Die aktuellen Bildungsdaten aus Wien-Meidling zeichnen ein dramatisches Bild der Wiener Schullandschaft. Nach jüngsten Erhebungen sprechen nahezu 50 Prozent der Kinder im Bezirk zu Hause kein Deutsch.
Die aktuellen Bildungsdaten aus Wien-Meidling zeichnen ein dramatisches Bild der Wiener Schullandschaft. Nach jüngsten Erhebungen sprechen nahezu 50 Prozent der Kinder im Bezirk zu Hause kein Deutsch, während in den Vorschulklassen fast 90 Prozent als außerordentliche Schüler eingestuft werden. Diese Zahlen, die in der Kronen Zeitung thematisiert wurden, wurden von der FPÖ Wien heftig kritisiert.
In einer Stellungnahme bezeichneten FPÖ-Wien Klubobmann Maximilian Krauss und der Meidlinger FPÖ-Gemeinderat LAbg. Lukas Brucker die Zahlen als "bildungspolitischen Offenbarungseid für die rot-pinke Stadtregierung" und sprechen von einem "handfesten Bildungsnotstand". Sie betonen, dass nahezu jedes zweite Kind im Bezirk zu Hause kein Deutsch spreche und dass in den Vorschulklassen fast 90 Prozent der Kinder außerordentliche Schüler seien. Laut ihrer Darstellung könnten diese Kinder dem Unterricht nicht folgen, obwohl sie durchschnittlich zweieinhalb Jahre einen Wiener Kindergarten besucht hätten.
Besonders alarmierend sei für Krauss und Brucker, dass 100 Prozent der öffentlichen Pflichtschulen in Meidling laut aktueller Einstufung als problematisch gelten. Sie fordern daher einen sofortigen Notfallplan für die Wiener Pflichtschulen. Dieser müsse verpflichtende Sprachstandsfeststellungen ab dem 3. Lebensjahr ebenso beinhalten wie verpflichtende Deutschkurse für Kinder und Eltern bei mangelhaften Deutschkenntnissen. Zudem fordern sie klare und harte Konsequenzen für Integrationsverweigerer, inklusive konsequenter Abschiebungen.