Am 14. November 2025, anlässlich des Weltdiabetestages, lenkt Österreichs Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig die Aufmerksamkeit auf ein wachsendes Gesundheitsproblem: Diabetes Typ-2. Mit geschätzten 800.000 Betroffenen in Österreich und weiteren 350.000 Menschen mit Prädiabetes w
Am 14. November 2025, anlässlich des Weltdiabetestages, lenkt Österreichs Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig die Aufmerksamkeit auf ein wachsendes Gesundheitsproblem: Diabetes Typ-2. Mit geschätzten 800.000 Betroffenen in Österreich und weiteren 350.000 Menschen mit Prädiabetes wird die Dringlichkeit klar. Der Fokus liegt auf Prävention durch gesunde Lebensweisen und Bewusstseinsbildung, um die prognostizierten Zahlen von einer Million Betroffenen bis 2045 zu verhindern.
Diabetes Typ-2 ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch eine Insulinresistenz und einen relativen Insulinmangel gekennzeichnet ist. Insulin ist ein Hormon, das den Blutzuckerspiegel reguliert. Bei Insulinresistenz reagieren die Körperzellen nicht mehr richtig auf Insulin, was zu erhöhten Blutzuckerwerten führt. Diese Erkrankung entwickelt sich oft unbemerkt, da Symptome wie Müdigkeit und erhöhter Durst schleichend auftreten können. Ein Drittel der Betroffenen weiß nicht, dass sie erkrankt sind, was zu verspäteten Diagnosen und schweren Folgeschäden wie Herzinfarkten, Schlaganfällen oder Nierenschäden führen kann.
Die Häufigkeit von Diabetes Typ-2 hat in den letzten Jahrzehnten weltweit zugenommen. Dies ist auf veränderte Lebensgewohnheiten, wie eine kalorienreiche Ernährung und Bewegungsmangel, zurückzuführen. In Österreich, wie auch in vielen anderen Ländern, hat sich die Zahl der Betroffenen in den letzten Jahrzehnten vervielfacht. Die österreichische Gesundheitsstrategie hat in den letzten Jahren verstärkt auf Prävention und Aufklärung gesetzt, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass auch dort die Prävalenz von Diabetes Typ-2 steigt. Deutschland hat ähnliche Präventionsprogramme wie Österreich, während die Schweiz verstärkt auf individualisierte Gesundheitsprogramme setzt. Besonders in ländlichen Regionen Österreichs ist der Zugang zu Gesundheitsinformationen oft eingeschränkt, was die Notwendigkeit zielgerichteter Aufklärungskampagnen unterstreicht.
Die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen von Diabetes Typ-2 sind erheblich. Die Kosten für das Gesundheitssystem steigen, insbesondere durch die Behandlung von Spätkomplikationen. Für Betroffene bedeutet die Erkrankung oft eine Einschränkung der Lebensqualität. Programme wie „Therapie Aktiv“ der österreichischen Sozialversicherung bieten Langzeitbetreuung und maßgeschneiderte Therapien an, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und die Krankheitskosten zu senken.
Laut aktuellen Studien sind etwa 10% der österreichischen Bevölkerung von Diabetes betroffen. Die Kosten für die Behandlung von Diabetes und seinen Folgeerkrankungen belaufen sich jährlich auf mehrere Milliarden Euro. Diese Zahlen verdeutlichen die Dringlichkeit präventiver Maßnahmen. Die österreichische Diabetes-Strategie zielt darauf ab, die Versorgungsstrukturen zu verbessern und die Bevölkerung über Risikofaktoren aufzuklären.
Gesundheitsexperten betonen die Bedeutung eines gesunden Lebensstils zur Prävention von Diabetes Typ-2. Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und das Vermeiden von Übergewicht und Rauchen sind entscheidende Faktoren. Die Initiative „Richtig Essen von Anfang an“ des BMASGPK unterstützt Familien dabei, gesunde Ernährungsgewohnheiten von der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter zu etablieren.
Die Zukunft der Diabetesprävention in Österreich liegt in der Stärkung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung. Durch gezielte Aufklärungskampagnen und die Förderung gesunder Lebensweisen kann das Risiko einer Erkrankung signifikant reduziert werden. Die Gesundheitsförderungsstrategie und die Plattform „Gesundheitsziele Österreich“ spielen dabei eine zentrale Rolle. Langfristig strebt Österreich an, die Zahl der Neuerkrankungen zu senken und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Diabetes Typ-2 nicht nur ein individuelles, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem darstellt. Die Sensibilisierung der Bevölkerung und die Implementierung präventiver Maßnahmen sind entscheidend, um die Gesundheit der österreichischen Bevölkerung langfristig zu schützen. Ihre Meinung ist gefragt: Wie können wir gemeinsam die Prävention von Diabetes in Österreich weiter vorantreiben? Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des BMASGPK.