Hafenecker kritisiert "rot-schwarzes Skandalduo" und "rot-grünes Netzwerk" im ORF
FPÖ-Generalsekretär Hafenecker verlangt von ÖVP und SPÖ den Rücktritt ihrer Vertreter im ORF-Stiftungsrat wegen angeblicher Geschäftemacherei.
FPÖ-Generalsekretär und Mediensprecher Christian Hafenecker fordert von den Parteichefs von ÖVP und SPÖ, Stocker und Babler, den sofortigen Rücktritt ihrer Vertreter im ORF-Stiftungsrat. Für Lederer und Schütze müsse es "schon längst Game Over" heißen, da diese ihre Funktionen im ORF "offenbar für private Geschäftemacherei samt Interventionen" benutzt hätten.
Anstatt im ORF-Stiftungsrat eine Kontrolltätigkeit auszuüben, seien Lederer und Schütze "scheinbar vor allem darauf bedacht gewesen, Beraterjobs an Land zu ziehen", so Hafenecker. Zudem sollen sie versucht haben, "auch im Sinne mancher Kunden auf die Berichterstattung Einfluss zu nehmen".
Neben den "rot-schwarzen Skandalzwillingen" müsse auch das "rot-grüne Netzwerk" im ORF gekappt werden. Im Zentrum stehe Pius Strobl, den Hafenecker als "grünen Bonze" und "Gagenkaiser mit 468.856 Euro Jahresgehalt" bezeichnet. Strobl war laut FPÖ Gründungsmitglied der Grünen und deren ehemaliger Bundesgeschäftsführer, bevor er unter dem "SPÖ-nahen Generaldirektor Wrabetz" im ORF Karriere machte.
Wrabetz soll Strobl eine "Luxuspension" in Aussicht gestellt haben, für die 2,4 Millionen Euro rückgestellt wurden. Hafenecker kritisiert auch, dass "mit der ehemaligen burgenländischen Landesgeschäftsführerin eine weitere Ex-Grünen-Funktionärin einen Topjob im ORF erhalten" habe.
Alle Angriffe auf FPÖ-Stiftungsrat Peter Westenthaler wies Hafenecker "aufs Schärfste" zurück. Westenthaler mache "genau das, was ein ORF-Stiftungsrat auch machen sollte, nämlich für Kontrolle zu sorgen und Missstände aufzudecken".
Der FPÖ-Generalsekretär erneuerte seine Forderung nach einer Totalreform des ORF: "Das ganze Betriebssystem öffentlich-rechtlicher Rundfunk am Küniglberg muss komplett neu aufgesetzt werden." Ein "schlanker Grundfunk mit objektiver Information, ehrlicher Berichterstattung, gehaltvollen Programmen und ohne jede Form einer Zwangsfinanzierung durch die Bevölkerung" sei das einzige Zukunftsmodell für den ORF.