Am 2. Dezember 2025 wurde in Sankt Pölten eine wegweisende Kooperation zwischen dem Bundesheer und dem Verband Österreichischer Nachwuchsleistungssportmodelle (VÖN) bekanntgegeben. Diese Partnerschaft zielt darauf ab, junge Talente zu fördern und ihnen den Weg in eine professionelle Sportkarriere zu
Am 2. Dezember 2025 wurde in Sankt Pölten eine wegweisende Kooperation zwischen dem Bundesheer und dem Verband Österreichischer Nachwuchsleistungssportmodelle (VÖN) bekanntgegeben. Diese Partnerschaft zielt darauf ab, junge Talente zu fördern und ihnen den Weg in eine professionelle Sportkarriere zu ebnen. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und VÖN-Präsident Thomas Wörz unterzeichneten den Vertrag, der als Grundstein für ein modernes und nachhaltiges Fördersystem gilt. Österreichische Sportlerinnen und Sportler sollen so besser auf internationale Wettkämpfe vorbereitet werden.
Die neue Kooperation zwischen dem Bundesheer und dem VÖN verspricht eine umfassende Unterstützung für junge Sportler. Ziel ist es, die gesamte Förderkette vom Nachwuchs- bis zum Spitzensport zu stärken. Dies soll durch eine intensivere Zusammenarbeit und optimierte Abstimmungsprozesse erreicht werden. Die Integration von Schulen und Leistungszentren schafft optimale Strukturen für die Talente Österreichs. Ehemalige Athleten werden als Botschafter für den Sport fungieren, um den Wissenstransfer zu fördern.
Die Förderung von Nachwuchssportlern hat in Österreich eine lange Tradition. Bereits in den 1970er Jahren wurden erste Strukturen geschaffen, um junge Talente zu unterstützen. Das Bundesheer spielte dabei stets eine zentrale Rolle und entwickelte sich zum größten Unterstützer des österreichischen Leistungssports. Mit der neuen Kooperation wird diese Tradition fortgeführt und an die Bedürfnisse der heutigen Zeit angepasst.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz verfolgt Österreich mit dieser Kooperation einen einzigartigen Ansatz. Während in Deutschland die Förderung oft auf Bundesebene organisiert ist, setzt Österreich auf eine engere Verknüpfung von Bildung und Sport. Die Schweiz hingegen legt großen Wert auf die individuelle Förderung der Athleten. Österreichs Modell, das Schule und Leistungssport verbindet, könnte als Vorbild für andere Länder dienen.
Für die jungen Athletinnen und Athleten bedeutet die Kooperation eine bessere Vorbereitung auf internationale Wettkämpfe. Die duale Ausbildungsform, die Schule und Leistungssport kombiniert, bietet ihnen nicht nur sportliche, sondern auch berufliche Perspektiven. Mit der Unterstützung des Bundesheers erhalten sie eine umfassende sozialrechtliche Absicherung und können sich voll auf ihren Sport konzentrieren.
Der VÖN betreut derzeit 3400 Athletinnen und Athleten in 15 anerkannten Nachwuchsleistungssportmodellen. Etwa 70 % aller österreichischen Nachwuchskader-Sportler profitieren von dieser dualen Ausbildungsform. Das Bundesheer unterstützt jährlich 170 Grundwehrdiener, 25 Frauen im Ausbildungsdienst, 280 Militärpersonen auf Zeit und 30 Behindertensportler. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung der Kooperation für den österreichischen Sport.
Die langfristigen Ziele der Kooperation sind ehrgeizig. Durch die engere Zusammenarbeit sollen die Übergänge für talentierte Athletinnen und Athleten effizienter gestaltet werden. Einheitliche Bildungsangebote und eine intensivere Vernetzung mit Schulen und Standorten sollen zusätzliche Orientierung schaffen. Die Zusammenarbeit mit ehemaligen Athleten als Botschafter wird den Wissenstransfer fördern und die Verzahnung der Strukturen stärken.
Die neue Kooperation zwischen dem Bundesheer und dem VÖN ist ein wichtiger Schritt für die Förderung des österreichischen Spitzensports. Sie bietet jungen Talenten die Möglichkeit, sich optimal zu entwickeln und international erfolgreich zu sein. Die Zusammenarbeit verspricht, die Strukturen im österreichischen Sport nachhaltig zu verbessern. Bleibt abzuwarten, wie sich diese Partnerschaft in den kommenden Jahren entwickeln wird. Interessierte Leserinnen und Leser können sich auf der Webseite des Bundesministeriums für Landesverteidigung weiter informieren.