Barrierefreies Afterwork-Event feiert erfolgreiche Premiere in Wien
Auf der Summer Stage Wien fand erstmals ein vollständig barrierefreies Clubbing-Event statt - mit innovativen Lösungen für alle Sinne.
Wien macht einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Inklusion: Am vergangenen Freitag feierte mit dem "Diversity Dance" Österreichs erstes barrierefreies und inklusives Afterwork-Clubbing seine erfolgreiche Premiere. Die Summer Stage Wien wurde dabei zum Schauplatz eines besonderen Events, das Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenbrachte.
Organisiert vom bewährten Team des DIVERSITY BALL, vereinte die Veranstaltung verschiedenste Zielgruppen: Menschen mit und ohne Behinderungen, internationale Gäste der Zero Project Conference sowie Partner und Freunde der Initiative kamen zusammen, um gemeinsam zu feiern. Das Besondere dabei: Alle Barrieren wurden von vornherein mitgedacht und eliminiert.
"Wenn wir tanzen, verschwinden Barrieren – dann zählt nur Menschsein", erklärt Diversity-Ball-Organisatorin Monika Haider die Philosophie hinter dem Event. Diese Vision wurde durch innovative technische Lösungen Realität: Vibrationswesten ermöglichten es gehörlosen Gästen, Musik über Vibrationen zu spüren und so vollständig am Tanzerlebnis teilzuhaben.
Musikalisch wurde der Diversity Dance von Mit-Initiatorin und DJ Mel Merio begleitet, die bereits beim DIVERSITY BALL für die richtige Stimmung sorgt. Das Programm bot jedoch weit mehr als nur DJ-Sets: Verschiedene inklusive Live-Acts und Performances bereicherten den Abend.
Zu den Highlights gehörten Auftritte von Suisha Inclusive Arts, einem Kollektiv, das sich der inklusiven Kunstgestaltung verschrieben hat, sowie Performances von Sofia Reyna, Okma & Relups und Bunte Begegnungen. Diese Künstler und Gruppen zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig und bereichernd inklusive Kunst sein kann.
Ein besonderer Fokus lag auf der technischen Ausstattung, die wahre Inklusion erst möglich macht. Die erwähnten Vibrationswesten sind nur ein Beispiel dafür, wie moderne Technologie dabei hilft, sensorische Barrieren zu überwinden. Für gehörlose und schwerhörige Besucher wurde Musik zu einem physisch spürbaren Erlebnis, das ihnen die volle Teilhabe am Tanzvergnügen ermöglichte.
Diese Innovation ist Teil eines größeren Trends in der Eventbranche, der zeigt, dass Barrierefreiheit nicht nur ein sozialer Auftrag ist, sondern auch kreative und technische Möglichkeiten eröffnet, Veranstaltungen für alle Beteiligten bereichernder zu gestalten.
Der Diversity Dance ist als eigenständiges Format des etablierten DIVERSITY BALL konzipiert und erweitert damit das Angebot inklusiver Veranstaltungen in Österreich. Während der jährliche Ball bereits seit Jahren ein Zeichen für gelebte Inklusion setzt, bietet das neue Afterwork-Format eine entspanntere, niederschwelligere Möglichkeit der Begegnung.
"Der Diversity Dance zeigt, wie Inklusion im Alltag gelebt werden kann", betont Organisatorin Haider. Tatsächlich beweist das Event, dass Barrierefreiheit nicht nur bei großen, formellen Anlässen möglich ist, sondern auch im lockeren Clubbing-Ambiente funktioniert.
Die Premiere des Diversity Dance fiel nicht zufällig mit der Zero Project Conference zusammen. Diese internationale Konferenz bringt Experten aus aller Welt zusammen, die sich mit innovativen Lösungen für Menschen mit Behinderungen beschäftigen. Dass viele der internationalen Gäste am Diversity Dance teilnahmen, unterstreicht die Vorreiterrolle, die Wien und Österreich im Bereich der inklusiven Veranstaltungskultur einnehmen.
Die Verbindung zwischen Fachkonferenz und praktischer Umsetzung zeigt exemplarisch, wie Theorie und Praxis in der Inklusionsarbeit Hand in Hand gehen können. Was tagsüber in Vorträgen und Diskussionen erörtert wird, kann abends auf der Tanzfläche erlebt werden.
Der Erfolg der Premiere lässt bereits auf weitere Events hoffen. Das Format hat bewiesen, dass es einen Bedarf für solche Veranstaltungen gibt und dass die technischen und organisatorischen Herausforderungen durchaus bewältigbar sind.
Parallel dazu laufen bereits die Vorbereitungen für den 18. DIVERSITY BALL, der am Samstag, 5. September 2026, im Wiener Rathaus stattfinden wird. Der Ball, powered by Wiener Stadtwerke, bleibt das Flaggschiff der inklusiven Veranstaltungsreihe. Der Ticketverkauf für dieses etablierte Event startet in Kürze und wird voraussichtlich wieder auf große Resonanz stoßen.
Veranstaltungen wie der Diversity Dance sind mehr als nur Entertainment – sie sind wichtige Bausteine für eine inklusive Gesellschaft. Indem sie Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenbringen, tragen sie zum Abbau von Vorurteilen und Berührungsängsten bei. Gleichzeitig zeigen sie auf, dass Barrierefreiheit keine Einschränkung bedeutet, sondern Möglichkeiten schafft.
Die positive Resonanz auf die Premiere zeigt, dass Wien bereit ist für mehr solche Formate. In einer Zeit, in der Inklusion zunehmend als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden wird, setzen Events wie der Diversity Dance wichtige Zeichen und schaffen Vorbilder für andere Städte und Veranstalter.
Mit dem Diversity Dance hat Österreich einen weiteren Meilenstein in der inklusiven Eventkultur erreicht. Das Format beweist, dass Barrierefreiheit und ausgelassene Stimmung sich nicht nur nicht ausschließen, sondern sogar gegenseitig bereichern können. Es bleibt zu hoffen, dass diesem gelungenen Auftakt weitere Events folgen werden.