Am 8. Dezember 2025 markiert die Österreichische Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (ÖGSMP) ein bedeutendes Jubiläum: 75 Jahre Engagement für die Gesundheit der österreichischen Bevölkerung. Diese Feier ist nicht nur ein Rückblick auf Errungenschaften, sondern ein deutlicher Appell an die
Am 8. Dezember 2025 markiert die Österreichische Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (ÖGSMP) ein bedeutendes Jubiläum: 75 Jahre Engagement für die Gesundheit der österreichischen Bevölkerung. Diese Feier ist nicht nur ein Rückblick auf Errungenschaften, sondern ein deutlicher Appell an die Zukunft. In einer Zeit, in der Sportmedizin immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist der Beitrag der ÖGSMP unerlässlich.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1950 hat sich die ÖGSMP kontinuierlich weiterentwickelt. Die Anfangsjahre waren geprägt von der Etablierung grundlegender Standards in der sportmedizinischen Betreuung. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Gesellschaft zu einem zentralen Akteur in der Gesundheitsvorsorge entwickelt. Heute umfasst die ÖGSMP über 700 Mitglieder, die in verschiedenen Bereichen tätig sind, von der Rehabilitation bis zum Leistungssport.
Die moderne Sportmedizin hat es Athleten ermöglicht, ihre Grenzen neu zu definieren. Namen wie Aleksander Aamodt Kilde und Mikaela Shiffrin sind Beispiele dafür, wie gezielte Diagnostik und Therapie nach Verletzungen zu einer schnelleren Rückkehr in den Wettkampf führen können. Diese Entwicklungen sind nicht nur für den internationalen Spitzensport relevant, sondern auch für österreichische Athleten wie Stefan Brennsteiner, der nach mehreren Kreuzbandrissen einen bemerkenswerten Erfolg im Weltcup feierte.
Die Bedeutung der Sportmedizin erstreckt sich auch auf den Nachwuchsbereich. Die jüngsten Erfolge der österreichischen U17-Fußballnationalmannschaft, die als Vizeweltmeister ausgezeichnet wurden, unterstreichen die Notwendigkeit einer strukturierten Leistungsdiagnostik und Verletzungsprävention. Dr. Erwin Kitzmüller von der ÖGSMP betont, dass regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche essenziell sind, um potenziell tödliche Herzerkrankungen frühzeitig zu erkennen.
Die Relevanz der Sportmedizin beschränkt sich nicht nur auf den Spitzensport. Univ. Prof. Dr. Dr. hc. Norbert Bachl hebt hervor, dass die Kombination aus Diagnostik, Trainingssteuerung und medizinischer Begleitung auch im Alltag an Bedeutung gewinnt. Besonders in einer alternden Gesellschaft wird die sportmedizinische Betreuung immer wichtiger.
Obwohl 11 europäische Länder bereits eine Ausbildung zum Facharzt für Sportmedizin anbieten, besteht in Österreich ein dringender Bedarf, diese Ausbildung ebenfalls einzuführen. Die Präsidentin der ÖGSMP, Prof. Dr. Ulrike Preiml, fordert die Etablierung eines nationalen Facharztes für Sportmedizin, um die gesundheitspolitische Bedeutung von Bewegung zu unterstreichen.
Die ÖGSMP blickt nicht nur auf ihre Vergangenheit, sondern auch in die Zukunft. Der Appell an Politik und Gesellschaft ist klar: Sportmedizin muss als unverzichtbarer Bestandteil eines modernen Gesundheitssystems verstanden werden. Angesichts steigender Zivilisationskrankheiten und einer zunehmend inaktiven Bevölkerung ist die sportmedizinische Betreuung entscheidend für eine gesunde Zukunft.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Österreichische Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention in den letzten 75 Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit der Bevölkerung geleistet hat. Ihre Arbeit ist heute wichtiger denn je, um den Herausforderungen einer modernen Gesellschaft zu begegnen.
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