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Chronik

Demenz und Armut: Rettung naht! So hilft die Volkshilfe jetzt

11. Juli 2025 um 07:38
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Wien – Demenz ist eine Diagnose, die das Leben von Betroffenen und ihren Familien grundlegend verändert. Die Volkshilfe Österreich hat dies erkannt und mit ihrer neuen Kampagne TROTZDEMenz eine Initiative gestartet, die genau dort ansetzt, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird. Mit dem Demenzhilfe-

Wien – Demenz ist eine Diagnose, die das Leben von Betroffenen und ihren Familien grundlegend verändert. Die Volkshilfe Österreich hat dies erkannt und mit ihrer neuen Kampagne TROTZDEMenz eine Initiative gestartet, die genau dort ansetzt, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird. Mit dem Demenzhilfe-Fonds werden Menschen unterstützt, die aufgrund finanzieller Engpässe nicht in der Lage sind, die notwendigen Ausgaben für Medikamente, Therapien und Betreuung zu stemmen. Die Kampagne läuft im Juli und August und macht unter anderem mit Plakaten und Radiospots auf sich aufmerksam.

Ein Leben mit Demenz: Herausforderungen und Unterstützung

Demenz ist mehr als nur ein medizinischer Begriff. Es ist eine der herausforderndsten Diagnosen, die eine Familie treffen kann. Betroffene verlieren nach und nach ihre kognitiven Fähigkeiten, was zu einem erhöhten Betreuungsaufwand führt. Der österreichische Demenzhilfe-Fonds der Volkshilfe richtet sich speziell an jene, die am meisten darunter leiden: Menschen mit geringem Einkommen, die trotz ihrer Erkrankung ein selbstbestimmtes Leben führen möchten.

„Medikamente, Therapien, Betreuung - all das sind Ausgaben, die für Menschen mit geringem Einkommen oft kaum leistbar sind“, erklärt der Präsident der Volkshilfe, Ewald Sacher. „Mit direkter finanzieller Hilfe wollen wir Menschen mit Demenz und ihren Familien hier rasch und unkompliziert unter die Arme greifen.“

Wie funktioniert der Demenzhilfe-Fonds?

Der Fonds speist sich aus Stiftungsgeldern und Spenden. Gefördert werden beispielsweise Pflegedienstleistungen, Pflegebedarfsmittel, Tagesbetreuung, Therapien oder Fahrtendienste. Diese Unterstützung kann ein entscheidender Faktor sein, um Menschen mit Demenz ein würdevolles und aktives Leben zu ermöglichen.

„Wir wollen allen Betroffenen Mut machen, offen über ihre Erfahrungen zu sprechen und Hilfe in Anspruch zu nehmen“, betont Teresa Millner-Kurzbauer, Bereichsleiterin Pflege, Betreuung und Demenzhilfe. „Durch Beratung wollen wir mögliche Ängste abbauen und zeigen, dass alle ein Recht auf ein selbstbestimmtes, glückliches und aktives Leben mit Demenz haben, unabhängig vom Einkommen.“

Die Beantragung der Unterstützung: Einfach und unkompliziert

Die Unterstützung durch den Demenzhilfe-Fonds ist einfach zu beantragen. Interessierte können sich auf der Website www.demenz-hilfe.at über die Details informieren, das Antragsformular ausfüllen und per E-Mail oder als Brief an die angegebene Adresse schicken. Die unkomplizierte Beantragung ist ein weiterer Schritt, um die Hürden für Betroffene so niedrig wie möglich zu halten.

Armutsgefährdung und Demenz: Eine gefährliche Kombination

In Österreich sind rund 130.000 Menschen von Demenz betroffen. Ein Großteil von ihnen ist älter als 65 Jahre. Diese Altersgruppe ist besonders anfällig für Armut, da viele von ihnen auf eine geringe Pension angewiesen sind. Laut aktuellen Statistiken sind etwa 17% der österreichischen Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig Initiativen wie der Demenzhilfe-Fonds sind.

Ein Experte für Sozialpolitik kommentiert: „Es ist entscheidend, dass wir als Gesellschaft die Schwächsten unter uns unterstützen. Der Demenzhilfe-Fonds ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie gezielte finanzielle Hilfe nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen verbessert, sondern auch ihre Familien entlastet.“

Vergleich mit anderen Bundesländern und Ländern

Der Bedarf an Unterstützung für Demenzkranke ist nicht nur in Österreich groß. In Deutschland beispielsweise gibt es bereits ähnliche Programme, die jedoch oft mit bürokratischen Hürden verbunden sind. Der österreichische Ansatz, den Zugang zu Hilfsmitteln so einfach wie möglich zu gestalten, könnte als Vorbild dienen.

In anderen Bundesländern Österreichs gibt es unterschiedliche Ansätze zur Unterstützung von Demenzkranken. Während Wien mit dem Demenzhilfe-Fonds eine Vorreiterrolle einnimmt, sind in einigen ländlichen Regionen die Ressourcen noch begrenzter. Hier sind oft lokale Initiativen und gemeinnützige Organisationen gefragt, um die Lücken zu schließen.

Zukunftsausblick: Wie geht es weiter?

Die Kampagne TROTZDEMenz ist nur der Anfang. Die Volkshilfe plant, den Demenzhilfe-Fonds in den kommenden Jahren weiter auszubauen und noch mehr Menschen zu erreichen. Langfristig soll die finanzielle Unterstützung durch weitere Spenden und Stiftungsgelder gesichert werden.

„Unser Ziel ist es, dass niemand aufgrund seiner finanziellen Situation auf notwendige Hilfe verzichten muss“, sagt ein Vertreter der Volkshilfe. „Wir arbeiten daran, das Bewusstsein für Demenz zu schärfen und die gesellschaftliche Akzeptanz zu erhöhen.“

Die Initiative der Volkshilfe zeigt, dass es möglich ist, auch in schwierigen Zeiten Hoffnung und Unterstützung zu bieten. Die Kombination aus finanzieller Hilfe und öffentlichem Bewusstsein könnte ein entscheidender Schritt sein, um das Leben von Menschen mit Demenz nachhaltig zu verbessern.

Für weitere Informationen besuchen Sie die offizielle Website der Kampagne unter www.demenz-hilfe.at.

Schlagworte

#Armut#Demenzhilfe#Medikamente#Österreich#Pflege#Unterstützung#Volkshilfe

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