Am 5. Dezember 2025 veröffentlichte ATV die Ergebnisse einer aufschlussreichen Umfrage, die die wirtschaftliche Kompetenz der FPÖ unter Herbert Kickl in den Mittelpunkt stellt. Diese Umfrage, durchgeführt von Peter Hajek Public Opinion Strategies, befragte 500 wahlberechtigte Österreicher:innen. Die
Am 5. Dezember 2025 veröffentlichte ATV die Ergebnisse einer aufschlussreichen Umfrage, die die wirtschaftliche Kompetenz der FPÖ unter Herbert Kickl in den Mittelpunkt stellt. Diese Umfrage, durchgeführt von Peter Hajek Public Opinion Strategies, befragte 500 wahlberechtigte Österreicher:innen. Die Ergebnisse zeigen, dass 47 Prozent der Befragten der Meinung sind, die FPÖ habe keine geeigneten Konzepte zur Lösung der aktuellen wirtschaftlichen Probleme. Nur 32 Prozent glauben an die Problemlösungskompetenz der Partei.
Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) hat eine bewegte Geschichte in der österreichischen Politik. Gegründet 1956, hat sie sich im Laufe der Jahre von einer liberalen zu einer rechtspopulistischen Partei entwickelt. Unter der Führung von Jörg Haider erlebte die FPÖ in den 1990er Jahren einen Aufschwung, der sie 1999 zur zweitstärksten Kraft im Nationalrat machte. Heute steht die Partei unter der Führung von Herbert Kickl, der als scharfer Kritiker der Regierung bekannt ist.
Seit ihrer Gründung hat die FPÖ eine Reihe von Wandlungen durchlaufen. Ursprünglich als Sammelbecken für ehemalige Nationalsozialisten und deutschnationale Kräfte gegründet, vollzog die Partei unter Haider einen Wandel hin zu einer rechtspopulistischen Kraft. Diese Transformation führte zu Wahlerfolgen, aber auch zu internen Spannungen und Abspaltungen. Die jüngste Phase unter Kickl ist geprägt von einer starken Oppositionsrolle und kritischen Positionen gegenüber der Regierungspolitik.
Im Vergleich zu anderen österreichischen Parteien zeigt sich, dass die FPÖ in der Wirtschaftskompetenz skeptisch betrachtet wird. ÖVP-, SPÖ-, Grün- und NEOS-Wähler:innen sprechen der FPÖ mehrheitlich die Fähigkeit ab, die aktuellen wirtschaftlichen Probleme zu lösen. In Deutschland und der Schweiz sind ähnliche rechtspopulistische Parteien ebenfalls mit Skepsis konfrontiert, insbesondere wenn es um wirtschaftliche Themen geht. Die AfD in Deutschland und die SVP in der Schweiz stehen vor ähnlichen Herausforderungen, da sie oft als Protestparteien wahrgenommen werden.
Die Umfrageergebnisse haben direkte Auswirkungen auf die politische Landschaft in Österreich. Die Zweifel an der Wirtschaftskompetenz der FPÖ könnten sich auf die Wählergunst auswirken und die Partei zwingen, ihre wirtschaftspolitischen Konzepte zu überdenken. Für die Bürger:innen bedeutet dies, dass sie möglicherweise verstärkt auf die wirtschaftspolitischen Vorschläge der anderen Parteien achten werden. Ein Beispiel hierfür ist die steigende Bedeutung der Arbeitsmarktpolitik, die in der aktuellen wirtschaftlichen Lage von großer Bedeutung ist.
Die Umfrage wurde zwischen dem 1. und 4. Dezember 2025 durchgeführt und umfasste 500 wahlberechtigte Österreicher:innen. 47 Prozent der Befragten sehen keine geeigneten Konzepte bei der FPÖ, während 32 Prozent an die Problemlösungskompetenz glauben. Interessant ist, dass 69 Prozent der FPÖ-Wähler:innen von der Kompetenz ihrer Partei überzeugt sind, während die Wähler:innen der anderen großen Parteien wie ÖVP, SPÖ, Grüne und NEOS der FPÖ mehrheitlich die Kompetenz absprechen.
Meinungsforscher Peter Hajek betont, dass die FPÖ als Oppositionspartei in der aktuellen wirtschaftlichen und budgetären Notsituation des Landes leichtes Spiel hat, da sie keine Verantwortung trägt. Das Vertrauen in ihre wirtschaftliche Kompetenz ist jedoch schwach ausgeprägt. Hajek warnt die Mitbewerber davor, sich zu früh zu freuen, da auch ihnen in anderen Umfragen kein allzu gutes Zeugnis ausgestellt wird.
Die Zukunft der FPÖ hängt stark von ihrer Fähigkeit ab, überzeugende wirtschaftspolitische Konzepte zu entwickeln. Die Partei muss sich der Herausforderung stellen, ihre Positionen klar zu kommunizieren und die Wähler:innen von ihrer Kompetenz zu überzeugen. In den kommenden Jahren könnten Themen wie Digitalisierung, Klimawandel und die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie im Fokus stehen. Die FPÖ wird sich bemühen müssen, in diesen Bereichen tragfähige Lösungen anzubieten.
Zusammenfassend zeigt die Umfrage, dass die FPÖ in der Frage der Wirtschaftskompetenz vor großen Herausforderungen steht. Die Partei muss sich intensiv mit den Erwartungen der Wähler:innen auseinandersetzen und ihre politischen Konzepte entsprechend anpassen. Die politische Landschaft in Österreich bleibt spannend, und es bleibt abzuwarten, wie sich die FPÖ in den kommenden Jahren positionieren wird.
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