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Kultur

80 Jahre Hiroshima: Die schockierende Geschichte, die die Welt veränderte

5. August 2025 um 09:38
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Am 6. August 2025 jährt sich der Atombombenabwurf auf Hiroshima zum 80. Mal. Ein Ereignis, das die Welt bis heute in seinen Grundfesten erschüttert. Der ORF widmet diesem tragischen Jubiläum einen umfassenden Programmschwerpunkt, der die Geschichte, die Folgen und die aktuellen Auswirkungen des Atom

Am 6. August 2025 jährt sich der Atombombenabwurf auf Hiroshima zum 80. Mal. Ein Ereignis, das die Welt bis heute in seinen Grundfesten erschüttert. Der ORF widmet diesem tragischen Jubiläum einen umfassenden Programmschwerpunkt, der die Geschichte, die Folgen und die aktuellen Auswirkungen des Atombombenabwurfs beleuchtet.

Der Tag, der die Welt veränderte

Am 6. August 1945 um 8:15 Uhr Ortszeit warf ein amerikanisches Flugzeug die erste Atombombe der Geschichte über der japanischen Stadt Hiroshima ab. Die Explosion tötete sofort etwa 100.000 Menschen, weitere 130.000 starben im Laufe des gleichen Jahres an den Folgen der Strahlung und schwerer Verletzungen. Drei Tage später ereilte die Stadt Nagasaki ein ähnliches Schicksal.

Die Hintergründe des Abwurfs

Der Abwurf der Atombomben war das Ergebnis jahrelanger Forschung und Entwicklung im Rahmen des sogenannten Manhattan-Projekts, einem geheimen Vorhaben der USA, das 1939 begonnen wurde. Getrieben von der Angst, Nazi-Deutschland könnte eine eigene Atombombe entwickeln, arbeiteten Tausende Wissenschaftler, Ingenieure und Militärs an der Entwicklung dieser neuen Waffe. Zu den zentralen Figuren des Projekts gehörten ungarisch-jüdische Wissenschaftler, die vor den Nazis geflohen waren und entscheidende Beiträge leisteten.

Das Trauma von Hiroshima

Der ORF-Japan-Expertin Judith Brandner zufolge ist das Trauma von Hiroshima ein "Trauma ohne Ende". In einem "WELTjournal" am 6. August 2025 um 22:30 Uhr auf ORF 2 wird sie über die Langzeitfolgen des Atombombenabwurfs berichten. Brandner hat mit Überlebenden und Nachkommen von Opfern gesprochen, um herauszufinden, wie die jüngeren Generationen mit diesem Erbe umgehen.

  • Wie wirkt das Grauen in die dritte und vierte Generation nach?
  • Welche psychologischen Auswirkungen hat das Trauma?
  • Wie werden die Erzählungen der Überlebenden weitergegeben?

Die Rolle der Medien

Der ORF nutzt sein Netzwerk, um umfassend über das Thema zu berichten. Neben Fernsehdokumentationen und Radiobeiträgen gibt es auch Online-Inhalte, die das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Die "Universum History"-Doku "Der Wettlauf um die Atombombe" wird am 8. August um 22:35 Uhr auf ORF 2 ausgestrahlt und zeichnet die Geschichte der Entwicklung der ersten Atombombe nach.

Die Dokumentation zeigt, wie die Angst vor einer deutschen Atombombe die USA dazu trieb, immense Ressourcen in die Entwicklung einer eigenen Waffe zu investieren. Vier ungarisch-jüdische Wissenschaftler spielten dabei eine Schlüsselrolle. Sie flüchteten vor den Nazis in die USA und arbeiteten am Manhattan-Projekt mit.

Die ethischen Fragen

Die Entwicklung und der Einsatz der Atombombe werfen bis heute schwierige ethische Fragen auf. War der Einsatz der Bombe notwendig, um den Zweiten Weltkrieg zu beenden, oder war es ein Kriegsverbrechen? Diese Fragen werden in der Dokumentation "Hiroshima – Kriegsende oder Kriegsverbrechen?" diskutiert, die am 9. August um 22:20 Uhr auf ORF III ausgestrahlt wird.

Der Einfluss auf die heutige Welt

Die Folgen des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki prägen die Welt bis heute. Die atomare Abschreckungspolitik, die in den Jahrzehnten nach dem Krieg entwickelt wurde, basiert auf der verheerenden Zerstörungskraft dieser Waffen. Experten diskutieren, wie die Welt mit der Bedrohung durch Atomwaffen umgeht und welche Rolle Länder wie Österreich dabei spielen.

Ein Nuklearforscher wird in der Sendung "Punkt eins" auf Ö1 am 6. August um 13:00 Uhr über die Wirksamkeit der atomaren Abschreckung und die Langzeitfolgen von Nuklearunfällen sprechen. Diese Diskussionen sind besonders relevant in einer Zeit, in der die geopolitischen Spannungen weltweit zunehmen.

Hiroshimas Enkel

Ein weiterer Aspekt des ORF-Schwerpunkts ist die Serie "Hiroshimas Enkel", die sich mit der Frage beschäftigt, wie die Nachkommen der Überlebenden mit dem Erbe des Atombombenabwurfs umgehen. Wie beeinflusst das Wissen um die Ereignisse von 1945 ihr Leben? Wie verarbeiten sie das Trauma, das sie von ihren Eltern und Großeltern geerbt haben?

Ein Blick in die Zukunft

Die Welt steht heute vor der Herausforderung, die Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen und eine Zukunft ohne die Bedrohung durch Atomwaffen zu gestalten. Experten sind sich einig, dass die Abschaffung von Atomwaffen ein wichtiger Schritt in Richtung einer sichereren Welt ist. Initiativen wie die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) setzen sich dafür ein, dass keine neuen Atomwaffen entwickelt werden und bestehende Arsenale abgebaut werden.

Der ORF-Schwerpunkt "80 Jahre Hiroshima" bietet eine Gelegenheit, über die Vergangenheit nachzudenken, die Gegenwart zu verstehen und die Zukunft zu gestalten. Die Sendungen und Dokumentationen laden die Zuschauer ein, sich mit den komplexen Themen auseinanderzusetzen und ihre eigene Haltung zu Atomwaffen und ihrer Rolle in der Welt zu überdenken.

Schlagworte

#Atombombe#Gedenken#Hiroshima#Japan#ORF#Trauma#WELTjournal

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