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Kultur

Dramatischer Gedenkabend in Wien: Ein Abend der bewegenden Erinnerungen!

4. September 2025 um 09:39
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Wien verspricht einen Abend voller Emotionen und Reflexionen, wenn am 25. September 2025 die Türen des Gemeindebautheaters im Rabenhof für einen besonderen Gedenkabend geöffnet werden. Unter dem eindrucksvollen Titel „Wenn wir doch wieder Menschen wären“ werden die tragischen Schicksale der jüdische

Wien verspricht einen Abend voller Emotionen und Reflexionen, wenn am 25. September 2025 die Türen des Gemeindebautheaters im Rabenhof für einen besonderen Gedenkabend geöffnet werden. Unter dem eindrucksvollen Titel „Wenn wir doch wieder Menschen wären“ werden die tragischen Schicksale der jüdischen Mieter der Wiener Gemeindebauten, die 1938 von den Nationalsozialisten systematisch vertrieben wurden, in den Mittelpunkt gerückt.

Ein Blick zurück: Die dunklen Tage des Jahres 1938

Im Juni 1938, nur wenige Monate nach dem „Anschluss“ Österreichs an Nazi-Deutschland, begannen die Nationalsozialisten mit der systematischen Vertreibung jüdischer Bewohner aus ihren Wohnungen. Dieser brutale Akt der Ausgrenzung war einer der ersten Schritte in einer Reihe von Gräueltaten, die in der Deportation und Ermordung unzähliger Menschen endeten. Die Vertreibung markierte für viele den Beginn eines unvorstellbaren Leidensweges.

Das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) hat in jahrelanger Arbeit die Schicksale dieser Menschen erforscht, um ihnen wieder eine Stimme zu geben. Diese Forschungsergebnisse bilden die Grundlage für die künstlerisch gestaltete Gedenkveranstaltung.

Ein Abend der Erinnerung und künstlerischen Auseinandersetzung

80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs werden die Erlebnisse der vertriebenen Mieter durch szenische Lesungen, Musik und Textcollagen lebendig gemacht. Die individuelle Tragik hinter den anonymen Zahlen und Akten wird so für das Publikum greifbar.

  • Künstlerisch Mitwirkende: Inge Maux, Katja Reichert, Verena Scheitz, Mercedes Vargas, Miriam Vargas, Markus Freistädter, Georg Schubert, Florian Stohr
  • Gesamtleitung, Regie & Text-Collage: Isabella Grego
  • Recherche & Textfassung: Susanne F. Wolf
  • Musik & Komposition: Oliver Ostermann

Die historische Bedeutung der Veranstaltung

Der Abend ist Teil eines umfangreichen Gedenkprogramms, das auf Initiative von Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál für das Gedenkjahr 2025 ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, die Erinnerung an die verfolgten und vertriebenen Bewohner der Wiener Gemeindebauten wachzuhalten.

„Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir uns diesen dunklen Kapiteln unserer Geschichte stellen und die Geschichten derer erzählen, die so lange zum Schweigen gebracht wurden“, so ein Experte für zeitgenössische Geschichte. „Nur durch das Verständnis unserer Vergangenheit können wir eine bessere Zukunft gestalten.“

Vergleich mit anderen Bundesländern und Initiativen

Während Wien mit dieser Veranstaltung einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur leistet, haben auch andere Bundesländer ähnliche Initiativen gestartet. In Salzburg beispielsweise gibt es regelmäßige Führungen durch die Stadt, die sich mit der jüdischen Geschichte und den Auswirkungen der NS-Zeit beschäftigen. In Graz wird jährlich eine Ausstellung über die Deportation jüdischer Bürger organisiert, die durch multimediale Installationen ergänzt wird.

Diese Veranstaltungen sind nicht nur Gedenkakte, sondern dienen auch der Aufklärung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Sie zeigen, dass Geschichte nicht nur in Büchern existiert, sondern in den Straßen und Gebäuden unserer Städte lebendig ist.

Konkrete Auswirkungen auf die Bürger

Für die Wiener Bürger bietet der Gedenkabend die Gelegenheit, sich intensiv mit einem wichtigen Teil ihrer Stadtgeschichte auseinanderzusetzen. Die Veranstaltung ist kostenlos, was bedeutet, dass sie einem breiten Publikum zugänglich ist. Viele Wiener sehen darin eine Chance, sich weiterzubilden und gleichzeitig den Opfern des NS-Regimes zu gedenken.

„Es ist eine Gelegenheit, innezuhalten und über die Werte nachzudenken, die wir als Gesellschaft hochhalten sollten“, meint ein Teilnehmer der Veranstaltung. „Dieser Abend wird sicherlich viele Emotionen wecken und uns alle zum Nachdenken anregen.“

Ein vielversprechender Zukunftsausblick

Die Veranstaltung am 25. September ist nur der Auftakt zu einer Reihe von Gedenkveranstaltungen, die in den kommenden Jahren geplant sind. Ziel ist es, die Erinnerungskultur in Wien weiter zu stärken und den Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich aktiv an der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zu beteiligen.

„Wir müssen diese Geschichte lebendig halten“, betont ein weiterer Experte. „Nur so können wir sicherstellen, dass sich solche Tragödien nicht wiederholen.“

Der Abend im Rabenhof verspricht, ein Meilenstein in der Wiener Erinnerungskultur zu werden. Es ist eine Veranstaltung, die nicht nur das Herz, sondern auch den Verstand anspricht und dazu anregt, die Vergangenheit zu reflektieren und die Zukunft aktiv zu gestalten.

Veranstaltungshinweise

  • Datum: Donnerstag, 25. September 2025
  • Uhrzeit: 19:30 Uhr
  • Ort: Gemeindebautheater im Rabenhof, Rabengasse 3, 1030 Wien
  • Eintritt: frei!

Weitere Informationen und Details zur Veranstaltung finden Sie auf der offiziellen Website von Wiener Wohnen unter diesem Link.

Schlagworte

#Erinnerungskultur#Gedenkabend#jüdische Mieter#Nationalsozialismus#Rabenhof#Wien#Wiener Wohnen

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