Ein Paukenschlag im Westen Wiens: Das umstrittene Großprojekt von Transgourmet ist endgültig vom Tisch. Der Rückzug des Unternehmens sorgt für heftige Diskussionen im Wiener Gemeinderat und könnte eine neue Ära der Stadtplanung einläuten.Ein Triumph für BürgerinitiativenDie Nachricht schlug ein wie
Ein Paukenschlag im Westen Wiens: Das umstrittene Großprojekt von Transgourmet ist endgültig vom Tisch. Der Rückzug des Unternehmens sorgt für heftige Diskussionen im Wiener Gemeinderat und könnte eine neue Ära der Stadtplanung einläuten.
Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Transgourmet zieht den Antrag für das Mega-Bauprojekt im Westen Wiens zurück. Ein Projekt, das von Anfang an auf wackeligen Beinen stand, wie der Penzinger Gemeinderat Hannes Taborsky in einer hitzigen Debatte klarstellte. „Es war von Anfang an ein nicht genehmigungsfähiges Projekt“, so Taborsky. Der Rückzug des Unternehmens sei ein deutliches Zeichen dafür, dass Bürgerinitiativen gemeinsam mit der ÖVP etwas bewegen können.
Der geplante Standort an der westlichen Stadtgrenze hätte die ohnehin schon stark belastete Westeinfahrt mit noch mehr LKW-Verkehr geflutet. Außerdem fehlte es an einer angemessenen Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Die Umwelt- und Verkehrsfolgen wären verheerend gewesen, und die vertraglichen Rahmenbedingungen waren wirtschaftlich fragwürdig – nur ein Drittel des marktüblichen Baurechtszinses wäre gezahlt worden, wie Taborsky weiter ausführte.
Auch der Hietzinger Gemeinderat Michael Gorlitzer feierte das Aus für das Projekt: „Dass 3.000 Menschen mit ihrer Unterschrift und 164 mit fundierten Einwendungen gegen dieses Projekt aufgestanden sind, zeigt deutlich: Die Bevölkerung will kein weiteres Betonmonster.“ Die Bürger verlangen eine nachhaltige Entwicklung ihres Grätzels, fernab von überdimensionierten Bauvorhaben.
Mit dem Rückzug von Transgourmet eröffnet sich eine neue Chance für die Stadtplanung. Taborsky und Gorlitzer fordern einen vorläufigen Baustopp für das ehemalige Transgourmet-Areal, ähnlich wie beim Leinergelände. „Es braucht endlich eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und eine Entwicklung, die dem 14. Bezirk wirklich nützt“, so die beiden. Vorschläge wie ein Primärversorgungszentrum oder Sport- und Freizeitnutzungen stehen bereits im Raum.
Die Zukunft des Areals liegt nun in den Händen der Stadtplaner. Eines ist sicher: Die Bürger Wiens haben ihre Stimme erhoben und gezeigt, dass sie bereit sind, für eine lebenswerte Stadt zu kämpfen.