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Landwirtschaft/Wirtschaft und Finanzen

Totschnig: Sojaproduktion stärken, nicht einschränken

Österreich bringt Initiative im Agrarministerrat ein

23. Mai 2026
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Österreich lehnt EU-Pläne ab, Soja als ILUC‑Risiko einzustufen, und bringt im Agrarministerrat eine Initiative zur Stärkung der Sojaproduktion ein.

Totschnig: Sojaproduktion stärken, nicht einschränken

Die Europäische Kommission legte am 13. April den Vorschlag vor, Soja künftig als Rohstoff mit hohem Risiko für indirekte Landnutzungsänderungen (ILUC) einzustufen. Das würde den Sojaanbau in der EU pauschal mit Abholzung und Umweltbelastungen in Verbindung bringen, obwohl es nach Angaben des Bundesministeriums dafür keine Belege gibt. Österreich, als drittgrößter Sojaproduzent in der EU, lehnt diese Einstufung mit Nachdruck ab und wird sich beim Agrarministerrat am kommenden Dienstag, den 26.05., dagegen aussprechen.

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig: „Die Sojaproduktion spielt für Europa und die EU-Landwirtschaft eine unverzichtbare Rolle. Sie liefert hochwertige Eiweißfuttermittel, stärkt die Lebensmittelversorgung und reduziert unsere Abhängigkeit von Importen. Gleichzeitig verbessert der Sojaanbau die natürliche Stickstoffanreicherung die Bodenqualität und reduziert den Bedarf an Düngemitteln. Die beabsichtigte Einstufung der EU-Kommission steht außerdem im Widerspruch zur angekündigten Eiweißstrategie und passt nicht mit den EU-Zielen hinsichtlich Ernährungssicherheit, Klimaschutz und erneuerbaren Energien zusammen.“

Sojaöl ist insbesondere ein wesentliches Nebenprodukt der Sojaverarbeitung und wird vor allem zur Herstellung von Biodiesel genutzt. Die vorgesehene Einstufung hätte weitreichende Folgen, denn Sojaöl dürfte durch diese Einstufung nicht mehr für die Herstellung von Biodiesel genutzt werden und würde als wichtige erneuerbare Energiequelle wegfallen. Die wirtschaftliche Verarbeitung von Sojabohnen funktioniert jedoch nur, wenn sowohl Sojaschrot als Futtermittel als auch Sojaöl vermarktet werden können.

Totschnig bezeichnete das faktische Verbot der Nutzung von Sojaöl als erneuerbare Energiequelle als inakzeptabel im Kontext der strengen EU-Umwelt- und Nachhaltigkeitsstandards. Er sieht dadurch wirtschaftlichen Druck auf viele europäische Ölmühlen, einen direkten Angriff auf bestehende Wertschöpfungsketten sowie den Wegfall einer soliden Einkommensquelle für die europäische Landwirtschaft. Österreich bringt daher im Agrarministerrat eine Initiative ein, um die Sojaproduktion zu stärken statt sie einzuschränken.

Forderungen an die Europäische Kommission

  • Die Einstufung von Soja neu bewerten.
  • Europäisches Soja gemessen an den hohen Standards differenziert behandeln.
  • Die Auswirkungen auf Landwirtschaft und Versorgungssicherheit genauer prüfen.
  • Klima-, Umwelt-, Energie- und Agrarpolitik angemessen aufeinander abstimmen.

Kontakt: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft. Telefon: +43 1 71100 DW 606747. E-Mail: [email protected]. Website: https://www.bmluk.gv.at/

Schlagworte

#Soja#Totschnig#EU#Agrarministerrat#Biodiesel

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