Ein Sturm zieht auf – und das nicht nur meteorologisch, sondern auch im österreichischen Fernsehen! Am 22. und 23. Oktober 2025 wird auf ORF 2 die Premiere des zweiteiligen Films „Sturm kommt auf“ ausgestrahlt. Diese Verfilmung des Romans „Unruhe um einen Friedfertigen“ von Oskar Maria Graf verspric
Ein Sturm zieht auf – und das nicht nur meteorologisch, sondern auch im österreichischen Fernsehen! Am 22. und 23. Oktober 2025 wird auf ORF 2 die Premiere des zweiteiligen Films „Sturm kommt auf“ ausgestrahlt. Diese Verfilmung des Romans „Unruhe um einen Friedfertigen“ von Oskar Maria Graf verspricht ein Fernsehereignis der besonderen Art zu werden.
Der Film, inszeniert von Matti Geschonneck, basiert auf dem Roman des berühmten Autors Oskar Maria Graf und bietet einen tiefen Einblick in die politischen und sozialen Umwälzungen der Weimarer Republik. Im Mittelpunkt steht der Schuster Julius Kraus, gespielt von dem österreichischen Kabarettisten und Schauspieler Josef Hader. Kraus, ein bayerischer Schuster jüdischer Abstammung, erlebt die politischen Spannungen und sozialen Veränderungen der Zeit hautnah.
Die Geschichte spielt in einem kleinen bayerischen Dorf und bietet einen Mikrokosmos der großen politischen Veränderungen, die sich in Deutschland zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Machtergreifung der Nationalsozialisten abspielten. Die sogenannten „Goldenen Zwanziger Jahre“ werden hier aus einer anderen Perspektive gezeigt – fernab der großen Metropolen wie Berlin oder München.
Die Hauptfigur, Julius Kraus, ist ein Schuster, der versucht, sich aus den politischen Wirren herauszuhalten. Doch die Offenlegung seiner jüdischen Abstammung und eine unerwartete Erbschaft aus den USA stürzen ihn in eine Spirale aus Misstrauen und Anfeindungen. Die dörfliche Gemeinschaft, die sich immer mehr radikalisiert, wird zu einer Bedrohung für Kraus und seine Familie.
Die Weimarer Republik, die zwischen 1919 und 1933 bestand, war eine Zeit großer politischer und wirtschaftlicher Instabilität in Deutschland. Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch des Kaiserreichs wurde die Weimarer Republik als demokratischer Staat gegründet. Doch von Anfang an war sie von politischen Extremisten sowohl von links als auch von rechts bedroht.
Die Hyperinflation von 1923, die Weltwirtschaftskrise von 1929 und die zunehmende Radikalisierung der politischen Landschaft führten schließlich zur Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933. Diese Zeit des Umbruchs und der Unsicherheit bildet den Hintergrund für die Handlung von „Sturm kommt auf“.
Die Verfilmung von „Unruhe um einen Friedfertigen“ ist nicht nur ein künstlerisches, sondern auch ein gesellschaftliches Ereignis. Sie zeigt, wie sich die großen politischen Ereignisse der Weimarer Republik auf das Leben der Menschen in ländlichen Regionen auswirkten. Die dörfliche Gemeinschaft wird zum Schauplatz der Auseinandersetzungen, die Deutschland in den Abgrund führten.
„Sturm kommt auf“ ist eine Produktion der Claussen+Putz Filmproduktion in Koproduktion mit Film AG für das ZDF und den ORF. Gefördert wurde der Film unter anderem durch den FilmFernsehFonds Bayern und den Fernsehfonds Austria. Die Dreharbeiten fanden von August bis Oktober 2024 in Salzburg und Bayern statt.
Josef Hader, bekannt für seine schauspielerischen und kabarettistischen Leistungen, verkörpert die Hauptfigur Julius Kraus. An seiner Seite spielen Verena Altenberger, Susi Stach, Johannes Silberschneider, Sebastian Bezzel und viele andere bekannte Schauspieler. Die Darsteller bringen die komplexen Charaktere des Romans eindrucksvoll auf die Leinwand.
Die Sneak-Preview des ersten Teils von „Sturm kommt auf“ fand am 26. September 2025 im „Das Kino“ in Salzburg statt. Anwesend waren unter anderem ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz und Regisseur Matti Geschonneck. Groiss-Horowitz lobte die Verfilmung als „bewegende Erzählung“ und hob die Bedeutung des Films für das heutige Publikum hervor.
Auch die Produzenten Alexander Glehr und Johanna Scherz zeigten sich begeistert von der Umsetzung des komplexen Romans in eine filmische Erzählung. Sie betonten, dass der Film die Mechanismen der sich radikalisierenden Gesellschaft in der Zwischenkriegszeit auf eindrucksvolle Weise darstellt.
„Sturm kommt auf“ ist mehr als nur ein historisches Drama. Der Film regt zur Reflexion über die heutige Gesellschaft an. Die Themen Radikalisierung, Fremdenfeindlichkeit und soziale Spannungen sind auch in der heutigen Zeit relevant. Der Film zeigt, wie wichtig es ist, aus der Geschichte zu lernen und den Dialog zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zu fördern.
Die Premiere von „Sturm kommt auf“ auf ORF 2 am 22. und 23. Oktober 2025 ist ein Muss für alle, die sich für Geschichte, Politik und packende Erzählungen interessieren. Verpassen Sie nicht dieses Fernsehereignis, das sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird!
Weitere Informationen zu „Sturm kommt auf“ finden Sie auf der offiziellen ORF-Pressewebsite hier.