Am 20. November 2025 setzt die Berglandmilch eGen in Wels ein starkes Zeichen für den Klimaschutz. Durch den innovativen Einsatz von CO2-Credits, die aus der Reduktion von Methanemissionen stammen, profitieren die teilnehmenden Bäuerinnen und Bauern nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich.
Am 20. November 2025 setzt die Berglandmilch eGen in Wels ein starkes Zeichen für den Klimaschutz. Durch den innovativen Einsatz von CO2-Credits, die aus der Reduktion von Methanemissionen stammen, profitieren die teilnehmenden Bäuerinnen und Bauern nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich. Diese Initiative zeigt eindrucksvoll, wie Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen können.
Der pflanzliche Futterzusatz Agolin, der in der Milchproduktion eingesetzt wird, reduziert nachweislich den Methanausstoß von Milchkühen. Methan ist ein Treibhausgas, das 25-mal stärker wirkt als CO2. Durch die Optimierung der Fermentation im Pansen der Kühe wird weniger Methan freigesetzt. Dies verringert den CO2-Fußabdruck der Milchproduktion erheblich.
CO2-Credits sind ein Instrument des Emissionshandels, das in den 1990er Jahren im Rahmen des Kyoto-Protokolls eingeführt wurde. Ziel war es, den globalen Treibhausgasausstoß zu reduzieren, indem Unternehmen, die ihre Emissionen senken, diese Einsparungen als Credits verkaufen können. In Österreich wurde dieses System in den letzten Jahren zunehmend in der Landwirtschaft eingesetzt, um nachhaltige Praktiken zu fördern.
Während Österreich bei der Nutzung von CO2-Credits in der Landwirtschaft als Vorreiter gilt, sind ähnliche Bestrebungen auch in Deutschland und der Schweiz im Gange. In Deutschland wird verstärkt auf regenerative Landwirtschaft gesetzt, während die Schweiz auf eine Kombination aus technologischen Innovationen und traditionellen Methoden setzt, um ihre Emissionen zu senken.
Für die teilnehmenden Berglandmilch-Betriebe bedeutet das Projekt nicht nur eine direkte finanzielle Entlastung durch die Rückvergütung der Zertifikatswerte, sondern auch eine Anerkennung ihres ökologischen Engagements. Im Durchschnitt konnten die Betriebe jährlich etwa 15 Tonnen CO2-Emissionen einsparen, was einer Gutschrift von rund 500 Euro entspricht. Dies zeigt, dass Klimaschutzmaßnahmen nicht nur der Umwelt, sondern auch der Wirtschaftlichkeit der Betriebe zugutekommen.
Die teilnehmenden Betriebe haben durch den Einsatz von Agolin etwa 300 Kilogramm CO2e pro Milchkuh und Jahr eingespart. Insgesamt wurden jährlich rund 15 Tonnen CO2-Emissionen eingespart. Diese Einsparungen wurden in Form von CO2-Credits auf dem Markt verkauft, was den Betrieben zusätzliche Einnahmen verschaffte.
Die Berglandmilch plant, das Projekt in den kommenden Jahren weiter auszubauen und zusätzliche Landwirtinnen und Landwirte einzubinden. Ziel ist es, die CO2-Emissionen in der Milchwirtschaft weiter zu senken und gleichzeitig die wirtschaftliche Basis der Betriebe zu stärken. Durch die Kombination von ökologischen und ökonomischen Maßnahmen könnte Österreich eine Vorreiterrolle in der nachhaltigen Landwirtschaft in Europa einnehmen.
Das Berglandmilch-Projekt zeigt eindrucksvoll, dass Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sein müssen. Durch innovative Ansätze wie den Einsatz von Agolin und den Handel mit CO2-Credits können nachhaltige Praktiken gefördert und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit der Betriebe gesteigert werden. Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie auf der Webseite von Berglandmilch.