Hattmannsdorfer: Stärkung für Industrie, Green Tech und Versorgungssicherheit
Modernisiertes EU‑Mexiko‑Abkommen soll Zölle senken, Marktzugang verbessern und kritische Rohstoffe sichern – Chancen für Industrie und Exporte.
Beim EU‑Mexiko‑Gipfel in Mexiko‑Stadt wurde das modernisierte EU‑Mexiko‑Globalabkommen (MGA) sowie das Interim Trade Agreement (ITA) von EU‑Handelskommissar Maroš Šefčovič unterzeichnet. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer begrüßt die Vertiefung der wirtschaftlichen Partnerschaft zwischen Europa und Mexiko.
Das modernisierte Abkommen bringt laut Ministerium umfassende Verbesserungen für europäische Unternehmen: Es sieht den Abbau von Zöllen, besseren Zugang zu öffentlichen Beschaffungsmärkten sowie Erleichterungen im Dienstleistungs‑ und Digitalbereich vor. Besonders profitieren sollen exportstarke Branchen wie Industrie, Maschinenbau, Automotive, Umwelt‑ und Energietechnologien, Infrastruktur sowie die Lebensmittelwirtschaft.
„Europa darf im globalen Wettbewerb keine Zeit mehr verlieren. Freihandelsabkommen schaffen Wachstum, sichern Arbeitsplätze und stärken die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts. Gerade in einer zunehmend fragmentierten Weltwirtschaft braucht Europa neue strategische Partnerschaften, resilientere Lieferketten und besseren Zugang zu kritischen Rohstoffen. Mexiko ist unter anderem ein wichtiger Produzent von Flussspat, Wismut und Antimon – Rohstoffe, die für Industrie, Digitalisierung, Energie‑ und Umwelttechnologien zunehmend an Bedeutung gewinnen. Das EU‑Mexiko‑Abkommen stärkt damit nicht nur unsere Exportwirtschaft, sondern auch Europas wirtschaftliche Resilienz und Versorgungssicherheit“, betont Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.
Hattmannsdorfer verweist zudem auf Wachstumschancen: „Mexiko zählt zu den weltweit dynamischsten Wachstumsmärkten für österreichische Exporte. Laut Prognosen des IWI wird das Importvolumen Mexikos bis 2029 um rund 104 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 17 Prozent wachsen“, so der Wirtschaftsminister.
Das Abkommen soll neben Zollsenkungen auch technische Handelshemmnisse reduzieren und internationale Standards stärker anerkennen. So erleichtert es etwa den Export europäischer Fahrzeugteile durch die Anerkennung internationaler Prüfberichte und EU‑Zertifikate. Auch österreichische Spezialitäten werden künftig besser geschützt, namentlich „Steirisches Kürbiskernöl“, „Steirischer Kren“ und „Tiroler Speck“.
„Österreich ist Exportnation – sechs von zehn Euro werden im Ausland verdient. Deshalb müssen wir neue Märkte erschließen und strategische Abhängigkeiten reduzieren. Das EU‑Mexiko‑Abkommen eröffnet gerade für österreichische Unternehmen in den Bereichen Industrie, Green Tech, Infrastruktur, Maschinenbau und Dienstleistungen neue Chancen. Gleichzeitig zeigt dieses Abkommen: Europa kann handeln, wenn der politische Wille da ist. Jetzt braucht es auch bei anderen Freihandelsabkommen – etwa mit Südostasien und den VAE – mehr Tempo, weniger Blockaden und einen klaren Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und industrielle Stärke Europas“, so Wolfgang Hattmannsdorfer abschließend.
Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus