Es ist ein sonniger Herbsttag im Jahr 2025, als die IAA Mobility in München ihre Tore öffnet. Doch dieses Jahr ist etwas anders: Ein gigantischer Showtruck zieht die Blicke der Besucher auf sich. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hat, gemeinsam mit dem Bund gegen Alkohol und Drogen im Straße
Es ist ein sonniger Herbsttag im Jahr 2025, als die IAA Mobility in München ihre Tore öffnet. Doch dieses Jahr ist etwas anders: Ein gigantischer Showtruck zieht die Blicke der Besucher auf sich. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hat, gemeinsam mit dem Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS) und unterstützt von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), eine spektakuläre Roadshow ins Leben gerufen. Ihr Ziel: Die Aufklärung über die Gefahren von Cannabis im Straßenverkehr.
Mit der Legalisierung von Cannabis in vielen Teilen der Welt, darunter auch in einigen Regionen Deutschlands, steigt die Sorge vor einem Anstieg von Verkehrsunfällen unter Drogeneinfluss. Laut einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ist das Unfallrisiko unter Cannabiseinfluss erheblich erhöht. Insbesondere junge Fahrer, die oft noch unerfahren und risikobereit sind, unterschätzen die Gefahren erheblich.
Helmut Trentmann, Präsident des BADS, warnt: "Cannabis verlangsamt die Reaktionsfähigkeit. Unser Fahrsimulator zeigt das eindrucksvoll. Wer high ist, sollte niemals hinters Steuer."
Die Roadshow "High fährt nicht - high lässt fahren" richtet sich an junge Verkehrsteilnehmer zwischen 16 und 24 Jahren. Diese Altersgruppe ist besonders gefährdet, da sie oft wenig Fahrerfahrung hat und gleichzeitig zu risikoreichem Verhalten neigt.
Der Showtruck ist mit modernster Technik ausgestattet. Besucher können ihre Reaktionsfähigkeit in einem E-Scooter- und einem Pkw-Fahrsimulator testen. Diese Simulatoren sind mit einer einzigartigen Software ausgestattet, die die Auswirkungen von Cannabis auf die Fahrleistung simuliert. Ein Rauschbrillenparcours ergänzt das Programm und macht die Gefahren eindrucksvoll erlebbar.
Manfred Wirsch, Präsident des DVR, betont: "Unsere Roadshow zeigt die Gefahren und klärt auf, damit Unfälle erst gar nicht passieren. Wer fährt, kifft nicht. Wer kifft, fährt nicht."
Die Resonanz auf die Roadshow ist bereits vor dem Start überwältigend. Mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und junge Beschäftigte haben sich für einen Besuch angemeldet. Beim IAA Open Space in München sind alle Interessierten auch ohne Anmeldung herzlich willkommen.
Die Roadshow ist Teil einer größeren, seit 2024 laufenden Aufklärungskampagne des DVR. Diese Kampagne ist online, in sozialen Medien, im Kino, Hörfunk und auf digitalen Plakaten präsent. Sie wurde 2025 bei den 42. International Healthcare Ad Awards mit vier Preisen ausgezeichnet.
Experten sind sich einig: Solche Präventionsmaßnahmen sind unerlässlich, um das Bewusstsein für die Gefahren von Drogen im Straßenverkehr zu schärfen. Ein Experte für Verkehrssicherheit erklärt: "Die Legalisierung von Cannabis bringt Herausforderungen mit sich. Wir müssen sicherstellen, dass die Menschen die Risiken kennen und verantwortungsbewusst handeln."
Die Bundesregierung unterstützt die Roadshow aktiv. Prof. Dr. Hendrik Streeck, der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, hat die Schirmherrschaft übernommen und unterstreicht die Bedeutung der Aktion mit einer Videobotschaft.
Die Diskussion um Cannabis und Verkehrssicherheit ist politisch brisant. Während einige Politiker die Legalisierung als gesellschaftlichen Fortschritt sehen, warnen andere vor den möglichen Folgen im Straßenverkehr. Die Roadshow könnte als Modellprojekt dienen, um langfristig eine sichere Verkehrsumgebung zu gewährleisten.
Der DVR verfolgt das Ziel der "Vision Zero" – eine Welt ohne Verkehrstote. Durch die hohe Sachkenntnis und die Erfahrung seiner Mitglieder bildet der DVR ein effizientes Netzwerk für Verkehrssicherheit.
Abschließend bleibt zu hoffen, dass die Roadshow "High fährt nicht - high lässt fahren" ein Bewusstsein für die Gefahren schafft und dazu beiträgt, die Zahl der Unfälle unter Drogeneinfluss zu reduzieren.
Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie auf der offiziellen Webseite des DVR: DVR-Kampagne.