch menschliche Eingriffe bedroht sind, zeigt Vietnam, dass Regeneration möglich ist. Der Nationalpark Cát Tiên ist ein Beispiel dafür, wie Natur sich selbst regulieren kann, wenn sie genügend Raum erhält.
Die Regeneration der Natur hat direkte Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung. Der Mekong, die Lebensader Südvietnams, bietet Lebensgrundlage für Millionen Menschen. Die Rückkehr der Tierwelt zieht Touristen an, was der lokalen Wirtschaft zugutekommt. Doch der Tourismus birgt auch Gefahren. Der Bau von Hotels und Straßen bedroht die Naturräume. Ein Gleichgewicht zwischen Naturschutz und wirtschaftlicher Entwicklung ist notwendig.
Statistiken zeigen, dass die Artenvielfalt in Vietnam in den letzten Jahren zugenommen hat. Der Nationalpark Cát Tiên beherbergt über 1.500 Pflanzenarten und mehr als 400 Tierarten. Der Mekong ist einer der artenreichsten Flüsse der Welt. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung der Region für den globalen Naturschutz.
Experten betonen die Bedeutung des Naturschutzes in Vietnam. Die Zusammenarbeit zwischen internationalen Organisationen und lokalen Behörden ist entscheidend für den Erhalt der Biodiversität. Projekte zur Wiederansiedlung bedrohter Arten sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung.
Die Zukunft der Natur in Vietnams Süden hängt von der Balance zwischen Schutz und Nutzung ab. Der illegale Wildtierhandel und der Druck durch den Tourismus sind Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Mit gezielten Schutzmaßnahmen und Aufklärungskampagnen kann die Region jedoch zu einem Vorbild für nachhaltigen Naturschutz werden.
Die Dokumentation 'Vietnams tropischer Süden – Im Reich des Wassers' zeigt eindrucksvoll, wie Natur sich regenerieren kann. Die Herausforderungen sind groß, doch die Erfolgsgeschichten geben Hoffnung. Wie können wir diesen Weg des Naturschutzes unterstützen? Weitere Informationen finden Sie auf der Website des ORF.