Zwei Eurovision-Sieger vereinen Generationen im neuen FM4-Format
Tom Neuwirth und Johannes Pietsch bringen ab Februar ihren gemeinsamen Video-Podcast über Pop-Kultur und Queerness auf FM4.
Zwei österreichische Eurovision Song Contest-Sieger schließen sich zusammen: Tom Neuwirth alias Conchita Wurst und Johannes Pietsch alias JJ starten ab 22. Februar 2026 ihren gemeinsamen Video-Podcast "Bussi Bla Bla" auf FM4. Das neue Format verspricht eine einzigartige Mischung aus Pop-Kultur, Queerness, Performance und Mode – gewürzt mit dem unverwechselbaren Humor beider Hosts.
Der wöchentliche Podcast erscheint jeden Samstag um 20.00 Uhr online und wird sonntags zur gleichen Zeit auf Radio FM4 ausgestrahlt. Damit erweitert der öffentlich-rechtliche Sender sein digitales Angebot um ein Format, das zwei Generationen des österreichischen Musiklebens miteinander verbindet.
Die Konstellation könnte kaum spannender sein: Auf der einen Seite Tom Neuwirth, der 2014 als Conchita Wurst mit "Rise Like a Phoenix" den Eurovision Song Contest gewann und seither international als Sänger, Künstler und Schauspieler tätig ist. Auf der anderen Seite JJ, der 24-jährige Countertenor, der 2025 mit "Wasted Love" in Basel den dritten ESC-Sieg für Österreich holte.
"Wir reden über alles, worüber man auch mit seinen besten Freund:innen reden würde – nur dass 'ne Kamera läuft", beschreiben die beiden Hosts ihr Konzept. Diese ungefilterte, ehrliche Herangehensweise macht den besonderen Reiz von "Bussi Bla Bla" aus. Trotz der unterschiedlichen Generationen und Hintergründe verbindet beide eine ähnliche Haltung, der gleiche Humor und die gemeinsame Liebe zur Popkultur.
Die Idee zum Podcast entstand nicht im Büro, sondern auf der großen Bühne: Nach einem gemeinsamen Auftritt beim Eurovision Song Contest 2025 in Basel, wo JJ und Conchita Wurst ein vielbeachtetes Mashup aus "Wasted Love" und "Rise Like a Phoenix" performten, war die Chemie zwischen beiden unübersehbar. Die spontane Verbindung, gepaart mit überraschender Ehrlichkeit und viel Humor, machte schnell klar: Hier muss mehr passieren.
Diese natürliche Dynamik soll sich auch im Podcast widerspiegeln. Jede der 20 Folgen der ersten Staffel hat zwar einen thematischen roten Faden, lässt aber bewusst Raum für spontane Abschweifungen und wilde Assoziationen – genau das, was authentische Gespräche ausmacht.
"Bussi Bla Bla" setzt auf eine Mischung aus strukturierten Elementen und spontanen Momenten. Feste Rubriken sorgen für Wiedererkennung und schaffen gleichzeitig Raum für die Persönlichkeiten beider Hosts:
Diese Struktur ermöglicht es, sowohl die Erfahrung von Tom Neuwirth als auch die frische Perspektive von JJ optimal zu nutzen. Während Conchita Wurst auf über ein Jahrzehnt internationale Bühnenerfahrung zurückblicken kann, bringt JJ die Sichtweise der Generation Z mit ein.
Johannes Pietsch alias JJ repräsentiert eine neue Generation österreichischer Künstler. 2001 in Wien geboren, wuchs er in Dubai auf und studierte klassischen Gesang an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Seine künstlerische Laufbahn führte ihn bereits auf die Bühne der Wiener Staatsoper – eine beeindruckende Referenz für einen so jungen Künstler.
2021 machte JJ erstmals größere mediale Aufmerksamkeit bei der ORF-Castingshow "Starmania" auf sich. Der internationale Durchbruch gelang ihm 2025 beim Eurovision Song Contest in Basel, wo er mit "Wasted Love" den Sieg für Österreich holte. Seine Musik zeichnet sich durch eine einzigartige Verbindung von Oper, Pop und elektronischen Klängen aus – eine Vielseitigkeit, die auch im Podcast spürbar werden soll.
"Bussi Bla Bla" setzt konsequent auf einen modernen, plattformübergreifenden Ansatz. Der Video-Podcast ist nicht nur auf FM4.orf.at verfügbar, sondern erhält auch einen eigenen YouTube-Kanal unter youtube.com/@BussiBlaBla. Zusätzlich können Hörer den Podcast auf allen gängigen Plattformen finden:
Die traditionelle Radioausstrahlung sonntags ab 20.00 Uhr auf FM4 stellt sicher, dass auch Hörer ohne Internet-Affinität erreicht werden. Diese Kombination aus digitaler Innovation und klassischem Radio spiegelt perfekt die Philosophie von FM4 wider.
Ein zentrales Element von "Bussi Bla Bla" ist die authentische Darstellung queerer Lebensrealitäten. Beide Hosts verkörpern unterschiedliche Facetten der LGBTQ+-Community und können aus ihrer persönlichen Erfahrung heraus sprechen. Tom Neuwirth hat als Conchita Wurst internationale Sichtbarkeit für queere Themen geschaffen, während JJ eine jüngere Generation repräsentiert, die mit anderen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen aufgewachsen ist.
Diese Authentizität macht den Podcast zu mehr als nur einem Unterhaltungsformat. Er wird zur Plattform für wichtige gesellschaftliche Diskussionen, verpackt in zugänglicher, humorvoller Form. Die Themen Performance und Mode runden das Spektrum ab und schaffen Verbindungen zu aktuellen kulturellen Entwicklungen.
Mit "Bussi Bla Bla" baut FM4 sein bereits erfolgreiches Podcast-Angebot weiter aus. Der Sender hat sich in den vergangenen Jahren als wichtige Stimme für alternative Kultur und progressive Themen in Österreich etabliert. Das neue Format passt perfekt in diese Strategie und erweitert gleichzeitig die Zielgruppe um Fans beider Eurovision-Sieger.
Die Kombination aus Video-Podcast und traditioneller Radioausstrahlung zeigt, wie öffentlich-rechtliche Medien erfolgreich zwischen analogen und digitalen Welten navigieren können. FM4 beweist damit einmal mehr seine Innovationskraft im sich wandelnden Medienlandschaft.
Die erste Staffel von "Bussi Bla Bla" umfasst 20 Folgen und startet am 22. Februar 2026. Die Macher versprechen eine bunte Mischung aus tiefgreifenden Gesprächen, lustigen Momenten und überraschenden Einblicken in das Leben zweier außergewöhnlicher Künstler.
Ob sich das Format etablieren kann, wird nicht zuletzt davon abhängen, wie authentisch die Chemie zwischen Tom Neuwirth und JJ auch über längere Zeit funktioniert. Die ersten Reaktionen auf ihre gemeinsamen Auftritte lassen jedoch vermuten, dass "Bussi Bla Bla" das Potential hat, eine feste Größe in der österreichischen Podcast-Landschaft zu werden.
Für beide Künstler stellt der Podcast eine neue Herausforderung dar: Während sie auf der Bühne gewohnt sind zu performen, erfordert das Podcast-Format eine andere Art der Authentizität. Genau diese Spannung zwischen Performance und Persönlichkeit könnte "Bussi Bla Bla" zu einem besonderen Hörvergnügen machen.