Die Weihnachtszeit naht, und mit ihr die Tradition der Adventkalender. Doch was viele nicht wissen: Diese süßen Überraschungen können schnell zur Kostenfalle werden. Eine aktuelle Untersuchung der Arbeiterkammer Oberösterreich zeigt, dass herkömmliche Schoko-Adventkalender oft deutlich teurer sind a
Die Weihnachtszeit naht, und mit ihr die Tradition der Adventkalender. Doch was viele nicht wissen: Diese süßen Überraschungen können schnell zur Kostenfalle werden. Eine aktuelle Untersuchung der Arbeiterkammer Oberösterreich zeigt, dass herkömmliche Schoko-Adventkalender oft deutlich teurer sind als vergleichbare Ganzjahresprodukte. Der Bericht, veröffentlicht am 17. November 2025, hebt hervor, dass neun von 16 zufällig ausgewählten Kalendern einen Grundpreis von mindestens dem Doppelten des regulären Schokoladenpreises aufweisen.
Ein Beispiel aus der Untersuchung verdeutlicht die Preisdiskrepanz: Der Küfferle Katzenzungen Adventkalender mit 100 Gramm Inhalt kostet 12,99 Euro, was einem Grundpreis von 129,90 Euro pro Kilogramm entspricht. Im Vergleich dazu kostet eine Packung mit 75 Gramm Küfferle Katzenzungen 3,99 Euro, was einem Grundpreis von 53,20 Euro pro Kilogramm entspricht. Das bedeutet, dass der Adventkalender um 76,70 Euro oder 144 Prozent teurer ist. Nur der Ferrero Kinderüberraschung Adventkalender konnte mit einem günstigeren Grundpreis punkten.
Ein weiterer Kritikpunkt ist der übermäßige Verpackungsmüll, der durch diese Kalender entsteht. Die Arbeiterkammer empfiehlt daher, auf selbstgemachte Kalender aus wiederverwertbaren Materialien umzusteigen. Diese können nicht nur jedes Jahr wiederverwendet werden, sondern schonen auch die Umwelt und den Geldbeutel.
Die Tradition der Adventkalender reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Ursprünglich handelte es sich um einfache Kalender, die die Tage bis Weihnachten zählten. Erst im 20. Jahrhundert kamen kommerzielle Varianten mit Schokolade auf den Markt. In Österreich sind Adventkalender seit den 1950er Jahren populär, wobei sich die Vielfalt und der Umfang der angebotenen Produkte stetig erweiterten.
In Deutschland und der Schweiz sind Adventkalender ebenfalls weit verbreitet. Während in Deutschland der Trend zu personalisierten und selbstgemachten Kalendern geht, dominieren in der Schweiz hochwertige Schokoladenprodukte. Der Preisvergleich zeigt, dass die Kostenstruktur in diesen Ländern ähnlich ist, wobei der Verpackungsmüll zunehmend kritisiert wird.
Für viele Familien in Österreich bedeutet der Kauf eines Adventkalenders eine finanzielle Belastung, insbesondere wenn mehrere Kinder im Haushalt leben. Die Empfehlung der Arbeiterkammer, eigene Kalender zu basteln, bietet eine kostengünstige und umweltfreundliche Alternative. Ein selbstgemachter Kalender kann individuell gestaltet werden und bietet die Möglichkeit, persönliche Geschenke oder Botschaften zu integrieren. Dies fördert nicht nur die Kreativität, sondern auch den bewussten Konsum.
Die Untersuchung der Arbeiterkammer zeigt, dass der durchschnittliche Preis für einen herkömmlichen Schoko-Adventkalender bei etwa 10 Euro liegt, während der Grundpreis pro Kilogramm Schokolade oft über 100 Euro beträgt. Im Vergleich dazu liegt der Grundpreis für reguläre Schokolade bei rund 50 Euro pro Kilogramm. Diese Preisdifferenz verdeutlicht das hohe Gewinnpotenzial der Hersteller.
Es ist zu erwarten, dass der Trend zu nachhaltigen und selbstgemachten Adventkalendern weiter zunehmen wird. Verbraucher werden zunehmend auf umweltfreundliche Alternativen achten, was die Hersteller dazu zwingt, ihre Produkte anzupassen. Die Einführung von recycelbaren Materialien und die Reduzierung von Verpackungsmüll könnten in den kommenden Jahren zu einem wichtigen Verkaufsargument werden.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Entscheidung für oder gegen einen Schoko-Adventkalender nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch des bewussten Konsums und der Umweltverantwortung ist. Für weiterführende Informationen zu diesem Thema besuchen Sie die Website der Arbeiterkammer Oberösterreich.