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Bildungsrevolution 2025: Was sich in Österreichs Schulen alles ändert!

22. August 2025
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Der Countdown läuft! In etwas mehr als einer Woche beginnt das neue Schuljahr 2025/26 in Österreich und mit ihm eine wahre Bildungsrevolution, die das Land in Atem hält. Am 22. August 2025 stellte Bildungsminister Christoph Wiederkehr die umfassenden Neuerungen vor, die in den Schulen Einzug halten

Der Countdown läuft! In etwas mehr als einer Woche beginnt das neue Schuljahr 2025/26 in Österreich und mit ihm eine wahre Bildungsrevolution, die das Land in Atem hält. Am 22. August 2025 stellte Bildungsminister Christoph Wiederkehr die umfassenden Neuerungen vor, die in den Schulen Einzug halten werden. Diese Änderungen sollen nicht nur den Unterricht verbessern, sondern auch das gesamte Schulumfeld positiv beeinflussen.

Lehrer-Offensive: Tausende neue Stellen ausgeschrieben

Ein zentraler Punkt der Bildungsreform ist die Hauptausschreibung für Lehrerstellen. Für das kommende Schuljahr wurden 6.555 Stellen ausgeschrieben, die insgesamt 95.273 Stunden Unterricht abdecken. Das entspricht etwa 4.331 vollbeschäftigten Lehrpersonen. Der Bedarf an neuen Lehrkräften ist enorm, nicht zuletzt durch die steigende Anzahl von Schülern und die geplanten Erweiterungen im Lehrangebot.

Besonders erfreulich ist die hohe Bewerberzahl: Rund 16.000 Personen haben sich beworben, darunter 2.000 Quereinsteiger. Diese Zahl stellt eine 30-prozentige Steigerung der Quereinsteiger im Vergleich zum Vorjahr dar. Ein klares Zeichen dafür, dass die Maßnahmen zur Attraktivierung des Lehrerberufs Wirkung zeigen. Die zusätzlichen Planstellen für Landeslehrpersonen belaufen sich auf über 1.200, was ein deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr darstellt.

Deutschförderung: Ein Quantensprung

Die Deutschförderung erfährt eine bemerkenswerte Aufwertung: Die Planstellen werden auf 1.300 verdoppelt, um den steigenden Bedarf zu decken. Diese Maßnahme ist Teil einer umfassenden Strategie, die sicherstellen soll, dass alle Schüler, unabhängig von ihrer Herkunft, die deutsche Sprache erfolgreich erlernen können. Die jährlichen Investitionen in Höhe von 62 Millionen Euro und insgesamt 108 Millionen Euro unterstreichen die Bedeutung dieser Initiative.

Wirtschaftsbildung neu gedacht

Ein weiterer Meilenstein ist die Neupositionierung des Wirtschaftskundlichen Realgymnasiums (WIKU). Die Einführung des neuen Unterrichtsfachs „Wirtschaft, Innovation und Nachhaltigkeit“ soll Schüler auf die komplexen Herausforderungen der modernen Welt vorbereiten. Dieses Fach wird sowohl in der Unter- als auch in der Oberstufe mit jeweils zwei Stunden pro Woche unterrichtet. Ziel ist es, den Schülern ein fundiertes Verständnis von wirtschaftlichen Zusammenhängen zu vermitteln und sie in die Lage zu versetzen, reflektierte Entscheidungen zu treffen.

Unterstützung für besondere Bedürfnisse

Auch für Schüler mit besonderen Bedürfnissen gibt es gute Neuigkeiten: Die Lehrpläne für die Sonderpädagogik werden modernisiert und stärker auf die individuellen Förderbedarfe der Schüler ausgerichtet. Diese Anpassungen sollen sicherstellen, dass alle Schüler das bestmögliche Bildungsangebot erhalten.

Psychosoziale Unterstützung: Ein doppelter Gewinn

Die Verdopplung der Planstellen für Schulpsychologen und Schulsozialarbeiter ist ein weiterer Schritt, um die psychosoziale Unterstützung an Schulen zu stärken. Bis 2027 sollen 390 Planstellen besetzt werden, was eine deutliche Verbesserung der Betreuungssituation darstellt. Im Schuljahr 2025/26 werden bereits 70 neue Planstellen besetzt, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.

Handyverbot und digitale Bildung

Ein weiteres kontroverses Thema ist das allgemeine Handyverbot an Pflichtschulen. Seit Mai gilt ein Nutzungsverbot bis zur 8. Schulstufe, wobei Schulen autonom entscheiden können, ob und wie sie davon abweichen. Ziel ist es, die Konzentration der Schüler zu fördern und den Fokus auf den Bildungserwerb zu legen. Parallel dazu wird der Altersschutz auf Tablets und Laptops verbessert, um die Medienbildung zu fördern und zu vertiefen.

Quereinstieg und Bürokratieabbau

Ein Pilotprojekt zum Quereinstieg in die Volksschule startet im Herbst in Wien. Diese Initiative soll es auch Berufsumsteigern ermöglichen, den Lehrerberuf zu ergreifen. Zudem wird die Entbürokratisierung vorangetrieben: 80 Prozent aller Erlässe werden mit 1. September außer Kraft gesetzt, um den Schulen mehr Freiraum zu geben.

Digitalisierung und KI: Die Zukunft der Bildung

Das Maßnahmenbündel zur Digitalisierung umfasst unter anderem KI-Selbstlernkurse für Schüler der Sekundarstufe I. Diese Kurse sollen den Schülern die Möglichkeit geben, sich intensiv mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) auseinanderzusetzen. Auch für Lehrkräfte gibt es Fortbildungsangebote, um sie auf die Herausforderungen und Chancen von KI im Bildungsbereich vorzubereiten.

Hilfe bei Schulmaterialien: Unterstützung für Familien

Eltern können aufatmen: Für die Anschaffung von Schulmaterialien gibt es finanzielle Unterstützung. Das Schulstartgeld in Höhe von 121,4 Euro pro Kind wurde bereits im August ausgezahlt. Zusätzlich gibt es Gutscheine für Schulartikel, die in allen LIBRO und PAGRO Filialen eingelöst werden können. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass alle Schüler mit den notwendigen Materialien ausgestattet sind.

Orientierungsklassen: Ein neues Konzept für Zugewanderte

Zugewanderte Kinder, die keine schulische Vorerfahrung haben, werden in speziellen Orientierungsklassen auf das Schulleben vorbereitet. Diese Klassen sollen den Kindern den Einstieg erleichtern und sicherstellen, dass sie die bestmögliche Unterstützung erhalten.

Bildungsminister Wiederkehr zeigt sich optimistisch: „Die ausgerufene Aufholjagd im Bildungsbereich wurde mit einer Reihe von Maßnahmen gestartet. Mein Ziel ist es, dass Schüler und das gesamte Schulpersonal gerne in die Schule gehen und wir die Bildungseinrichtungen weiter stärken.“

Schlagworte

#Bildungsreform#Deutschförderung#Handyverbot#Lehrerstellen#Österreich#Schuljahr 2025/26#Wirtschaftsbildung

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