Die Oesterreichische Entwicklungsbank AG (OeEB) hat mit ihrem aktuellen Impact Report 2024 ein beeindruckendes Zeugnis abgelegt. Die Zahlen sprechen für sich: Rund 900 Millionen Euro wurden in klimarelevante Projekte investiert! Doch was bedeutet das konkret für die Entwicklungsländer und deren Bewo
Die Oesterreichische Entwicklungsbank AG (OeEB) hat mit ihrem aktuellen Impact Report 2024 ein beeindruckendes Zeugnis abgelegt. Die Zahlen sprechen für sich: Rund 900 Millionen Euro wurden in klimarelevante Projekte investiert! Doch was bedeutet das konkret für die Entwicklungsländer und deren Bewohner? Tauchen wir ein in die Details dieses ambitionierten Vorhabens.
Die OeEB ist seit 2008 die Entwicklungsbank der Republik Österreich und agiert als ein Spezialinstitut, das Investitionsvorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern finanziert. Dabei folgt sie dem Auftrag, sowohl wirtschaftlich als auch entwicklungspolitisch sinnvolle Projekte zu unterstützen. Die Bank ist zu 100 Prozent im Besitz der Oesterreichischen Kontrollbank AG.
Ein wesentlicher Aspekt der OeEB-Strategie ist die Ausrichtung auf Green Finance und die Unterstützung von Mikro-, Klein- und Mittelunternehmen (KMU). Diese Unternehmen sind das Rückgrat der Wirtschaft in vielen Entwicklungsländern und spielen eine entscheidende Rolle bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Armutsbekämpfung. Die Förderung von Infrastruktur, Industrie und Gendergerechtigkeit sind weitere Schwerpunkte der Bank.
Der Impact Report zeigt, dass 51 Prozent des Portfolios, also etwa 900 Millionen Euro, in klimarelevante Projekte geflossen sind. Diese Projekte sind entscheidend für die Erreichung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs), insbesondere Ziel 13, das den Klimaschutz adressiert.
Ein bedeutender Teil der Investitionen, nämlich 428 Millionen Euro, wurde in Afrika getätigt. Diese Region steht vor gewaltigen Herausforderungen, was den Klimawandel betrifft. Extreme Wetterereignisse wie Dürren und Überschwemmungen sind hier keine Seltenheit.
Zusätzlich flossen 17 Prozent des Portfolios in die sogenannten Least Developed Countries (LDCs). Diese Länder sind besonders anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels, da sie oft über weniger Ressourcen verfügen, um sich anzupassen.
Für die Menschen vor Ort bedeuten die Investitionen der OeEB vor allem eines: Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Rund 380.000 KMU erhielten Zugang zu Kapital, das für ihr Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen unerlässlich ist. Mehr als 300.000 Menschen fanden Beschäftigung in Unternehmen, die von der OeEB finanziert wurden. Dies stärkt nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern generiert auch Einkommen, das in die Gemeinden zurückfließt.
Ein weiterer positiver Effekt ist die gezielte wirtschaftliche Stärkung von Frauen. Laut dem Bericht waren 173 Millionen Euro in Projekte investiert, die Frauen unterstützen. Dies ist ein entscheidender Schritt, um die Gleichberechtigung in der Gesellschaft voranzutreiben und Diskriminierung zu vermeiden.
Ein herausragendes Beispiel für den Erfolg der OeEB-Investitionen ist die Erzeugung von knapp 7.000 GWh aus erneuerbaren Energien. Diese Menge entspricht der Stromversorgung von rund zwei Millionen österreichischen Haushalten für ein Jahr. Dies zeigt, wie wichtig die Förderung erneuerbarer Energien ist, um den Klimawandel zu bekämpfen und eine nachhaltige Energieversorgung zu sichern.
Das Jahr 2024 war das erste, in dem die Durchschnittstemperatur das vorindustrielle Niveau um 1,5 °C überstieg. Diese Entwicklung unterstreicht die Dringlichkeit, den grünen Wandel zu beschleunigen. Die OeEB hat diesen Bedarf erkannt und ihre Strategie entsprechend angepasst. Die Investitionen in Green Finance und Klimaschutzmaßnahmen sind ein logischer Schritt, um den Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken.
Sabine Gaber, die im OeEB-Vorstand die marktseitigen Geschäftsbereiche verantwortet, zeigt sich erfreut über die positiven Ergebnisse des Impact Reports: „Unsere Projekte haben eine wesentliche entwicklungspolitische Wirkung erzielt, und wir können bereits jetzt die Umsetzung mit konkreten Kennzahlen überprüfen. Das ist ein großer Erfolg für die OeEB und unsere Partner.“
Steffen Suhany, der im OeEB-Vorstand die Marktfolge verantwortet, ergänzt: „Die Schaffung von Arbeitsplätzen ist entscheidend für die Bekämpfung von Armut. Unsere Finanzierungen haben mehr als 380.000 Betrieben Zugang zu Kapital verschafft, was für ihr Wachstum von entscheidender Bedeutung ist.“
Die OeEB wird auch in den kommenden Jahren ihren Fokus auf nachhaltige und klimarelevante Projekte legen. Die Herausforderungen des Klimawandels erfordern kontinuierliche Anstrengungen und Investitionen, um eine nachhaltige Entwicklung sicherzustellen. Die Bank plant, ihre Aktivitäten weiter auszubauen und neue Partnerschaften zu knüpfen, um ihre Wirkung zu maximieren.
Eine verstärkte Zusammenarbeit mit internationalen Partnern und Organisationen ist ein wichtiger Schritt, um die globalen Herausforderungen zu meistern. Die OeEB wird weiterhin Projekte unterstützen, die wirtschaftlich und entwicklungspolitisch sinnvoll sind, und so einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in Entwicklungsländern leisten.
Fazit: Die OeEB hat mit ihrem Impact Report 2024 gezeigt, dass sie eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung des Klimawandels und der Förderung nachhaltiger Entwicklung einnimmt. Die Investitionen in Höhe von 900 Millionen Euro sind ein starkes Zeichen für das Engagement Österreichs, eine grünere und gerechtere Welt zu schaffen.