Die Diskussion um das Verbot von Einweg-E-Zigaretten in Österreich nimmt Fahrt auf! Am 2. August 2025 äußerte sich der grüne Gesundheitssprecher Ralph Schallmeiner begeistert über die jüngsten Aussagen von Staatssekretärin Susanne Königsberger-Ludwig, die im Interview mit Der Standard die Ankündigun
Die Diskussion um das Verbot von Einweg-E-Zigaretten in Österreich nimmt Fahrt auf! Am 2. August 2025 äußerte sich der grüne Gesundheitssprecher Ralph Schallmeiner begeistert über die jüngsten Aussagen von Staatssekretärin Susanne Königsberger-Ludwig, die im Interview mit Der Standard die Ankündigung machte, elektronische Einwegzigaretten verbieten zu wollen. Doch ist das wirklich genug?
Schallmeiner betont, dass ein wichtiges Signal gesendet wurde, aber der entscheidende Schritt zur Umsetzung noch aussteht. „Was wir brauchen, ist kein weiterer Ankündigungssommer, sondern konkreter gesundheitspolitischer Fortschritt“, so Schallmeiner. Eine umfassend überarbeitete Novelle des Tabak- und Nichtraucher:innenschutzgesetzes liegt seit Monaten in der Schublade des Ministeriums, ohne dass konkrete Schritte unternommen wurden.
Einweg-Vapes sind kleine, vorgefüllte elektronische Zigaretten. Sie sind nach Gebrauch nicht wiederverwendbar und landen im Müll. Diese Produkte stellen laut Schallmeiner nicht nur ein ernstes Gesundheitsrisiko für Jugendliche dar, sondern belasten auch die Umwelt massiv. Sie enthalten Lithium-Batterien, die nach dem Konsum als Sondermüll enden sollten, aber oft nicht korrekt entsorgt werden.
Die Folgen? Im schlimmsten Fall lösen sie Brände aus oder vergiften die Umwelt. Ein Problem, das nicht nur in Österreich existiert, sondern global angegangen werden muss.
Der Umweltsprecher Lukas Hammer ergänzt: „Einweg-E-Zigaretten sind das Sinnbild einer Wegwerfgesellschaft – sie landen millionenfach im Restmüll, enthalten wertvolle Rohstoffe wie Lithium und Kobalt und gefährden Umwelt, Gesundheit und Sicherheit.“ Länder wie Frankreich und Belgien haben darauf bereits reagiert und den Verkauf solcher Produkte verboten.
In Österreich hingegen scheint die Politik zu zögern. Laut einer Umfrage fordern drei von vier Menschen ein Verbot – ein klares Zeichen, dass die Gesellschaft bereit für Veränderungen ist. Doch warum zögert die Politik?
Ein zentrales Problem sieht Schallmeiner in der Zurückhaltung der Koalition gegenüber den grünen Vorstößen. „Wir bekommen ständig Vertagungen und Ablehnungen von den Koalitionsfraktionen in den Ausschüssen und in der letzten Plenarsitzung“, fasst er die Situation zusammen.
Die Frage bleibt: Wann wird die Politik endlich handeln?
Besonders alarmierend ist, wie leicht Einweg-Vapes für Jugendliche verfügbar sind: bunt, billig und überall zu haben. So wird Nikotinsucht gefördert, nicht verhindert. Gerade junge Menschen werden durch bunte Verpackungen und süße Geschmacksrichtungen angelockt, was die Produkte besonders gefährlich macht.
Vapes und sogenannte Nikotin-Pouches – kleine, tabakfreie Nikotinbeutel – werden oft als „gesündere“ Alternativen suggeriert. Doch auch sie machen rasch abhängig und sind gesundheitlich problematisch. Schallmeiner fordert daher, dass Pouches endlich genauso behandelt werden wie alle anderen Tabakprodukte.
Die Grünen fordern nicht nur ein Verbot von Einweg-Vapes, sondern auch ein klares gesetzliches Rauchverbot auf Spielplätzen und anderen Freizeitflächen, die überwiegend von Kindern genutzt werden. „Es kann nicht sein, dass Kinder am Spielplatz Passivrauch ausgesetzt sind. Das ist eine einfache, verhältnismäßige Schutzmaßnahme, die längst gesetzlich verankert sein müsste“, so Schallmeiner.
Wie sieht die Zukunft aus, wenn Österreich weiterhin zögert? Ohne konkrete Maßnahmen könnten die gesundheitlichen und ökologischen Probleme weiter eskalieren. Experten warnen, dass die Jugend von heute die gesundheitlichen Folgen von morgen tragen wird, wenn nicht bald gehandelt wird.
Die Politik steht unter Druck, endlich zu reagieren und den gesellschaftlichen Auftrag zu erfüllen. Die Zeit der Ankündigungen muss enden, und konkrete Schritte müssen folgen.
Die Diskussion um Einweg-E-Zigaretten ist mehr als nur ein Randthema. Es geht um die Gesundheit unserer Jugend und die Zukunft unserer Umwelt. Österreich muss Verantwortung übernehmen und sich den Herausforderungen stellen, die diese Produkte mit sich bringen. Die Bürger fordern Taten, und die Politik muss liefern.