Am 28. Jänner 2026 wird die Kunsthalle Wien zur Bühne für eine außergewöhnliche Präsentation: Die erste Einzelausstellung der französisch-iranischen Künstlerin Chalisée Naamani außerhalb Frankreichs. Mit der Ausstellung 'Octogone' wird Wien zum Treffpunkt internationaler Kunstinteressierter. Diese A
Am 28. Jänner 2026 wird die Kunsthalle Wien zur Bühne für eine außergewöhnliche Präsentation: Die erste Einzelausstellung der französisch-iranischen Künstlerin Chalisée Naamani außerhalb Frankreichs. Mit der Ausstellung 'Octogone' wird Wien zum Treffpunkt internationaler Kunstinteressierter. Diese Ausstellung vereint aktuelle Skulpturen, Drucke und Textilarbeiten der Künstlerin, die durch ihre außergewöhnliche Herangehensweise an Mode und Kunst beeindruckt. Naamani beschreibt ihre Werke als 'Bildgewänder', eine faszinierende Verschmelzung von Kunst und Mode, die nicht zum Tragen gedacht sind, sondern als politische und kulturelle Statements fungieren.
Chalisée Naamani, geboren 1995 in Paris, hat sich durch ihre einzigartige künstlerische Praxis einen Namen gemacht. Ihre Arbeiten sind geprägt von einem Prozess der Überlagerung und Collage, bei dem Bilder, Stoffe und Texte aus verschiedenen Quellen zu skulpturalen Kunstwerken verschmelzen. Diese Werke erinnern oft an Kleidungsstücke und verweisen auf die Geschichte der Mode, jedoch ohne die Absicht, tatsächlich getragen zu werden.
Der Begriff 'Bildgewänder' beschreibt Naamanis Werke treffend. Sie nutzt Mode als eine Form der politischen Ausdrucksweise, die über die reine Ästhetik hinausgeht. In ihren Arbeiten reflektiert sie die angewandten Künste und zeigt, wie Form, Funktion und Ästhetik mit Macht und kultureller Bedeutung verknüpft sind. Ihre Inspirationsquellen sind vielfältig und umfassen ornamentale Traditionen der dekorativen und bildenden Kunst, persische und christliche Ikonografien sowie Zitate aus der Populär- und Internetkultur.
Die Verbindung von Mode und Kunst hat eine lange Geschichte. Bereits im 19. Jahrhundert begannen Künstler, sich mit Mode zu beschäftigen, indem sie ihre Werke auf Stoffen darstellten oder Kleidungsstücke als Leinwand nutzten. Diese Tradition setzte sich im 20. Jahrhundert fort, als Designer wie Yves Saint Laurent und Alexander McQueen Mode als Kunstform etablierten. Chalisée Naamani führt diese Tradition fort, indem sie Mode als Medium für künstlerische und politische Aussagen nutzt.
In Österreich hat die Verbindung von Kunst und Mode ebenfalls eine lange Tradition. Bekannte Designer wie Helmut Lang und Iris van Herpen haben in ihren Arbeiten immer wieder künstlerische Elemente integriert. Im Vergleich dazu hat Deutschland eine stärkere Trennung zwischen Mode und Kunst, während die Schweiz eine ähnliche Verschmelzung wie Österreich aufweist. Naamanis Arbeiten in Wien bieten daher eine spannende Ergänzung zur österreichischen Kunstlandschaft.
Die Ausstellung in der Kunsthalle Wien bietet den Besuchern die Möglichkeit, Mode aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Anstatt nur als Konsumobjekte wahrgenommen zu werden, werden Kleidungsstücke zu Trägern kultureller und politischer Botschaften. Dies kann zu einem Umdenken in der Wahrnehmung von Mode führen und die Diskussion über die Rolle von Kleidung in der Gesellschaft anregen. Die Besucher können sich inspirieren lassen, Mode nicht nur als Ausdruck von Stil, sondern auch als Mittel der Kommunikation und des Protests zu sehen.
Die Kunsthalle Wien erwartet zur Ausstellungseröffnung am 28. Jänner 2026 zahlreiche Besucher. Die Ausstellung ist in Kooperation mit dem Palais de Tokyo in Paris entstanden und bietet eine Vielzahl an Exponaten, die eigens für diese Präsentation geschaffen wurden. Die Pressekonferenz und der Ausstellungsrundgang mit der Künstlerin und Michelle Cotton, der Artistic Director der Kunsthalle Wien, versprechen spannende Einblicke in die Entstehung und Bedeutung der Werke.
Die Ausstellung 'Octogone' könnte den Beginn einer neuen Ära in der österreichischen Kunstszene markieren, in der die Grenzen zwischen Kunst und Mode weiter verschwimmen. Es ist zu erwarten, dass Naamanis Arbeiten die Diskussion über die Rolle von Kunst in der Mode und umgekehrt anregen werden. Diese Entwicklung könnte zu einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Künstlern und Designern führen und neue kreative Ausdrucksformen hervorbringen.
Die Ausstellung von Chalisée Naamani in der Kunsthalle Wien ist ein Muss für alle Kunst- und Modeinteressierten. Sie bietet nicht nur faszinierende Einblicke in die Arbeit einer aufstrebenden Künstlerin, sondern regt auch zum Nachdenken über die Rolle von Mode in der Kunst an. Besuchen Sie die Ausstellung und lassen Sie sich von der kreativen Kraft der 'Bildgewänder' inspirieren. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Kunsthalle Wien.