Am 17. Januar 2026 wurde ein bedeutender Meilenstein für die Region Niederösterreich erreicht: Die Pläne für eine Behelfsbrücke bei der historischen Donaubrücke Stein-Mautern wurden finalisiert. Diese Brücke, die seit 130 Jahren eine zentrale Verkehrsverbindung darstellt, bedarf dringender Sanierung
Am 17. Januar 2026 wurde ein bedeutender Meilenstein für die Region Niederösterreich erreicht: Die Pläne für eine Behelfsbrücke bei der historischen Donaubrücke Stein-Mautern wurden finalisiert. Diese Brücke, die seit 130 Jahren eine zentrale Verkehrsverbindung darstellt, bedarf dringender Sanierungsmaßnahmen. Um den Verkehr während der Bauphase aufrechtzuerhalten, wird eine Behelfsbrücke errichtet, deren Baubeginn für 2027 angesetzt ist. Die Fertigstellung und Verkehrsfreigabe sind für 2028 geplant, finanziert mit einem Budget von 35 Millionen Euro.
Die Donaubrücke Stein-Mautern ist mehr als nur eine Verbindung zwischen zwei Ufern; sie ist ein Symbol für die Region und ein wesentlicher Bestandteil der lokalen Infrastruktur. Seit ihrer Eröffnung im späten 19. Jahrhundert hat sie Generationen von Menschen und Gütern sicher über die Donau geführt. Doch der Zahn der Zeit hat seine Spuren hinterlassen, und trotz regelmäßiger Instandhaltungen ist der Zustand der Brücke heute besorgniserregend.
Die Brücke wurde ursprünglich als Teil eines groß angelegten Infrastrukturprojekts im Kaiserreich Österreich-Ungarn errichtet. Damals war sie ein technisches Wunderwerk, das die Ingenieurskunst der Epoche widerspiegelte. Doch mit den Jahrzehnten kamen neue Herausforderungen: zunehmender Verkehr, schwerere Fahrzeuge und die natürlichen Elemente setzten der Konstruktion zu. Die geplante Sanierung ist daher nicht nur eine Notwendigkeit, sondern auch eine Gelegenheit, die Brücke für zukünftige Generationen zu bewahren.
Im Vergleich zu ähnlichen Projekten in Österreich, Deutschland und der Schweiz sticht die Donaubrücke Stein-Mautern durch ihre historische Bedeutung und die technischen Herausforderungen hervor. Während in Deutschland oft Neubauten bevorzugt werden, setzt Niederösterreich auf die Bewahrung und Sanierung bestehender Strukturen. Diese Herangehensweise ist nicht nur kosteneffizienter, sondern trägt auch zum Erhalt des kulturellen Erbes bei.
Die Errichtung der Behelfsbrücke wird den Alltag der Bürger erheblich erleichtern. Während der Bauphase wird der Verkehr über die neue Struktur umgeleitet, was bedeutet, dass Pendler, Landwirte und Unternehmen weiterhin auf eine zuverlässige Verbindung zählen können. Ein Beispiel: Ein lokaler Landwirt, der seine Produkte täglich über die Brücke transportiert, muss keine Umwege in Kauf nehmen, was Zeit und Kosten spart.
Die Sanierung der Donaubrücke Stein-Mautern ist ein Mammutprojekt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 35 Millionen Euro, eine Investition, die sich durch die Sicherstellung der Verkehrsverbindung und den Erhalt des Bauwerks rechtfertigt. Die Bauarbeiten werden in zwei Phasen unterteilt: Zunächst wird die Behelfsbrücke errichtet, gefolgt von der umfassenden Sanierung der bestehenden Brücke. Die Ausschreibungen für die erste Phase starten Mitte 2026, mit einem Baubeginn im Jahr 2027.
Verkehrslandesrat Udo Landbauer unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Mit der Behelfsbrücke schaffen wir eine sichere und verlässliche Donauquerung für die Phase der Generalsanierung. Jetzt gibt es Planungssicherheit für die Bevölkerung, aber auch ganz besonders für die Landwirte und Unternehmer.“ Die langfristige Perspektive sieht vor, dass die Brücke nach der Sanierung weitere 100 Jahre in Betrieb bleiben kann, ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Infrastrukturentwicklung.
Die Donaubrücke Stein-Mautern steht an einem Wendepunkt ihrer Geschichte. Mit der geplanten Sanierung und der Errichtung der Behelfsbrücke wird nicht nur eine wichtige Verkehrsverbindung gesichert, sondern auch ein Stück Kulturerbe bewahrt. Die Region Niederösterreich zeigt damit, wie Tradition und Moderne Hand in Hand gehen können, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.
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