Am 20. Januar 2026 fand in Wien die Eröffnung der Wintertagung des Ökosozialen Forums statt. Unter dem provokanten Titel „Schnäppchenjagd im Feinkostladen – der wahre Preis billiger Landwirtschaft“ wurden zentrale Herausforderungen rund um Agrarpolitik, Lebensmittelpreise und Versorgungssicherheit d
Am 20. Januar 2026 fand in Wien die Eröffnung der Wintertagung des Ökosozialen Forums statt. Unter dem provokanten Titel „Schnäppchenjagd im Feinkostladen – der wahre Preis billiger Landwirtschaft“ wurden zentrale Herausforderungen rund um Agrarpolitik, Lebensmittelpreise und Versorgungssicherheit diskutiert. Die Veranstaltung zog hochkarätige Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft, Handel und landwirtschaftlicher Praxis an, die gemeinsam erörterten, wie faire Preise entlang der gesamten Wertschöpfungskette, nachhaltige Produktion und soziale Verantwortung miteinander in Einklang gebracht werden können.
Statistiken zeigen, dass nur ein kleiner Teil der Lebensmittelkosten tatsächlich bei den Landwirt:innen ankommt. Die restlichen Kosten verteilen sich auf Verarbeitung, Logistik und Handel. Diese Verteilung ist ein zentraler Punkt in der Diskussion über faire Preise. Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU spielt hierbei eine entscheidende Rolle, indem sie versucht, die ländlichen Räume zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte zu erhöhen.
Die Wintertagung bot eine Plattform für Experten, ihre Meinungen zur Zukunft der Landwirtschaft in Österreich zu äußern. Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber betonte die Bedeutung eines starken Agrarbudgets auf EU-Ebene und die Notwendigkeit, den fairen Freihandel zu fördern. Im Gegensatz dazu äußerte Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig seine Bedenken gegenüber dem EU-MERCOSUR-Handelsabkommen und hob die Notwendigkeit einer europaweiten Herkunftskennzeichnung hervor.
Die Wintertagung des Ökosozialen Forums zeigt, dass die Herausforderungen in der Agrarpolitik vielschichtig sind. Faire Preise, nachhaltige Produktion und soziale Verantwortung müssen in Einklang gebracht werden, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die Diskussionen verdeutlichten, dass ohne Lebensmittel alles nichts ist. Ernährungssicherheit muss als Wert verstanden werden, für den die Gesellschaft bereit sein muss, Verantwortung zu übernehmen. Resilienz beginnt mit Bewusstsein und Vorsorge.
Für weiterführende Informationen zur Wintertagung 2026 und zum Kartenverkauf besuchen Sie www.wintertagung.at.