Ein Schock für Naturliebhaber und Umweltschützer: Das dramatische Amphibiensterben in Wien erreicht einen neuen Höhepunkt! Ehrenamtliche Helfer des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) sind seit sechs Jahren unermüdlich im Einsatz, um hunderte Kröten, Frösche und Molche vor dem sicheren Tod auf der Stra
Ein Schock für Naturliebhaber und Umweltschützer: Das dramatische Amphibiensterben in Wien erreicht einen neuen Höhepunkt! Ehrenamtliche Helfer des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) sind seit sechs Jahren unermüdlich im Einsatz, um hunderte Kröten, Frösche und Molche vor dem sicheren Tod auf der Straße zu bewahren. Doch die jüngsten Zahlen sind alarmierend!
Das Amphibienschutzprojekt „Hanslteich“ wurde 2020 ins Leben gerufen, um die Tiere auf ihrem gefährlichen Weg zu ihrem Laichgewässer zu schützen. An der stark befahrenen Neuwaldegger Straße in Neuwaldegg droht ihnen sonst das bittere Ende unter den Reifen der Autos. Mit der Zaun-Kübel-Methode, bei der ein 1,5 km langer Zaun über zehn Wochen hinweg kontrolliert wird, konnten heuer 692 Tiere gerettet werden. Doch das ist nur ein Bruchteil der Zahlen von vor sechs Jahren!
399 Erdkröten wurden in diesem Jahr sicher über die Straße gebracht. Zum Start des Projekts waren es noch dreimal so viele. Auch die Zahl der geretteten Springfrösche, Grasfrösche, Teichmolche, Bergmolche und Feuersalamander ist erschreckend niedrig. Ein fixes Tunnelleitsystem könnte die letzte Rettung für diese Amphibienpopulation im Wienerwald sein.
Die Hoffnung stirbt zuletzt: SPÖ Hernals-Bezirksvorsteher Peter Jagsch hat bereits die Errichtung eines solchen Leitsystems in Aussicht gestellt, und auch die Stadt Wien steht hinter dem Bauvorhaben. Projektleiterin Mag.a Heidi Lacroix zeigt sich zuversichtlich: „Wir können uns über unser reiches Amphibienvorkommen in Wien glücklich schätzen. Doch in Zeiten von Verbauung und Klimawandel müssen wir alles tun, um die verbleibenden Tiere zu bewahren.“
Ein Tunnelleitsystem beim Hanslteich könnte nicht nur die bedrohten Arten schützen, sondern auch den seltenen Alpenkammmolch retten. Jetzt liegt es an der Stadt Wien und dem Bezirk Hernals, schnell zu handeln und den Bau dieser lebensrettenden Anlage in die Wege zu leiten.