Der 25. November markiert den Beginn der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen. In Österreich hat Bernhard Herzog, Familiensprecher der SPÖ, eine zentrale Botschaft: Mehr Väterbeteiligung kann die Wahrscheinlichkeit von Gewalt in Familien erheblich senken. Diese Aussage basiert auf einer österreichischen S
Der 25. November markiert den Beginn der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen. In Österreich hat Bernhard Herzog, Familiensprecher der SPÖ, eine zentrale Botschaft: Mehr Väterbeteiligung kann die Wahrscheinlichkeit von Gewalt in Familien erheblich senken. Diese Aussage basiert auf einer österreichischen Studie, die zeigt, dass Männer, die aktiv an Schwangerschaft und Geburt teilnehmen und Verantwortung in der Kinderbetreuung übernehmen, deutlich seltener Gewalt ausüben.
Die Studie offenbart, dass in Haushalten, in denen der Vater das letzte Wort hat, 35 Prozent der Befragten von körperlicher Gewalt in ihrer Kindheit berichten. Im Gegensatz dazu sinkt dieser Wert in Familien mit gleichberechtigter Entscheidungsfindung auf 21 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen, wie entscheidend die gleichberechtigte Aufteilung von Care-Arbeit für ein harmonisches Familienleben sein kann.
Historisch betrachtet, war die Rolle des Vaters in der Familie oft auf die Rolle des Ernährers beschränkt. In den letzten Jahrzehnten hat sich jedoch ein Wandel vollzogen. Immer mehr Männer engagieren sich aktiv in der Kinderbetreuung und im Haushalt. Diese Entwicklung wird von sozialen Bewegungen und politischen Initiativen unterstützt, die die Bedeutung der Väterbeteiligung hervorheben.
Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass Österreich mit dieser Entwicklung nicht allein dasteht. In Deutschland und der Schweiz wird ebenfalls verstärkt auf die Rolle des Vaters im Familienleben geachtet. In Deutschland gibt es bereits seit einigen Jahren das ElterngeldPlus, das Anreize für Väter schafft, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. In der Schweiz wird die Väterzeit ebenfalls zunehmend thematisiert und politisch gefördert.
Für die Bürger bedeutet eine stärkere Väterbeteiligung nicht nur ein harmonischeres Familienleben, sondern auch eine gerechtere Verteilung der Verantwortung zwischen den Geschlechtern. Ein Beispiel hierfür ist die Möglichkeit, dass Mütter schneller wieder ins Berufsleben einsteigen können, wenn die Väter aktiv in die Kinderbetreuung eingebunden sind. Dies fördert nicht nur die Gleichstellung, sondern auch die wirtschaftliche Stabilität der Familien.
Die österreichische Studie, auf die sich Herzog bezieht, liefert klare Zahlen: In Haushalten mit traditioneller Rollenverteilung berichten 35 Prozent der Befragten von Gewalt, während es in gleichberechtigten Haushalten nur 21 Prozent sind. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung von Väterbeteiligung als präventive Maßnahme gegen Gewalt.
Die österreichische Bundesregierung hat angekündigt, die Väterbeteiligung in der Karenz zu erhöhen. Eine interministerielle Arbeitsgruppe soll bis Ende 2026 konkrete Vorschläge erarbeiten, um die Partnerschaftlichkeit in Familien zu stärken. Diese Maßnahmen könnten langfristig zu einer deutlichen Reduzierung von Gewalt in Familien führen und die gesellschaftliche Akzeptanz für gleichberechtigte Rollenmodelle fördern.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine stärkere Väterbeteiligung nicht nur das Familienleben harmonischer gestalten kann, sondern auch ein effektives Mittel zur Gewaltprävention darstellt. Die SPÖ und Bernhard Herzog setzen sich aktiv für diese Entwicklung ein und hoffen auf breite Unterstützung in der Bevölkerung. Interessierte Eltern können an einer Online-Umfrage unter www.spoe.at/elternkarenz teilnehmen, um ihre Erfahrungen zu teilen und zur Weiterentwicklung der politischen Maßnahmen beizutragen.