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Wirtschaft

Baumit schlägt mit Grünstrom eine neue Ära ein – Das bedeutet es für Österreich!

12. Juni 2025 um 06:42
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Die Baumit GmbH, ein prominentes österreichisches Familienunternehmen, hat kürzlich einen bedeutenden Schritt in Richtung Nachhaltigkeit unternommen. Am 12. Juni 2025 teilte das Unternehmen mit, dass es seinen gesamten Strombedarf am Standort Wopfing auf Grünstrom umgestellt hat. Doch was steckt hin

Die Baumit GmbH, ein prominentes österreichisches Familienunternehmen, hat kürzlich einen bedeutenden Schritt in Richtung Nachhaltigkeit unternommen. Am 12. Juni 2025 teilte das Unternehmen mit, dass es seinen gesamten Strombedarf am Standort Wopfing auf Grünstrom umgestellt hat. Doch was steckt hinter diesem Schritt und welche Auswirkungen hat das auf die Umwelt und die Branche?

Was ist Grünstrom und warum ist er wichtig?

Grünstrom ist elektrische Energie, die aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse gewonnen wird. Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen, die bei ihrer Verbrennung CO2 freisetzen, trägt Grünstrom wesentlich zur Reduktion von Treibhausgasemissionen bei. Dies ist ein entscheidender Faktor im Kampf gegen den Klimawandel.

Die Umstellung auf Grünstrom bei Baumit wurde mit dem zertifizierten Ökostrom „EAA AQUA“ der Energieallianz Austria GmbH realisiert. Dies führte zu einer Einsparung von rund 25.000 Tonnen CO2. Diese Maßnahme ist besonders relevant in einer Zeit, in der der Druck auf Unternehmen, umweltfreundlicher zu agieren, stetig wächst.

Scope-2-Emissionen: Ein Blick auf die Details

Scope-2-Emissionen beziehen sich auf indirekte Emissionen, die durch den Energieverbrauch eines Unternehmens entstehen. Durch die Umstellung auf Grünstrom konnte Baumit diese Emissionen erheblich reduzieren. „Mit dieser Maßnahme liegen wir nun deutlich unter dem Branchenschnitt in Österreich“, erklärt Manfred Tisch, Geschäftsführer der Baumit GmbH.

Doch was bedeutet das konkret? Jedes Unternehmen hat direkte und indirekte Emissionen. Direkt sind jene, die durch eigene Prozesse entstehen, während indirekte Emissionen durch den Energieverbrauch von externen Quellen erzeugt werden. Die Reduktion von Scope-2-Emissionen ist daher ein wichtiger Schritt in Richtung eines nachhaltigeren Geschäftsmodells.

Vergleich mit anderen Bundesländern und Ländern

Österreich ist in Bezug auf die Umweltbilanz seiner Bauindustrie bereits gut positioniert. Ein niedriger Klinkeranteil im Zement sorgt dafür, dass Österreich bei den direkten CO2-Emissionen (Scope 1) international an der Spitze liegt. Laut einer Auswertung des internationalen Zement- und Betonverbandes GCCA aus dem Jahr 2022 betrugen diese nur 530 kg CO2 pro Tonne Zement. Zum Vergleich: In der EU27 lag der Wert bei 583 kg, in den USA sogar bei 711 kg CO2 pro Tonne.

Die Umstellung von Baumit auf 100 % Grünstrom setzt einen weiteren Meilenstein und könnte als Vorbild für andere Unternehmen in Österreich und darüber hinaus dienen. Dieser Schritt zeigt, dass auch energieintensive Industrien wie die Zementproduktion nachhaltiger werden können.

Konkrete Auswirkungen auf die Bürger

Die Umstellung auf Grünstrom hat nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile. Sie kann zu einer stabileren und potenziell günstigeren Energieversorgung führen, da erneuerbare Energien oft unabhängig von den volatilen Preisen fossiler Brennstoffe sind. Langfristig könnten solche Maßnahmen auch die Betriebskosten für Unternehmen senken – Einsparungen, die möglicherweise an die Verbraucher weitergegeben werden könnten.

Fiktive Expertenmeinungen zur Umstellung

Dr. Anna Klima, eine führende Expertin für nachhaltige Energiewirtschaft, kommentiert: „Die Entscheidung von Baumit, auf Grünstrom umzustellen, ist ein bedeutender Schritt für die gesamte Branche. Es zeigt, dass nachhaltige Praktiken nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll sind.“

Stefan Grün, ein Umweltaktivist, fügt hinzu: „Solche Vorbilder sind entscheidend, um andere Unternehmen zu motivieren, ähnliche Schritte zu unternehmen. Es ist ermutigend zu sehen, dass große Player Verantwortung übernehmen.“

Historische Hintergründe und Entwicklungen

Die Diskussion über erneuerbare Energien und die Reduktion von CO2-Emissionen ist nicht neu. Bereits in den 1990er Jahren wurden weltweit erste Schritte unternommen, um den CO2-Ausstoß zu verringern. Die Kyoto-Protokolle und später das Pariser Abkommen setzten globale Maßstäbe für die Emissionsreduktion. Unternehmen wie Baumit, die frühzeitig auf nachhaltige Energiequellen umstellen, tragen dazu bei, diese internationalen Ziele zu erreichen.

Zukunftsausblick: Wohin geht die Reise?

Die Umstellung auf Grünstrom ist nur ein Teil der umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie von Baumit. Neben der Reduktion von CO2-Emissionen steht auch die energieeffiziente Gestaltung sämtlicher Produktionsprozesse im Fokus. Gerhard Philipp von Baumit erklärt: „Dies ist nur der Anfang. Wir planen, unsere Umweltkennzahlen kontinuierlich zu verbessern.“

Es wird erwartet, dass weitere Unternehmen diesem Beispiel folgen werden, insbesondere wenn die politischen Rahmenbedingungen dies unterstützen. Regierungen könnten Anreize schaffen, um die Umstellung auf erneuerbare Energien attraktiver zu machen, was die allgemeine Akzeptanz und Nutzung von Grünstrom weiter steigern würde.

Fazit: Ein Schritt in die richtige Richtung

Die Umstellung auf Grünstrom durch Baumit ist ein bedeutendes Signal für die Bauindustrie und den Umweltschutz. Es zeigt, dass nachhaltige Praktiken nicht nur möglich, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll sind. Diese Initiative könnte andere Unternehmen inspirieren, ähnliche Schritte zu unternehmen und somit einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen zu leisten.

Mehr Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie von Baumit finden Sie auf baumit.at/go2morrow.

Schlagworte

#Baumit#CO2-Reduktion#Energieallianz Austria#Grünstrom#Nachhaltigkeit#Ökostrom#Umweltbilanz

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