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Kultur

Digitalisierung revolutioniert Denkmalschutz: So erleben Sie Geschichte neu!

3. Juni 2025 um 08:38
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Am Sonntag, den 28. September 2025, wird Österreich Zeuge einer außergewöhnlichen Symbiose aus Tradition und Moderne. Der 30. Tag des Denkmals wird unter dem spannenden Motto 'DENKMAL bewahren, DIGITAL erfahren' begangen. Diese Veranstaltung, die vom Bundesdenkmalamt koordiniert wird, öffnet die Tür

Am Sonntag, den 28. September 2025, wird Österreich Zeuge einer außergewöhnlichen Symbiose aus Tradition und Moderne. Der 30. Tag des Denkmals wird unter dem spannenden Motto 'DENKMAL bewahren, DIGITAL erfahren' begangen. Diese Veranstaltung, die vom Bundesdenkmalamt koordiniert wird, öffnet die Türen zu einem kulturellen Erlebnis, das historische Objekte in einem digitalen Licht erstrahlen lässt. Der Eintritt ist frei, und die Besucher können sich auf eine Reise in die Vergangenheit freuen, die durch die neuesten digitalen Technologien bereichert wird.

Die digitale Revolution im Denkmalschutz

Der diesjährige Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung im Denkmalschutz und der Denkmalpflege. Diese Entwicklung eröffnet neue Perspektiven, die weit über die bloße Archivierung hinausgehen. Von innovativen Forschungsmethoden bis hin zur Vermittlung – die digitale Technologie revolutioniert die Art und Weise, wie wir unser kulturelles Erbe bewahren und erleben. Der Leitsatz „entdecken, begreifen, verbinden“ spiegelt die Ziele des Tages wider und fördert das Bewusstsein für den Denkmalschutz.

Ein Blick in die Vergangenheit – und in die Zukunft

Der Tag des Denkmals findet jedes Jahr am letzten Sonntag im September statt und animiert die Österreicher, ihre Denkmäler zu erkunden. An diesem Tag öffnen Denkmaleigentümer kostenlos die Türen zu ihren Objekten, viele davon sind sonst nicht oder nur eingeschränkt zugänglich. Spannende Führungen und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm machen die Bedeutung der digitalen Möglichkeiten im Denkmalschutz und in der Denkmalpflege erlebbar. Interessierte können in das kulturelle Erbe Österreichs eintauchen und dabei erfahren, wie digitale Technologien zur Bewahrung dieser Schätze eingesetzt werden.

Die Chancen der Digitalisierung

Dr. Christoph Bazil, Präsident des Bundesdenkmalamtes, erklärt: „Mit dem Schwerpunkt 2025 zeigen wir, wie digitale Technologien dabei helfen können, unser kulturelles Erbe nachhaltig zu bewahren – durch zuverlässige Archivierung, genaue Erfassung, gezielte Restaurierung und zeitgemäße Zugänge. Wir setzen so ein Zeichen für eine zukunftsorientierte Denkmalpflege, die Tradition und Digitalisierung verbindet.“

Moderne Technologien wie 3D-Scans, hochauflösende Fototechniken und digitale Modellierung ermöglichen heute eine präzise Erfassung, Dokumentation und Analyse historischer Objekte. Diese digitalen Werkzeuge leisten einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung des kulturellen Erbes: Sie unterstützen bei der Schadensanalyse ebenso wie bei der Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Restaurierungskonzepte. Außerdem werden virtuelle Rekonstruktionen ursprünglicher Zustände ermöglicht. Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) eröffnen neue Perspektiven und machen Denkmale interaktiv erlebbar.

Das Bundesdenkmalamt wird digitaler

Seit drei Jahren widmet sich die Abteilung für Digitalisierung und Wissensmanagement im Bundesdenkmalamt der digitalen Erfassung und Archivierung von Denkmalen. Ein zentrales Projekt ist die Implementierung und Weiterentwicklung von „HERIS – dem Heritage Information System“. Diese Online-Anwendung dokumentiert umfassend den gesamten Bestand an Baudenkmalen und archäologischen Fundstellen in Österreich und ergänzt ihn durch GIS-basierte, kartografische Visualisierungen. „So machen wir unsere kulturellen Schätze nicht nur sichtbar, sondern auch für alle einfacher zugänglich“, erklärt Mag. Florian Leitner, MSc, Leiter der Abteilung, die Vorteile.

Auch das Open-Source-Tool „Goobi“ spielt eine wichtige Rolle: „Damit können wir die Workflows unserer digitalen Projekte effizient steuern sowie die Qualität und die Erfassung von Metadaten für rund 150.000 Kleinbilddias, 60.000 Pläne und 1.000 Glasplatten im Archiv verwalten“, so Leitner weiter. Diese technologischen Fortschritte tragen dazu bei, das kulturelle Erbe Österreichs für kommende Generationen zu bewahren.

Europäische Dimension des Denkmalschutzes

Der Tag des Denkmals ist Teil der European Heritage Days, einer Initiative des Europarats und der Europäischen Union, die 2025 unter dem Motto „Heritage and Architecture: Windows to the Past, Doors to the Future“ steht. Österreich war erstmals 1995 mit neun Programmpunkten bei den European Heritage Days vertreten – seither ist der Tag des Denkmals fester Bestandteil der heimischen Kulturveranstaltungen.

Die European Heritage Days bieten eine Plattform, um die Bedeutung des kulturellen Erbes in ganz Europa zu betonen und den Austausch zwischen den Ländern zu fördern. Österreich spielt dabei eine wichtige Rolle, indem es seine Erfahrungen und Innovationen im Denkmalschutz teilt.

Ein Erlebnis für die ganze Familie

Der Tag des Denkmals ist nicht nur eine Veranstaltung für Experten und Kulturinteressierte, sondern bietet auch Familien die Möglichkeit, das kulturelle Erbe auf spielerische Weise zu entdecken. Die verschiedenen Programme und Führungen sind so gestaltet, dass sie sowohl Erwachsene als auch Kinder ansprechen und ihnen die Geschichte Österreichs näherbringen.

Die Digitalisierung ermöglicht es, Denkmale auf eine Weise zu erleben, die zuvor undenkbar war. Durch interaktive Anwendungen und virtuelle Touren können Besucher in die Vergangenheit eintauchen und die Geschichte hautnah erleben.

Ein Blick in die Zukunft

Die Digitalisierung im Denkmalschutz steht noch am Anfang und bietet enormes Potenzial für die Zukunft. Die Technologien entwickeln sich ständig weiter, und mit ihnen die Möglichkeiten, unser kulturelles Erbe zu bewahren und zu vermitteln. Die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) könnte in den kommenden Jahren eine noch präzisere Analyse und Restaurierung historischer Objekte ermöglichen.

In Österreich wird die Digitalisierung des Denkmalschutzes auch in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle spielen. Die Zusammenarbeit zwischen dem Bundesdenkmalamt, Denkmaleigentümern und der Öffentlichkeit wird entscheidend sein, um die kulturellen Schätze des Landes für zukünftige Generationen zu bewahren.

Der Tag des Denkmals 2025 ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung und zeigt, wie Tradition und Moderne miteinander verbunden werden können, um das kulturelle Erbe Österreichs lebendig zu halten.

Fazit

Der 30. Tag des Denkmals unter dem Motto 'DENKMAL bewahren, DIGITAL erfahren' ist mehr als nur eine kulturelle Veranstaltung. Er ist ein Symbol für die Zukunft des Denkmalschutzes, in dem digitale Technologien eine Schlüsselrolle spielen. Die Besucher haben die Möglichkeit, Geschichte auf eine völlig neue Weise zu erleben und dabei zu lernen, wie wichtig der Erhalt unseres kulturellen Erbes ist.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die offizielle Webseite des Tages des Denkmals oder folgen Sie den sozialen Medienkanälen auf Facebook und Instagram.

Schlagworte

#Bundesdenkmalamt#Denkmalschutz#Digitalisierung#European Heritage Days#Kulturelles Erbe#Österreich#Virtual Reality

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