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Politik

Bildung in Gefahr? So hilft Österreichs neues Programm gefährdeten Studierenden

21. September 2025 um 09:39
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In einer Welt, in der Krieg und politische Repression den Alltag vieler Menschen bestimmen, wird der Zugang zu Bildung oft zu einem unerreichbaren Traum. Doch Österreich setzt ein deutliches Zeichen für internationale Solidarität und Bildungsgerechtigkeit: Mit dem neuen Students at Risk-Programm (St

In einer Welt, in der Krieg und politische Repression den Alltag vieler Menschen bestimmen, wird der Zugang zu Bildung oft zu einem unerreichbaren Traum. Doch Österreich setzt ein deutliches Zeichen für internationale Solidarität und Bildungsgerechtigkeit: Mit dem neuen Students at Risk-Programm (StAR) wird gefährdeten und geflüchteten Studierenden die Möglichkeit gegeben, ihre akademische Laufbahn in Österreich fortzusetzen. Dieses bahnbrechende Programm bietet nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch eine Chance auf ein sicheres Studium in einem demokratischen Umfeld.

Ein Meilenstein für die Bildungsgerechtigkeit

Das StAR-Programm, das auf das langjährige Engagement der Grünen & Alternativen Student_innen (GRAS) zurückgeht, wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMFWF), dem Österreichischen Austauschdienst (OeAD) und der Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH) entwickelt. Es stellt einen bedeutenden Fortschritt für die internationale Bildungsgerechtigkeit und den Schutz demokratischer Grundwerte dar. Mit einem monatlichen Stipendium von 1200 Euro sollen die Studierenden unterstützt werden, die aufgrund von Krieg, Verfolgung oder politischer Repression in ihren Heimatländern vom Studium ausgeschlossen sind.

Ein Blick auf andere Länder

Initiativen wie der Students at Risk Fonds wurden bereits in Ländern wie Norwegen und Deutschland erfolgreich umgesetzt. Diese Programme bieten Studierenden in Not eine sichere Umgebung, um ihre Ausbildung fortzusetzen. In Österreich wird nun ein ähnlicher Weg eingeschlagen, um den Zugang zu Bildung zu gewährleisten, wenn er in den Herkunftsländern verwehrt wird. Die Umsetzung solcher Programme ist von entscheidender Bedeutung, um den Betroffenen ihre Autonomie und Sicherheit zu gewährleisten.

Die Stimme der Befürworter

Viktoria Kudrna, Mitglied im Vorsitzteam der ÖH-Bundesvertretung für die GRAS, hebt die Bedeutung des Programms hervor: "Die Implementierung des Students At Risk Programms bedeutet einen großen Schritt für die breite Zugänglichkeit von Bildung und setzt ein klares Zeichen für den Schutz jener Studierenden, welche von Krieg, Verfolgung oder politischer Repression betroffen sind." Besonders Frauen sind weltweit mit erheblichen Hürden im Zugang zu Bildung konfrontiert. Das Programm soll hier Abhilfe schaffen und den Zugang erleichtern.

Sarah Rossmann, ehemalige ÖH-Vorsitzende, erklärt: "Die Verweigerung des Zugangs zu Universitäten ist ein repressives Werkzeug, welches Studierenden effektiv ihr Recht auf Bildung nimmt und stellt damit eine brandgefährliche antidemokratische Maßnahme dar." Sie betont die Notwendigkeit, dieser Entwicklung entgegenzuwirken und den Betroffenen ihre Autonomie und Sicherheit zu gewährleisten.

Globale Herausforderungen und lokale Lösungen

Laura Reppmann, Referentin für Internationale Angelegenheiten in der ÖH-Bundesvertretung, ergänzt: "Students At Risk soll Studierende weltweit unterstützen und ihnen eine Chance geben, ihren Bildungsweg in Österreich fortzuführen." Die humanitäre Lage in Ländern wie Gaza, dem Iran oder Afghanistan ist katastrophal, und der Zugang zu Bildung wird systematisch in Ländern wie Belarus eingeschränkt. Durch das Students At Risk Programm soll jährlich 50 Studierenden ermöglicht werden, ihr Studium in Österreich sicher abzuschließen.

Die Auswirkungen auf die Gesellschaft

Die Einführung des StAR-Programms hat weitreichende Auswirkungen auf die österreichische Gesellschaft. Es fördert nicht nur die Integration von geflüchteten Studierenden, sondern stärkt auch die internationalen Beziehungen und das Ansehen Österreichs als Land der Bildung und Menschlichkeit. Die Unterstützung von 50 Studierenden pro Jahr mag auf den ersten Blick gering erscheinen, doch sie symbolisiert einen wichtigen Schritt in Richtung einer gerechteren Welt.

Ein Zukunftsausblick

Die Einführung des Students at Risk-Programms könnte auch als Vorbild für andere Länder dienen, die ähnliche Herausforderungen bewältigen müssen. Der Erfolg des Programms in Österreich könnte andere Nationen dazu ermutigen, ähnliche Initiativen zu ergreifen und somit einen globalen Wandel im Bereich der Bildungsgerechtigkeit zu fördern. Die langfristigen Auswirkungen könnten zu einer stärkeren internationalen Zusammenarbeit und einem besseren Verständnis zwischen den Kulturen führen.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf der Webseite der ÖH und des OeAD.

  • Stipendium: 1200 Euro monatlich
  • Teilnehmer: 50 Studierende pro Jahr
  • Kooperationspartner: BMFWF, OeAD, ÖH
  • Ziel: Unterstützung von Studierenden aus Krisengebieten

Schlagworte

#Bildungsgerechtigkeit#Flüchtlinge#GRAS#Internationale Zusammenarbeit#Österreich#Stipendium#Students at Risk

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